Sonderzug nach Essen: Tolle Fans des REV Bremerhaven

Höchstadt  "Alligators" ohne Chance in BremerhavenHöchstadt "Alligators" ohne Chance in Bremerhaven
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Zumindest in Bremen, Osnabrück und Essen wissen die Passanten jetzt, dass die Eishockey-Fans aus Bremerhaven ihr Team „Fishtown Pinguins“ nennen. Denn in diesen drei Bahnhöfen reckten sich mehr als 600 Köpfe aus dem Sonderzug und brüllten: „Fishtown Pinguins, schallalalala.“ Allerdings war es nicht geplant, auch die Leute in Osnabrück in den Genuss dieser Gesänge kommen zu lassen, aber die Bahn AG sorgte mit ihrem Unternehmen, das den Untertitel „Pleiten, Pech und Pannen“ tragen sollte, für einen ungeplanten Zwischenstopp, weil eine Toilette ein Abteil überflutete. Der Service der Bahn war insgesamt mangelhaft, aber davon ließen sich die Eishockey-Reisenden aus Bremerhaven nicht die Laune vermiesen. In den Abteilen wurden einige Hundert Fliegenklatschen verteilt, die den Moskitos aus Essen später symbolisch den Garaus machen sollten. Das sahen die Fans aus Essen zwar nicht so gern, aber trotzdem gibt es trotz der fast 30-jährigen sportlichen Rivalität zwischen den Teams aus Bremerhaven und Essen eine echte Fan-Freundschaft und so wurden die Bremerhavener Anhänger auch von vielen Moskitos-Trikotträgern am Bahnhof Essen-West abgeholt. Schon lange vor der Partie verbrüderten sich die Fans beider Lager. Die Bahnpolizei, die alles beobachtete, war überflüssig, denn Eishockey-Freunde sind traditionell friedlich. Das begann schon am Bremerhavener Hauptbahnhof, denn Sportwart Alfred Prey und Rainer Leich, Vorsitzender des Fan-Clubs „Crazy Pinguins“ hatten den Aufmarsch der „Pinguins-Anhänger bestens vorbereitet. Geduldig warteten alle im Hauptbahnhof, bis der Sonderzug verspätet eintraf. Das war Disziplin pur. Natürlich war man für alle Eventualitäten gerüstet und hatte den REV-Präsidenten Dr. Joachim Keidel als Zugarzt verpflichtet. Der musste dann auch eingreifen und ein verschrammtes Schienbein verarzten. Die junge Dame, die beim Einstieg in den Sonderzug stürzte, war schnell verarztet und durfte sich dann freuen, denn sie hatte die obligatorischen zehn Euro für den Arztbesuch gespart. Dr. Keidel hatte in seiner Tasche extra einen Mix aus Not- und Sportarzt-Utensilien verstaut, aber für eine Kasse war dann kein Platz mehr. Während es im Tanzwaggon des Sonderzuges und auch in einigen Abteilen, besonders im dem der Funktionärsfrauen, hoch herging, hatten die REV-Spieler im hinteren Teil eine entspannte Anreise. REV-Stürmer Patryk Pysz war auf dem Bahnhof Essen-West begeistert: „Das ist viel besser als jede Busfahrt.“ Entspannt war vor allem aber auch REV-Trainer Peter Draisaitl, der ja praktisch ein Heimspiel hatte, denn schließlich schoss er einst die Essener mit einem verwandelten Penalty in die Deutsche Eishockey-Liga. Vor dem Spiel war lange genug Zeit, um sich im Kreis der ehemaligen Mannschaftskameraden und Funktionäre über alte Zeiten und die aktuelle Situation zu unterhalten. Teilweise war Draisaitl umringt wie zu seinen besten Zeiten als Nationalspieler.

Derweil schauten sich seine Spieler etwas neidisch in der Essener Arena um, denn die ist ein echtes Sahnestück. Aber im Sonderzug saßen auch Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, des Magistrats und aus der Verwaltung der Stadt Bremerhaven und konnten sich Anschauungsunterricht erteilen lassen, wie man Eishockey veranstalten kann. Wie man es vermarktet, hatten ihnen die Fans aus den Bahnhöfen gezeigt: „Fishtown Pinguins, schallalalala.“

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