Starke Leistung in Bad Nauheim

Ein kleiner SchrittEin kleiner Schritt
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Mit 4:2 (1:0, 1:1, 2:1) gewann der EHC Dortmund in der Oberliga bei den Roten Teufeln Bad Nauheim. Den unbedingten Kampfeswillen konnte man am Beispiel von Verteidiger Ronny Schneider sehen, der sich gleich fünfmal in gegnerisches Schüsse warf und nach Spielende nur noch humpelnd die Kabine erreichen konnte. So fehlte er dann auch, als Minuten nach dem Ende die knapp 150 mitgereisten EHC-Fans ihr Team auf dem Eis noch einmal feierten. Wie hoch dieser Sieg einzuschätzen ist, wird daran deutlich, dass die Elche nur mit einem „halben Kontingentspieler“ antreten konnten. Ryan Martens konnte wegen seiner Knieverletzung die Reise nach Bad Nauheim nur als Zuschauer antreten, Jake Brenk lief zwar trotz Schulterverletzung auf, konnte aber nur mit halber Kraft spielen. Zu allem Unglück fiel dann auch noch T.J. Sakaluk mit einer Fußverletzung aus. Die hatte er sich kurz vor Ende des Aufwärmprogramms im Tribünenbereich zugezogen. So mussten dann die jungen Spieler in die Bresche springen. Allen voran Damian Martin, der gleich Doppelschichten fuhr. Hervorragend auch Goalie Benjamin Finkenrath, der erst in der 39. Minute hinter sich greifen musste und in der Schlussminute mit tollem Reflex die Führung hielt.

Bereits in der vierten Spielminute ging der EHC in Führung. Eine energische Vorarbeit von Ronny Schneider konnte Jake Brenk verwerten. Fortan entwickelte sich eine von beiden Seiten intensiv geführte gute Oberliga-Partie. In der achten Minute musste Benjamin Finkenrath zum ersten Mal retten, es folgte ein weiterer guter EHC-Konter in der 14. Minute, mit dem Jake Brenk nur knapp scheiterte. Die Gastgeber versuchten zwar immer energischer ins Spiel zu kommen, die Elche versteckten sich aber nicht und blieben weiterhin gefährlich. So mit zwei Überzahlmöglichkeiten vor der ersten Pausensirene. Außerdem schien im ersten Abschnitt ein Schuss von David Hördler klar hinter der Torlinie gewesen zu sein. Auch der zweite Abschnitt begann mit einer Dortmunder Möglichkeit. Danach waren die Roten Teufel an der Reihe, sich Chancen zu erspielen, begünstigt durch eine mehr als dubiose Strafzeit gegen Alexander Janzen. Mitte der Partie lagen die Elche dann wieder im Angriff. Gerade noch konnten zwei Möglichkeiten nicht genutzt werden, da schlug Matthias Potthoff in der 32. Minute zu und erhöhte auf 2:0 aus EHC-Sicht. Der gleiche Spieler hätte vier Minuten später die Führung sogar noch weiter ausbauen können. Dann folgte aber die beste Zeit der Hessen. In Überzahl konnte in der 39. Minute das 1:2 erzielt werden, eine weitere seltsame Strafe gegen den EHC brachte erneut eine Unterzahlsituation und nach 43 Minuten kamen die Gastgeber dann zum 2:2-Ausgleich. Die Elche ließen sich davon aber nicht schocken und holten sich in der 50. Minute durch Alexander Janzen die Führung zurück. Kurz darauf hatten die Gastgeber die Chance zum erneuten Ausgleich. In den Schlussminuten nahm Nauheims Trainer Marcus Jehner eine Auszeit, opferte danach den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers. Allerdings ohne Erfolg. Kevin Thau konnte 21 Sekunden vor Spielende mit einem empty-net-goal den 2:4-Endstand erzielen. Zum fünften Mal konnte der EHC in dieser Saison bereits ins leere gegnerische Gehäuse treffen. Mit diesem siebten Auswärtssieg wurde der zweite Tabellenplatz (hinter Favorit Herne) erfolgreich verteidigt. In Anbetracht der personellen Situation sicherlich mehr als eine Überraschung.

Am Sonntag empfängt der EHC Dortmund um 19 Uhr den EV Füssen an der Strobelallee. Die Allgäuer gewannen am Freitagabend überraschend zuhause mit 4:1 gegen Rosenheim. Das Hinspiel Anfang Oktober gewannen die Westfalen Elche nach 1:5-Rückstand in der Overtime noch mit 6:5.

Tore: 0:1 (4:34) Jake Brenk (Ronny Schneider, Stephan Stiebinger), 0:2 (31:48) Matthias Potthoff (Kevin Thau, Stephan Kreuzmann), 1:2 (38:18) Landon Gare (Kyle Piwowarczyk, Kevin Richardson/5-4), 2:2 (42:54) Tobias Schwab (Sven Breiter, Christian Franz), 2:3 (49:25) Alexander Janzen (Damian Martin, Kevin Thau), 2:4 (59:39) Kevin Thau (Vitali Stähle, David Hördler/ENG). Strafen: Bad Nauheim 10, Dortmund 10. Zuschauer: 1266.

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