Spannung bis zum 26. Penalty

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Mit 4:5 (0:1,2:1,2:2) nach Penaltyschießen unterlagen die Starbulls Rosenheim am Freitagabend vor heimischer Kulisse gegen die Heilbronner Falken. „Es war Werbung für Oberligaeishockey mit jungen Spielern“, so die Worte von Heilbronns Trainer Rico Rossi. Und in der Tat sahen die knapp 1700 Zuschauer ein packendes Eishockeymatch. Gleich im ersten Punktspiel in der Oberliga war alles drin, was die SBR-Fans in den letzten vier Jahren im eigenen Stadion nicht mehr erleben durften. Die erste dicke Einschusschance hatte nach 65 Sekunden Mondi Hilger, der jedoch am starken Falken-Keeper David Belitski scheiterte. In der fünften Minute musste Heilbronns Marc St. Jean auf die Strafbank. Die Rosenheimer verloren allerdings an der gegnerischen blauen Linie die Scheibe, Fabian Krull, spielte den gestarteten Philipp Schlager den Puck in den Lauf und Schlager traf nach diesem Alleingang zum 0:1. Das anschließende Überzahl brachte den Gastgebern keinen Erfolg. Die Partie blieb in der Folge auf hohem Niveau und Heilbronn erzielte in der 13. Minute sogar den vermeintlichen zweiten Treffer, der vom Schiedsrichter wegen Torraumabseits keine Anerkennung fand. Gegen Ende des ersten Drittels kamen die Starbulls noch einmal ins Powerplay, Andi Schneider traf aber nur den Pfosten. Der Mittelabschnitt war noch keine Minute alt, da konnten die Grün-Weißen ihren ersten Treffer in der neuen Liga bejubeln. Erst konnte Belitski gegen Michael Fröhlich klären, doch gegen den Nachschuss von Hilger war kein Kraut gewachsen. Die Freude währte jedoch nicht lange. Der Stadionsprecher sagte noch den Ausgleich an, als St. Jean zum 1:2 einnetzte. Als die Partie etwas zu lahmen schien, schlugen die Starbulls zum zweiten Mal zu. Über Stephan Gottwald und Uli Drechsler kam die Scheibe zu Thomas Brandstädter, der das 2:2 erzielte. In der ersten Hälfte der Schlussdrittels erlebten die Fans beider Blöcke ein Wechselbad der Gefühle. Rosenheim begann in Überzahl und sorgte wie schon im zweiten Abschnitt für einen Blitzstart. Die Powerplayformation ließ die Scheibe ausgezeichnet laufen, Jeremy Stasiuk passte zu Patrick Senger, Senger bediente Hilger, der schließlich zum 3:2 einlochte. Dieser Vorsprung hielt bis zur 44. Minute, Torschütze für die Falken war Heiko Weidler. Das Spiel wurde immer rassiger und schneller, eben das, was in Rosenheim in den letzten vier Jahren nur äußerst selten zu sehen war. In Minute 47 schickte Gottwald seinen Sturmpartner Brandstädter, der nach einem Solo den Heilbronner Torhüter zur erneuten Führung überwand. Im Drei-Minuten-Takt ging es mit dem Tore schießen weiter, denn St. Jean kam beim 4:4 zu seinem zweiten Treffer, während Vorlagengeber Schlager seinen vierten Scorerpunkt markierte.

Nach spannenden 60 Minuten wurde den Zuschauern eine hochinteressante Verlängerung geboten. Ein weiterer Treffer wollte nicht mehr fallen. Nach so einem Spiel war natürlich auch das Penaltyschießen an Dramatik nicht zu überbieten. Von den ersten zehn Schützen traf bei den Hausherren lediglich Schneider; bei den Falken Bruno Lemire. Die darauffolgenden Runden (hier musste die Entscheidung im Tie-Break fallen) im Zeitraffer. Gegen Schneider, St. Jean, Gottwald und Lemire blieben die Torhüter die Sieger, anschließend versenkte Koziol, doch auch David Cespiva war erfolgreich, womit das „Penalty-Drama“ seine Fortsetzung fand. Hilger, Schlager, Stasiuk und Ronny Martin vergaben und die Reihenfolge der Schützen wurde wieder umgedreht. Weitere vier Schützen scheiterten, während Cory Holden durch seinen Treffer den Starbull Koziol unter Druck setzte. Koziol blieb gegen Belitski nur zweiter Sieger und Heilbronn hatte den zweiten Punkt verbucht.

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