Sieg im letzten Heimspiel vor der Meisterrunde

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim besiegten am Freitagabend vor 1766 Zuschauern den EV Ravensburg mit 3:2 nach Verlängerung. Obwohl es nur noch ein Match um die berühmte „goldene Ananas“ war und in einigen Wochen niemand mehr ernsthaft nach dem Ausgang dieses Spiels fragt, lieferten sich die Mannschaften aus Oberbayern (ohne die verletzten Christoph Koziol und Patrick Senger, sowie dem grippegeschwächten Thomas Brandstädter) und Oberschwaben eine gute, jederzeit faire Partie, wenngleich es in der Endphase einige zehnminütige Disziplinarstrafen hagelte. Langweilig wurde es den Fans nur selten, schließlich blieb dieses Duell bis zum Schluss spannend.

Wenig Torschüsse und zwei Strafzeiten auf beiden Seiten waren im ersten Drittel zu verzeichnen. Und gleich das erste Powerplay der Begegnung nutzten die Ravensburger zur Führung. Gabriel Krüger musste in der fünften Minute raus und 75 Sekunden später brachte der Topscorer der Oberliga, Peter Campbell, seine Farben mit einem satten Schuss in Front. Nach Chancen von Jeremy Stasiuk (9.) und dem aufgerückten Heini Schiffl (12.) kamen die Starbulls nach einer Strafzeit gegen Reiko Berblinger in Überzahl, was sie in der 16. Minute zum Ausgleich nutzten. Krüger zog von der blauen Linie ab und Maxi Huff fälschte zum 1:1 ab. Kurz vor der Pause hatte Thomas Weiszdorn die Führung auf dem Schläger, doch EVR-Keeper Marc Dillmann hatte in dieser Situation das Glück auf seiner Seite.

Der Mittelabschnitt begann für die Rosenheimer in Unterzahl, da sich Stephan Gottwald nach 25 Sekunden eine Strafzeit einhandelte. Die Torchancen der Gäste blieben allerdings weitgehend aus, nur Mike Dolezal hatte in der 23. Minute zwei Möglichkeiten, bei der SBR-Torhüter Olli Häusler ebenso gut reagierte, wie in Minute 27 bei einem Ravensburger Konter über Markus Schütz und Alexander Rusch, die allein vor ihm standen. Nach einem vergebenen Powerplay der Hausherren – die besten Gelegenheiten hatten hier bzw. kurz nach Ablauf der Strafe - Mondi Hilger und Andi Schneider in der 33. Minute. In der Folge markierten die Oberschwaben den Führungstreffer. Nach einem Bullygewinn von Marcus Bleicher, schloss Rusch in der 37. Minute zum 1:2 aus Rosenheimer Sicht ab. Wie schon 20 Minuten zuvor, hatten die Starbulls eine tolle Chance wenige Sekunden vor dem „Pausentee“. Diesmal passte Schneider von der Torauslinie in den Slot, der Puck fand aber keinen Abnehmer, obwohl Bobo Kühnhauser und Hilger gut postiert gewesen wären.

Im Schlussabschnitt gaben die Gastgeber von Anfang an die Richtung vor und der Wille zum Ausgleich war unverkennbar. Nach Versuchen von Kühnhauser (45.), Michael Fröhlich (50.) und Gottwald (53.), war es schließlich Gottwald, der in der 55. Minute eine Strafzeit gegen Mike Muller herausholte und sein Team in numerische Überlegenheit brachte. Und dieses Powerplay nutzten die Starbulls nur 16 Sekunden später zum erneuten Ausgleich: Nach einem Schlagschuss von der blauen Linie durch Andreas Paderhuber, wurde es vor dem Kasten von Dillmann unübersichtlich und Todd Wetzel stocherte die Scheibe schließlich über die Linie, nachdem Gottwald und Stasiuk ebenfalls ihre „Finger“ bzw. Schläger im Spiel hatten. Nun kam Hektik in die Partie, Ravensburg kassierte in der 57. Minute eine weitere Strafzeit, die – trotz guter Chancen von Gottwald, Wetzel und Paderhuber- nicht zum Treffer führte. Kaum war Bagu zurück, stellte der gute Hauptschiedsrichter Hascher den Ex-Rosenheimer Schütz vom Eis. In den verbleibenden 72 Sekunden der regulären Spielzeit fiel allerdings kein Tor mehr. So musste die Verlängerung entscheiden, die die Starbulls in Überzahl begannen. Und es dauerte nur 28 Sekunden, da zog Christian Gegenfurtner von der blauen Linie ab und Hilger fälschte zum 3:2-Siegtreffer ab.

Trainerstimmen:

Gerhard Brunner (EV Ravensburg): Wir haben in den letzten zwei Wochen hart trainiert. Es war eine sehr faire Begegnung, ein Kompliment geht an beide Mannschaften. Ich bin sehr zufrieden, wobei auch ein Lob an den Schiedsrichter geht.

Ron Chyzowski (SBR): Es war ein sehr gutes Spiel von beiden Seiten. Meine Mannschaft ist gelaufen und hat gekämpft bis der Tank leer war. Jeder Block hat ein Überzahltor geschossen. Auch ich muss dem Schiedsrichter ein Lob aussprechen.

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