Starbulls gewinnen Topspiel

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim besiegten am Sonntagabend vor 3199 Zuschauern den EV Landsberg 2000 mit 2:1. Es war über weite Strecken der Partie kein hochklassiges Spiel, dafür war die Begegnung mit viel Spannung gewürzt. Den Höhepunkt des ersten Drittels sahen die Fans bereits kurz nach dem Eröffnungsbully, als Landsbergs Andrew McPherson und ein Rosenheimer aneinander gerieten. McPherson regte sich anschließend beim Schiedsrichter derart auf (stand in dessen Schutzzone, beschimpfte ihn und warf, nachdem er nicht in die „Kühlbox“ wollte, den Handschuh aufs Eis), dass er sich nach rekordverdächtigen neun Sekunden mit einer doppelten Zehnminutenstrafe (und damit einer Spieldauerdisziplinarstrafe) vorzeitig in die Kabine begeben musste. Danach plätscherte die Partie vor sich, die einzigen beiden nennenswerten Torchancen hatte Jordan Webb für die Gäste eine Minute vor der Pause.

Etwas kurzweiliger wurde es im Mittelabschnitt: Gleich nach Wiederbeginn hatte Mondi Hilger zwei gute Chancen für die Hausherren, in der 23.Minute vereitelte SBR-Keeper Oliver Häusler den Schussversuch von Steffen Tölzer. In Minute 25 kamen die Starbulls zu ihrem ersten Powerplay, nachdem Daniel Schury eine Strafzeit kassierte. Und dieses Überzahlspiel dauerte genau 14 Sekunden, dann war Andi Schneider nach Vorlage von Mondi Hilger mit dem 1:0 zur Stelle. Wenige Sekunden später hatte Thomas Brandstädter sogar das 2:0 auf dem Schläger, doch da parierte EVL-Goalie Dennis Endras. Im Gegensatz zu den Rosenheimern konnten die Gäste nach Strafzeiten gegen Gabriel Krüger (27.), Heini Schiffl (31.) und Schneider (34.) aus ihren numerischen Überlegenheiten kein Kapital schlagen.

Je länger das Schlussdrittel dauerte, desto spannender wurde es im Kathrein-Stadion: So gab es in der 44.Minute eine Landsberger Chance durch Marc St. Jean, wenige Sekunden später musste Adam Mitchell auf das „Sünderbänkchen“ und die Gastgeber hatten Powerplaymöglichkeiten durch Todd Wetzel und Jeremy Stasiuk. Die nächste Super-Gelegenheit hatte Christian Gegenfurtner in der 50.Minute nach einem Doppelpass mit dem starken Schneider. Gegenfurtner wurde dabei allerdings von Christian Wichert unfair attackiert, der damit auf die Strafbank musste. Elf Sekunden vor Ablauf dieser Strafzeit netzte erneut Andi Schneider auf Zuspiel von Mondi Hilger ein. Der Rosenheimer Stadionsprecher hatte mit der Ansage des Treffers gerade erst begonnen, da leistete sich die Starbulls-Hintermannschaft eine Schlafmützigkeit. Mitchell war durch, umkurvte Häusler und verkürzte 16 Sekunden später auf 2:1. In der 53.Minute erzielte Hilger - der im letzten Abschnitt wegen Rückenbeschwerden nur sehr wenig Eiszeit hatte - einen Treffer, der aber wegen einer Abseitsstellung zurecht keine Anerkennung fand. In der Endphase drückten die Lechstädter zwar noch, scheiterten jedoch ein ums andere Mal am überragenden Häusler.

Trainerstimmen:

Larry Mitchell: Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf, Gratulation an Rosenheim. Hut ab vor dem Rosenheimer Torhüter, der mit Abstand bester Spieler auf dem Eis war. Alexander Wedl musste bei uns nach dem Aufwärmen passen. Die Schiedsrichter haben gut gepfiffen, Andrew Mc Pherson muss sich besser beherrschen, auch wenn er einen Faustschlag bekam und innerhalb von vier Wochen den fünften Zahn verlor.

Ron Chyzowski: Ein Kompliment an meine Mannschaft, die toll kämpfte und hart gearbeitet hat. Der Schiedsrichter hat die Mannschaften das Spiel entscheiden lassen. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen noch häufiger eine solche Kulisse und Atmosphäre in Rosenheim erleben werden.