Starbulls in der Oberliga angekommen

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Durch einen 4:2-Heimsieg gegen den EV Ravensburg kletterten die Starbulls Rosenheim am Sonntag Abend in der Tabelle der Oberliga Süd auf den fünften Platz.

Aufgrund eines unerwartet starken Wintereinbruchs in Oberbayern und widrigster Straßenverhältnisse begann die Partie mit einer einstündigen Verspätung. Für Ravensburgs Übungsleiter Gerhard Brunner war der oberbayerische Winter nichts Neues, schließlich trainierte er am Ende der Rosenheimer DEL-Zeit die Starbulls. Diesmal stand er allerdings auf der anderen Seite und kassierte in seinem sechsten Spiel für den EVR die fünfte Pleite.

Die ersten zehn Minuten dieser Partie liefen sehr zäh, so dass keines der beiden Teams eine Torchance herausarbeiten konnte. Auch in der zweiten Hälfte des ersten Drittels hatten die beiden Torhüter (Oliver Häusler bei den Starbulls und Markus Hätinen bei Ravensburg) nicht viel Arbeit. Während Hätinen nicht ein einziges Mal ernsthaft eingreifen musste, wurde Häusler zumindest drei Mal geprüft. In der 13. Minute versuchte es Peter Kraus, eine Minute später Mike Muller mit einem Schlagschuss und in der 16. Minute Todd Wetzel.

Zum Start des Mittelabschnitts bekamen die Hausherren gleich zwei Powerplaygelegenheiten, die sie jeweils in Treffer ummünzen konnten. In der 22. Minute kam die Scheibe über Christoph Koziol und Patrick Senger zu Stephan Gottwald, der den Angriff erfolgreich abschloss. Beim 2:0 in Minute 24 glänzte Torschütze Gottwald als Vorlagengeber, als er den Puck für Kevin Kraxner liegen ließ und der 18-jährige Österreicher per Flachschuss versenkte. In der Folge gab es ein ähnliches Bild wie in der Anfangsphase des Matches zu sehen. Vielleicht fehlte den Oberschwaben mit Dan Heilman einfach einer ihrer Topscorer, um mehr Durchschlagskraft in der Offensive zu besitzen. Probespieler Phil Huber konnte den Ausfall von Heilman jedenfalls nicht kompensieren. Der Ex-Münchner fiel mehr durch Undiszipliniertheiten auf. Ab der 32. Minute wurde es wieder etwas mitreißender: Erst vergab Alan Reader für die Gäste aus aussichtsreicher Position, dann verzog Kevin Kraxner für die Starbulls nach einem unwiderstehlichem Solo aus dem eigenen Drittel. In der 36. Minute bestrafte Brent Fritz mit einem fulminanten Schuss eine Rosenheimer Strafzeit. Doch die Chyzowski-Schützlinge steckten das Gegentor schnell weg und Michael Rohner stellte nach einem Schlagschuss von der blauen Linie den alten Abstand wieder her.

Mit einem 3:1-Vorsprung gingen die Gastgeber in die letzten 20 Minuten. Brunner sorgte dabei für eine kleine Überraschung, denn bei Ravensburg stand nun Waldemar Quapp zwischen den Pfosten. Und dieser Wechsel erwies sich als unglücklich, denn Quapp leistete sich in der 48. Minute einen folgenschwerer Patzer. Andi Paderhuber zog nämlich bei freier Sicht für den Keeper von der blauen Linie ab und der Puck rutschte ihm förmlich durch die Hosenträger. Das 4:1 war bereits die Entscheidung, da half dem EVR der zweite Treffer von Fritz in der 56. Minute in numerischer Überlegenheit auch nichts mehr. Die SBR-Fans feierten in der Schlussphase den 4:2-Sieg, das gleichzeitig das zweite Sechs-Punkte-Wochenende der Saison bedeutete.

Trainerstimmen:

Gerhard Brunner (EV Ravensburg): Trotz sechsstündiger Busfahrt spielten wir ein gutes erstes Drittel. Zu Beginn des zweiten Drittels kassierten wir zwei Gegentore in Unterzahl und die Mannschaft fiel in ein Loch, was zur Zeit immer passiert, wenn wir ein oder zwei Gegentore kassieren. Rosenheim hatte danach leichtes Spiel, weil bei uns nichts mehr klappte.

Ron Chyzowski (SBR): Die Jungs waren gut drauf. Endlich wurden wir für die harte Arbeit der letzten Wochen und Monate belohnt. Wir haben uns an das Tempo in der Oberliga gewöhnt und die Jungs haben sich selbst das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht.


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