Sieg über Angstgegner bringt ECP auf Play-Off-Kurs

Peiting: Zweite Nullrunde - Zu viel Respekt und zu wenig SelbstvertrauenPeiting: Zweite Nullrunde - Zu viel Respekt und zu wenig Selbstvertrauen
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Vor einem Monat lag Platz acht in der Oberliga für den EC Peiting in weiter

Ferne. Das hat sich in der Zwischenzeit geändert. Durch eine unwahrscheinliche

Erfolgsserie kämpfte sich die Truppe von Trainer Ron Chyzowski nach oben. Durch

den hart erkämpften 4:2 Sieg über Angstgegner Heilbronn schaffte der ECP

erstmals den Sprung in die Play-Offs. „Für uns ist das ein Riesenerfolg. Jetzt

müssen wir aber ruhig bleiben und weiter arbeiten“, trat Chyzowski hinterher auf

die Euphoriebremse. Beim EC Bad Tölz ging sein Team anschließend leer aus. „Wir

hatten wohl schon gegen Heilbronn unser Pulver verschossen“, meinte der

Peitinger Trainer nach der 1:6 Niederlage in der Kurstadt, nach der der ECP aber

immer noch auf Platz acht rangiert.

Gegen Heilbronn hatte es in den ersten Minuten den

Anschein als wollten die Gäste dort anknüpfen, wo es bei der 0:9 Schlappe des

ECP im Hinspiel endete. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor von

Florian Hechenrieder zu. Mit Glück und dank der starken Vorstellung des Goalies

überstanden die Peitinger die Anfangsoffensive der Falken nahezu unbeschadet.

Nur Petrozza (14.) brachte die Scheibe im Kasten unter.


Trotz des Rückstands

behielt der ECP die Ruhe. In einem hochklassigen und schnellen Spiel folgte im

Mittelabschnitt ein offener Schlagabtausch. Der glänzend aufeglegte Ty Morris

(21.) erzielte gleich den Ausgleich, den Caig (25.) mit der neuerlichen Führung

der Gäste beantwortete. Andreas Guggenmos (27.) besorgte aber postwendend das

2:2. Der zweite Überzahltreffer des brandgefährlichen kanadischen Specialteams

durch Ryan Huddy (37.) brachte die Hausherren erstmals nach vorne. „Danach haben

wir nicht die Nerven verloren“, urteilte Chyzowski zufrieden. Sein Team

verteidigte den knappen Vorsprung verbissen. Mit einer disziplinierten

Vorstellung – der ECP kassierte nur sechs Strafminuten - viel Kämpferherz, einer

Klassevorstellung des Torhüters und durch die Unterstützung des Publikums

brachten die Peitinger den ersten Heimsieg gegen Heilbronn seit über zwei Jahren

schließlich auch verdient über die Zeit. Kurz vor Schluss krönte Morris noch

seine Leistung mit einem empty-net-Tor zum Endstand.


Nicht so gut lief es für

die Peitinger dann in Tölz. „Wir sind auf einen hoch motivierten Gegner

getroffen, der die Scharte der Niederlage am Freitag auswetzen wollte“, meinte

Chyzowski. Der ECT legte im ersten Durchgang gleich zwei Treffer von Pfaff (8.)

und Bergmann (18.) vor. Die Freude über den Anschlusstreffer von Dominik Krabbat

(27.) währte auch nur kurz. Bis zum Ende des Mittelabschnitts sorgten die

Hausherren durch Tore von Rohner (29.), Borzecki (33.) und Fischhaber (34.) für

die Vorentscheidung. „Wir kamen meist einen Schritt zu spät und auch Varian

Kirst im Tor erwischte nicht den besten Tag“, bemängelte der ECP-Trainer. Im

Schlussdurchgang gestalteten die Peitinger die Partie wieder offener. Eine

Resultatsverbesserung wollte aber nicht gelingen. Stattdessen machte Mulock

(50.) das halbe Dutzend Tölzer Tore voll.

Nur ein Spiel steht am kommenden Wochenende für den

ECP an. Am Freitag muss die Chyzowski-Truppe zum EV Ravensburg reisen.

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