3:0-Vorsprung reichte Bayreuth wieder nichtNiederlage in Halle

(Foto: Imago)(Foto: Imago)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Spiel vier in Sachsen-Anhalt begannen die Hausherren engagiert und auch etwas offensiver ausgerichtet. Doch die EHC-Abwehr und der für den sehr kurzfristig ausgefallenen Bädermann eingesprungene Hartung hielten dagegen. Mit dem 1:0, bei dem Kolozvary seinen eigenen Scheibenklau gleich verwertete, zogen die Tigers das Spiel aber schnell ziemlich klar auf ihre Seite. Noch dazu, da Pavlu das zweite Tor bald nachlegte, indem er seinen Nachschuss nach einem abgeblockten Kasten-Knaller nutzte. Den Bulls fiel spielerisch lange nicht viel dagegen ein und auch eine frühe Auszeit von Trainer Kimstatsch nutzte nichts. Als die gut  positionierten Referees einen vermeintlichen Treffer des MEC wegen Schlittschuhtors nicht anerkannten, behielten die Gelb-Schwarzen weiter alles im Griff, ein Ausbau des Vorsprungs gelang aber bis zur ersten Pause nicht mehr.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts setzte sich dieser Spielverlauf erst einmal genauso fort. Die Tigers dominierten klar, verpassten aber bei einigen schnellen Gegenzügen einen öfters möglichen dritten Treffer. Den markierte dann der sehr auffällige Kolozvary mit einem Direktschuss nach Kolupaylo-Zuspiel. Daran hatte Halle dann richtig zu knabbern und Bayreuth hatte die Zügel noch fester in der Hand, dass die wieder über 300 Tigers-Fans auf eine frühe Entscheidung hofften. Auch der Anschlusstreffer vom nachsetzenden Ehemann änderte daran noch nichts. Von Kolozvary zweimal glänzend in Szene gesetzt, konnten aber weder Kolupaylo noch Geigenmüller ihre folgenden Großchancen nutzen und mit ihrem zweiten Powerplay erwachten die Mitteldeutschen dann endgültig. In Unterzahl stemmten sich die Wagnerstädter zwar noch mit vereinten Kräften erfolgreich dagegen, doch kaum wieder komplett gelang Gard dann doch das 2:3 und die Partie begann zu kippen. Als dann Wunderlich kurz danach nochmals von der blauen Linie durchzog und die Scheibe ohne Sicht für Hartung einschlug, hatte man das Resultat endgültig egalisiert und die vorherige Dominanz der Oberfranken war wie weg geblasen.

Im Schlussdrittel begann nun also erneut alles von vorne, und auch hier hatten die Tigers wieder den besseren Start, als Busch einen Fehler der Einheimischen in ihrer Zone zum 3:4 nutzen konnte. Doch nur eine Minute später glich der durchgebrochene Langhammer mit einem perfekt platzierten Schuss schon wieder aus und als der gleiche Akteur wieder nur 140 Sekunden später die Scheibe unters Dach von Hartungs Gehäuse wuchtete, war das Spiel gedreht. Davon aufgestachelt legte der Tscheche zwei Minuten weiter dann auch noch das 6:4 gegen den nun konsterniert wirkenden Süd-Vizemeister nach. Gegen die in der Defensive nun eine Nachlässigkeit an die andere reihenden Bayreuther markierte Abercrombie wieder völlig alleine vor Hartung noch einen weiteren Treffer zum Endstand, den nach 30 Minuten noch niemand auch nur ansatzweise erahnen konnte. Als man eine doppelte Überzahl für den EHC nicht nutzen konnte, schwanden langsam die Hoffnungen im Gästelager und die Bulls spielten die Partie relativ sicher nach Hause.

In gerade einmal 19 Spielminuten haben die Oberfranken eine bis dahin sehr souveräne Vorstellung komplett aus der Hand gegeben. Nun folgt am Mittwoch in Bayreuth der endgültige Showdown dieser Serie, wofür der EHC dieses letzte Spiel mit zwei grundverschiedenen Hälften schnellstens abhaken sollte, um dann von der ersten bis zur letzten Minute nochmals alles in die Waagschale zu werfen.

Tore: 0:1 (7.) Kolozvary, 0:2 (8.) Pavlu (Kasten, Busch), 0:3 (25.) Kolozvary (Kolupaylo, Stettmer), 1:3 (31.) Gard (Ehemann, Petermann), 2:3 (36.) Gard (Zille, Federolf), 3:3 (38.) Wunderlich (Langhammer, D.Albrecht), 3:4 (43.) Busch (Marsall, Thielsch), 4:4 (44.) Langhammer (D.Albrecht, Martell), 5:4 (46.) Langhammer (D.Albrecht, Habermann), 6:4 (48.) Langhammer (Habermann, D.Albrecht), 7:4 (49.) Abercrombie (Gunkel, Bigam). Strafen: Halle 4, Bayreuth 8. Zuschauer: 2186.

Dritter echter Selber für die Defensive
Verteidiger-Talent Mauriz Silbermann bleibt bei den Selber Wölfen

​Mauriz Silbermann stammt aus dem eigenen Nachwuchs – und bleibt den Selber Wölfen ein weiteres Jahr treu. ...

23-Jährige bleibt bei den Blue Devils Weiden
Neuer Vertrag für Eigengewächs Philipp Siller

​Die Blue Devils Weiden haben die nächste Vertragsverlängerung unter Dach und Fach gebracht. Eigengewächs Philipp Siller wird auch in der Saison 2020/21 für die Ober...

Rückkehr aus Passau
Marius Wiederer spielt wieder für den Deggendorfer SC

​Knapp einem Jahr nach seinem Abgang darf sich der Deggendorfer SC auf die Rückkehr eines echten Deggendorfers freuen. Marius Wiederer wechselt von den Passau Black ...

Torhüter des Jahres verlängert
Joey Vollmer bleibt bei den Indians

​Joey Vollmer bleibt weiterhin beim ECDC Memmingen. Der mittlerweile 40 Jahre alte Schlussmann, der im vergangenen Jahr zum Torhüter des Jahres in der Oberliga Süd g...

Mechel, Draxinger, Heidenreich und Daxlberger bleiben
Starbulls Rosenheim verlängern mit Quartett

​Der Kader der Starbulls Rosenheim für die Saison 2020/21 nimmt weiter Formen an: Torhüter Andreas Mechel, die Verteidiger Tobias Draxinger und Simon Heidenreich sow...

Neuer Torhüter für den Deggendorfer SC
Raphael Fössinger kommt von den Eisbären Regensburg

​Der Deggendorfer SC ist auf der Suche nach einem weiteren Torhüter für die kommende Spielzeit fündig geworden. Mit Raphael Fössinger wechselt ein junger und talenti...

Sprung vom Spieler zum Trainer gelungen
Mikhail Nemirovsky bleibt Trainer des Höchstadter EC

​Nach Verlängerungen mit zuverlässigen Leistungsträgern und auch einigen Abschieden kann der Höchstadter EC nun auch eine weitere wichtige Personalie bekanntgeben: D...

Stürmer überzeugte
EV Füssen kann weiterhin auf Marco Deubler zählen

​Mit 17 Jahren debütierte er bereits in der Oberliga, spielte die nächsten vier Spielzeiten aber eine Klasse tiefer in der Bayernliga. Letzte Saison wagte Marco Deub...