Sieg in der Nachspielzeit, aber Tabellenführung futsch

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Einen 4:3 (2:2,0:1,1:0) Sieg, der gleichzeitig auch eine kleine Niederlage war, konnte der EHC München beim Gastspiel in Stuttgart verbuchen. Erst in der Overtime gelang Ron Newhook der Siegtreffer, wodurch die siegreichen Eislöwen aus Dresden aufgrund der besseren Tordifferenz die Tabellenführung zurückeroberten. Der EHC ist dadurch im Hinblick auf die Pole-Position auf fremde Hilfe angewiesen, soweit nicht zwei hohe Erfolge diesen Nachteil ausgleichen. In der Waldau trafen indes neben Newhook, Alexander Wedl und Tim Leahy (2). Christian Winkler war nach der Partie froh über den letztendlich glücklichen Sieg, sah dabei das Wirken mit vier Reihen als entscheidenden Vorteil an.

Eine großartige Partie war es nicht, die beide Mannschaften den knapp 800 Besuchern auf der Waldau im ersten Spieldrittel boten. Dennoch waren vier Treffer zu verzeichnen. Das frühe Powerplaytor von Jeff White glich Tim Leahy ebenso aus, wie das Bluelinertor durch Chris Norqual, bei dem Jochen Vollmer im EHC-Gehäuse eine unglückliche Figir abgab. Einen Start nach Maß erwischten die Schwaben in Abschnitt zwei. Erneut in numerischer Überlegenheit traf Christian Seeberger nach nur einer Minute zu erneuten Führung. Alle drei Wizards-Treffer wurden somit von Defensivspielern erzielt. In der Folgezeit versäumten es die Hausherren ihre Möglichkeiten zu nutzen, die Partie dabei vorzeitig zu entscheiden. Die Offensivbemühungen der Münchner endeten zumeist in der Fanghand von Ty Garner. Weiteres Unheil wurde den Gastgebern kurz vor der letzten Pause zuteil. Einem regulären Treffer von Jay Woodcroft verweigerte Referee Roland Seckler wegen angeblichen Maskentreffers die Anerkennung.

Ein Paradoxon gab es für den Münchner Anhang im Schlussdrittel zu bestaunen. Alexander Wedl - an sich kein begnadeter Sprinter - schloss ein Fast-Break über Patrick Vogl und Andi Attenberger zum Ausgleich ab. In den Schlussminuten bedurfte es einiges an Glück, um den Punkt ins Ziel zu retten. Die Schwaben hatten noch diverse gute Einschussgelegenheiten, bei denen vorwiegend Jochen Vollmer als Spielverderber fungierte. In der Overtime war die Erlangung des Bonuszählers einem lichten Moment Pete Brearley´s zu verdanken, der seinen kongenialen Sturmpartner Newhook mustergültig bediente. Nun gilt es gegen Leipzig Platz zwei zu festigen, nachdem am letzten Spieltag der Meisterrunde beim Angstgegner aus Grafing ein Sieg nicht zwingend eingeplant werden kann. (orab)

Tore:
1:0 (04:08) White (Klundt, Sicinski 5-4), 1:1 (07:33) Leahy (Leinsle), 2:1 (09:16) Norqual (Garthe), 2:2 (13:37) Leahy (v.Schilcher), 3:2 (21:00) Seeberger (Sicinski, Klundt 5-4), 3:3 (45:50) Wedl (Attenberger, P.Vogl), 3:4 (63:16) Newhook (Brearley)

Strafen: Stuttgart 8 - München 18
Schiedsrichter: Roland Seckler (Geretsried)

Zuschauer: 764

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