Sieg nach starkem Auftritt

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Nach einem 4:3 (3:1, 0:2, 1:0) gegen den EV Ravensburg konnten die Starbulls Rosenheim am Freitagabend auf heimischem Eis ihren ersten Sieg in der Oberliga feiern.

Ein tolles erstes Drittel zeigten die Starbulls vor 1578 Zuschauern und legten mit dem 3:1-Vorsprung den Grundstein für den Sieg. In der siebten Minute brachte der Spieler des Abends, Christoph Koziol, seine Farben in Front. Er versenkte im Nachschuss, nachdem er unmittelbar zuvor den Pfosten traf und der Puck zu ihm zurücksprang. Wenig später hatte Andi Schneider die Chance zum 2:0, er vergab allerdings nach einem Doppelpass mit Koziol. Zwei Minuten nach dem 1:0 mussten die Gastgeber den Ausgleich hinnehmen. Der Treffer fiel durch einen stark umstrittenen Penalty (angeblich hatte Andreas Paderhuber den durchgebrochenen Brent Fritz regelwidrig gestoppt), bei dem Martin Miklik den SBR-Keeper Olli Häusler verlud. Die Rosenheimer ließen sich durch den Ausgleich nicht irritieren und übernahmen wieder das Ruder. In der zwölften Minute führte eine numerische Überlegenheit zum 2:1. 35 Sekunden saß Ravensburg Tobias Zappe draußen, dann war der vor EVR-Torhüter Markus Hätinen lauernde Heini Schiffl zur Stelle, der Schneiders Pass Richtung Torraum die entscheidende Wende gab. Die Abwehr der Gäste machte weiterhin einen schwachen Eindruck, was von den Starbulls mit dem 3:1 in der 14. Minute gnadenlos bestraft wurde. Diesmal glänzte Koziol als Vorbereiter, als er den ebenfalls sehr starken Michael Fröhlich bediente.

Im etwas schwächeren Mittelabschnitt nutzten die Hausherren ihre Chancen nicht, um den Vorsprung weiter auszubauen. Denn gleich zu Beginn des Drittels mussten in der 22. und 25. Minute zwei Ravensburger auf die Strafbank. Das Powerplay brachte jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Kaum waren die Oberschwaben komplett, kam eine Schwächeperiode der Rosenheimer. Sie verspielten das 3:1 ziemlich fahrlässig und kassierten völlig unnötig zwei Gegentore. In der 28. Minute verkürzte Miklik, in Minute 39 erzielte Zappe das 3:3. Zwischen den Treffern der Ravensburger scheiterten Fröhlich und zwei Mal Koziol an Hätinen.

Das Schlussdrittel kann in zwei Abschnitte aufgeteilt werden. Die letzten vier Minuten dauerten nämlich etwa so lange, wie die Zeit davor. In der „ersten Phase“ kamen die Grün-Weißen drei Mal in den Genuss eines Überzahls. Und als das dritte Powerplay schon fast wieder zu scheitern drohte, traf Thomas Brandstädter in der 54. Minute nach einem Bauerntrick zum 4:3. Danach wurde es richtig spannend: In der 56. Minute wurde Nico Köttstorfer für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt, vier Sekunden vor Ablauf dieser Strafe leistete sich Jeremy Stasiuk ein völlig überflüssiges Foul und musste ebenfalls raus. Nun überschlugen sich die Ereignisse. Ravensburg ersetzte in der 58. Minute seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler und versuchten es mit einem 6:4-Überzahl. Eine halbe Minute später kassierte Paderhuber eine Strafzeit, Rosenheim nun mit drei Mann, die Gäste zu fünft, denn Hätinen kehrte in seinen Kasten zurück. In einer Schlägerei zwischen Schiffl und Verursacher Jiri Kunce entlud sich vielleicht etwas der Frust des Tschechen, der dafür mit 2+2 Minuten (und damit war er gut bedient) bedachte wurde. Wenige Sekunden später kehrte Stasiuk zurück und die Starbulls retteten den knappen Vorsprung in der letzten Minute mit vier Feldspieler über die Zeit.

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