Starbulls melden sich zurück

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim bezwangen am Freitagabend vor 1596 Zuschauern die Dresdner Eislöwen mit 3:2.

Ohne den verletzten Niko Senger und dem beruflich verhinderten Paul Weismann traten die Starbulls zu ihrem Heimspiel gegen den Tabellenführer der Nord-Gruppe der Oberliga an. Die Rosenheimer gingen als Außenseiter in diese Begegnung und beendeten das Match als großer Sieger. Mitentscheidend war sicherlich auch die von Trainer Markus Berwanger vorgenommene Umstellung auf drei Sturmreihen. Mondi Hilger spielte zusammen mit Simon Wenzel und Robert Schopf, Rückkehrer Ryan Smith mit Manuel Kofler und John Snowden, sowie Stephan Stiebinger, Stephan Gottwald und Anton Bernard. Patrick Senger rückte für den verletzten Niko Senger in die Verteidigung, die beiden zuletzt gesetzten Markus Schütz und Thomas Weiszdorn saßen nur auf der Bank.

Nicht nur aufgrund des 7:1-Heimsiegs gegen die Grün-Weißen war Dresden der Favorit. Zudem verloren die Eislöwen in der laufenden Saison noch kein einziges Spiel nach 60 Minuten. Und wie vor drei Wochen in Dresden die Rosenheimer Siegesserie endete, gab es für die Sachsen in der Innstadt das erste punktlose Match. Dabei kamen sie nach nur 72 Sekunden zum ersten Mal in numerische Überlegenheit, konnten aber aus ihren Chancen (zwei Top-Möglichkeiten hatte David Musial) kein Kapital schlagen. Eine weitere große Gelegenheit hatte Kevin Gardner in der fünften Minute bei einem Konter. Eine Minute später war es Simon Wenzel, der für die Starbulls die erste Chance hatte. Es dauerte bis zur 16. Minute, ehe die Gastgeber ihr erstes Powerplay bekamen. Das wäre allerdings beinahe völlig daneben gegangen, da Gardner eine weitere Breakchance nach einem Rosenheimer Scheibenverlust erhielt. 30 Sekunden vor der Pause war Smith Richtung gegnerischen Kasten unterwegs, wurde jedoch regelwidrig gestoppt – die Folge waren zwei Strafminuten gegen Martin Zajac, woraus die Starbulls auch nach Wiederbeginn keinen Nutzen ziehen konnten.

Besser lief es in der 29. Minute: Stiebinger leitete einen Angriff ein, passte zu Anton Bernard, der Dresdens Keeper Michal Marik zum 1:0 überwand. In der Folge agierten die Starbulls über fünf Minuten in Überzahl, doch statt dem 2:0 mussten sie den Ausgleich hinnehmen. Die Rosenheimer Verteidigung ließ Markus Guggemos schießen und die Scheibe prallte vom Pfosten ins Tor – Pech dabei, dass der Puck noch irgendwie abgefälscht war. Kurz vor der zweiten Drittelpause kassierte Smith eine fragwürdige Strafzeit, die Dresden 46 Sekunden nach Wiederbeginn zur Führung nutzte. Erst sprang die Scheibe nach einem Schuss von Petr Sikora vor der Torlinie ab, dann reagierte Musial am schnellsten und brachte die Eislöwen erstmals in Front.

Die Grün-Weißen kämpften verbissen weiter, was in der 50. Minute belohnt wurde. Duncan Dalmao zog von der blauen Linie ab und über eine andere Schlägerspitze fand der Puck den Weg ins Tor. Wenige Sekunden später kassierte Guggemos eine Strafzeit, aber dieses Powerplay verlief genauso im Sande wie das Überzahlspiel der Gäste zwischen der 53. und 55. Minute, als Dalmao in der „Kühlbox“ saß. Zwei Sekunden vor dessen Ablauf marschierte allerdings mit Musial ein weiterer Dresdner auf die Strafbank. Auch diese numerische Überlegenheit brachte nicht den erhofften Torerfolg für die Berwanger-Schützlinge, sie mussten zu diesem Zeitpunkt sogar froh sein keinen Gegentreffer einstecken zu müssen. Denn Jason Lundmark tauchte in der 56. Minute frei vor Olli Häusler auf, der nicht nur in dieser Situation glänzend reagierte. Gerade er zeigte sich den ganzen Abend als Fels in der Brandung und ließ auch Michael Schmerda (ebenfalls völlig freistehend) in Minute 58 mit einem Klasse-Save zur Verzweiflung bringen. Und wenige Sekunden später lag der Puck im Kasten von Marik: Über Hilger kam die Scheibe zu Schopf, der aus dem Gewühl heraus am schnellsten reagierte, mit seinem ersten Treffer in der ersten Mannschaft den 3:2-Siegtreffer erzielte und das Kathrein-Stadion in ein Tollhaus verwandelte. Bis zur Schlusssirene hieß es zittern, das Glück war jedoch diesmal auf Seiten der Starbulls und so war die Negativserie beendet.

Trainerstimmen:

Marian Hurtik (Dresden): Der Rosenheimer Sieg ist keine Überraschung. Rosenheim hat super gekämpft, bissig gespielt und hart in den Ecken gearbeitet. Die Unterzahlspiele haben uns viel Kraft gekostet, die Fehler zum 2:2 und 2:3 dürfen nicht passieren. Die Fehler sind aber von Spielern gekommen, die zu unseren Besten gehören, aber auch sie sind nur Menschen.

Markus Berwanger (SBR): Es war eine harte Woche. Ich habe hart angesprochen, was wir ändern müssen. Wir haben ein Supereishockey auf höchsten Level geboten und mit Dresden die wahrscheinlich beste Mannschaft der Liga niedergerungen. Ein Lob geht an Mondi Hilger als Mittelstürmer mit den zwei jungen Spielern und natürlich Olli Häusler, der uns mit Klasse-Saves im Spiel hielt. Wir haben keine technisch super Mannschaft, wir müssen uns immer alles hart erarbeiten.

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