Starbulls übernehmen Tabellenführung

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim gewannen vor 1589 Zuschauern gegen die Blue Devils Weiden mit 5:3. „Wir werden die Zeit an der Tabellenspitze genießen“, waren die Worte von Rosenheims Trainer Ron Chyzowski am späten Freitagabend. Bevor die Grün-Weißen diese Position allerdings übernehmen konnten, hatten sie 60 Minuten harte Arbeit zu verrichten. Nach zähem Beginn hatten die Oberpfälzer in der sechsten Minute im Powerplay durch Florian Ondruschka, der frei vor SBR-Keeper Olli Häusler stand, die erste gute Möglichkeit der Partie. Zwei Minuten später gingen dann die Hausherren in Führung. Nach einem Konter über Andi Schneider (zuvor hatte Sebastian Wolsch die Einschusschance) scheiterte zwar der Starbulls-Kapitän an Weidens Torhüter Thomas Ower, den Nachschuss versenkte jedoch Christoph Koziol zum 1:0. Für den Ausgleich sorgte in der 13. Minute Wade Winkler mit einem satten Schuss in numerischer Überlegenheit.

Nach einem eher höhepunktarmen ersten Drittel, war der Mittelabschnitt schon wesentlich interessanter. In der 22. und 26. Minute scheiterte Schneider an Ower, dazwischen hielt die Abwehr der Gastgeber bei einem guten Überzahlspiel der Blue Devils. Danach kam wieder die Zeit der Rosenheimer Sturmreihe Mondi Hilger, Schneider und Koziol, die für alle fünf Treffer der Starbulls verantwortlich zeigte. In der 27. Minute markierte Schneider im Powerplay, direkt neben dem Tor stehend, das 2:1; in Minute 30 erhöhte Hilger mit einem knallharten Schuss aus dem rechten Bullykreis – ebenfalls in Überzahl – zum 3:1. Diese scheinbar sichere Führung glichen die Oberpfälzer aber bis zur 36. Minute aus. Erst verkürzte Jan Penk auf 3:2, dann startete Verteidiger Roman Göldner einen herrlichen Sololauf durch die Rosenheimer Hintermannschaft, die in dieser Situation nicht besonders gut aussah.

Im letzten Drittel brillierte einmal mehr Mondi Hilger. In der 47. Minute gelang ihm nämlich die neuerliche Führung zum 4:3, drei Minuten später fälschte ein Weidener Spieler eine scharfe Hereingabe von Hilger ins eigene Tor ab. Und da es im Eishockey keine Eigentore gibt, machte sich Hilger am Vorabend seines 40.Geburtstages mit einem Hattrick das erste Geschenk schon selbst. In der Schlussphase versuchten die Blue Devils alles, um ins Spiel zurückzukommen, aber weder eine Auszeit, noch die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers brachte den Erfolg. Stattdessen erobern die Starbulls nach der Landsberger Niederlage in Ravensburg die Tabellenführung der Eishockey-Oberliga.

Trainerstimmen:

Jiri Neubauer (Blue Devils Weiden): Wir haben uns gut verkauft und ein gutes Spiel geboten. Im ersten Drittel wollten wir überleben, denn es gab eine Überlegenheit der Heimischen. Das 1:1 war schmeichelhaft. Das zweite Drittel war ausgeglichener, im letzten Drittel verloren wir das Spiel durch zwei Fehler, die eine Verlängerung verhinderten. Rosenheim war besser und der Sieg verdient.

Ron Chyzowski (SBR): Ein Kompliment an Weiden, die uns sehr gefordert haben. Beim 3:1 dachte ich schon, dass das Spiel noch nicht vorbei ist. Das Spiel hatte gutes Tempo, Mondi Hilger einen sehr guten Lauf. Ein Kompliment geht besonders an die ganze Mannschaft mit 18 Rosenheimern, zwei Grafingern und einem Weißwasseraner.