Starbulls festigen Play-off-Platz

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim besiegten am Sonntagabend den SC Mittelrhein-Neuwied vor 1567 Zuschauern mit 5:0. Die drei gewonnenen Punkte einpacken, nicht mehr viel über dieses Spiel reden, stattdessen die Blessuren pflegen – das sollte das Fazit des Abends sein. Die Zuschauer im Rosenheimer Kathrein-Stadion sahen ein höhepunktarmes Oberliga-Match und einen kleinlich pfeifenden Hauptschiedsrichter. In den ersten zehn Minuten mussten die Starbulls, die auf Mondi Hilger verzichten mussten, über fünf Minuten (davon 50 Sekunden 3 gegen 5) in Unterzahl agieren, wobei in dieser Phase nur Sami Leinonen mit einem Schlagschuss SBR-Keeper Olli Häusler prüfte. Das war es dann aber schon mit der Neuwieder Torgefahr. Die erste Chance der Gastgeber hatte in der achten Minute Andi Schneider, der in Unterzahl direkt vor dem gegnerischen Gehäuse an SCM-Torhüter Marc Gronau scheiterte.

Aufregung gab es nach 16:11 Minuten, als der Unparteiische die beiden Teams wegen einer verunreinigten Eisfläche vorzeitig in die Drittelpause schickte. Kurz zuvor wurde Bobo Kühnhauser von einem abgefälschten Puck getroffen und mit einer Platzwunde ins Krankenhaus gebracht. Dort konnte glücklicherweise Entwarnung gegeben werden: Der Verdacht auf Kieferbruch konnte nicht bestätigt werden, es ist „nur“ eine starke Schwellung und Kühnhauser kann am Dienstag wieder spielen. Bis zur 21. Minute tat sich nur wenig, dann – nach dem Seitenwechsel – hatte DNL-Crack Patrick Hager, der die Kühnhausers Position im ersten Sturm neben Todd Wetzel und Schneider einnahm, die große Möglichkeit zum 1:0. Er traf jedoch nur Goalie Gronau, der allerdings in der 27. Minute erstmals bezwungen war. Erst scheiterte Mitch Pohl noch an Gronaus Kelle, im Nachschuss versenkte Jeremy Stasiuk. In Minute 29 sorgte Uli Drechsler nach einem Abwehrfehler der Gäste in Unterzahl (Hager saß auf der Strafbank) für das 2:0.

Die Grün-Weißen fühlten sich danach vielleicht etwas zu sicher und leisteten sich in der 32. und 36. Minute zwei Unachtsamkeiten. In diesen beiden Situationen konnten sie aber voll auf Häusler vertrauen, der erst eine Chance von Vitali Stähle, dann von Jaroslav Majer zunichte machte. Zu diesem Zeitpunkt war Heini Schiffl bereits in die Kabine verschwunden, da bei ihm wieder Leistenbeschwerden auftraten. Für die Vorentscheidung sorgte 88 Sekunden vor der zweiten Pause Maxi Huff, der mit einem Schuss aus dem rechten Bullykreis den Neuwieder Torhüter „alt“ aussehen ließ. Im Schlussdrittel war von Mittelrhein nicht mehr viel zu sehen, selbst aus drei Überzahlgelegenheiten konnten sie kein Kapital schlagen. Dafür münzen die Starbulls zwei ihrer sechs Torschüsse in Treffer um. In der 51. Minute bediente Patrick Senger den freistehenden Stephan Gottwald, der Gronau umkurvte und ganz „cool“ zum 4:0 einschob, den 5:0-Endstand fixierte in der 58. Minute Patrick Senger.

Nach diesem Sieg haben die Rosenheimer 15 Zähler auf ihrem Konto und haben als Tabellenachter der Meisterrunde drei Punkte Vorsprung auf den Neunten EC Peiting, der nächsten Sonntag an der Mangfall gastiert.

Trainerstimmen:

Leos Sulak (SC Mittelrhein): Es war kein gutes Spiel, weil es für beide Mannschaften um sehr viel ging. Für uns ist derzeit jedes Spiel ein Endspiel, es ist schwer nach dem Spiel viel zu sagen, das zweite Gegentor haben wir selbst aufgelegt. Wir sind enttäuscht, wollten in die Play-off-Runde, aber die Jungs sind keine Maschinen.

Ron Chyzowski (SBR): Es war kein elegantes Spiel, aber in dieser Phase braucht es keinen Schönheitspreis, wichtig sind die drei Punkte. Es freut mich für die Mannschaft, dass sie für die Arbeit belohnt wurde. Es bleibt aber nicht viel Zeit um auszuruhen, denn am Dienstag geht es weiter und darauf müssen wir jetzt uns konzentrieren.

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