SCR verliert Derby gegen Peiting 1:8: Ein Sonntag der Enttäuschungen

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
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Sechs Spiele hatte der SC Riessersee zuletzt in Folge gewonnen und die Tabellenspitze der Oberliga Süd erklommen. Und nun stand am Sonntagabend das Oberland-Derby gegen die wiedererstarkten Peitinger an. Eigentlich ein Highlight im Sport des Werdenfelser Landes, weshalb allgemein mit einem großen Zuschaueransturm gerechnet worden war. Doch da gab es schon die erste Enttäuschung: Nicht einmal 1800 Fans wollten das Spitzenspiel sehen, weshalb die Frage erlaubt sein muss, was man den verwöhnten Zuschauern rund um die Zugspitze noch bieten soll, damit sie endlich in Scharen ins Eisstadion kommen?



Das Team des SCR begann das Spiel, unbeeindruckt von der mäßigen Kulisse, mit Volldampf. Das Tor der Gäste stand in der Anfangsphase unter Dauerbeschuss, aber Peitings Goalie Marc Dillmann hielt seinen Kasten mit Glück und Geschick sauber. Im Gegensatz zu seinem Gegenüber, Chris King, der bereits den ersten harmlosen Schuss der Peitinger nach vorne abprallen ließ. Ein Geschenk, das Gästestürmer Keppeler dankend annahm. Die Gesamtleistung des SCR-Torhüters war alles andere als überzeugend: Die nächste Enttäuschung für die Garmischer Fans. Überhaupt war die Defensive des SCR während des ganzen Spiels kaum vorhanden. Peitings Stürmer waren über so viel Bewegungsfreiheit wohl selbst am meisten erstaunt. Doch sie ließen sich nicht lange bitten und erzielten in regelmäßigen Abständen ihre acht Tore. Dagegen resignierten die SCR-Cracks im Laufe des Spiels immer mehr und konnten gerade mal den Ehrentreffer – immerhin das 100. Garmischer Tor der laufenden Saison – erzielen. Schütze war Noel-Bernier, der sich allerdings über dieses Jubiläum nicht so recht freuen konnte. Ebenso wenig wie T.J. Guidarelli, dem immer noch Abwanderungsgelüste in die DEL nachgesagt werden. Sollte allerdings ein Spion seine Leistung gegen Peiting gesehen haben, dürfte sich dieses Thema wohl endgültig erledigt haben. Überhaupt entpuppte sich der vielgepriesene Sturm des SC Riessersee eher als laues Lüftchen: Schon wieder eine Enttäuschung.



SCR-Boss Bader war die Leistung seines Teams ein Rätsel: „Es ist mir unerklärlich, warum die Mannschaft so schlecht gespielt hat.“ Für Trainer Holzmann bedeutete das Sonntagsspiel ein Rückfall in alte Tage: „Nach sechs Siegen in Folge waren wir in der Defensive einfach zu leichtsinnig. So wurden wir durch Kontertore kalt erwischt.“ Mit dazu beigetragen hat natürlich auch Torwart King, der nach einhelliger Meinung der Verantwortlichen einen rabenschwarzen Tag erwischt hat. Dennoch übte man sich in Nachsicht, schließlich hat der Goalie dem SCR auch schon einige Spiele gewonnen.

Und Ralph Bader flüchtete sich derweil in Galgenhumor: „Wenn wir schon verlieren, dann richtig! 1:8 verloren bedeutet auch nur drei Punkte weniger.“

Bleibt für Riessersee zu hoffen, dass es nach diesem Ausrutscher wieder besser laufen wird. Schließlich heißen die nächsten Gegner Heilbronn, München und Rosenheim, und da wollen die SCR-Fans möglichst von weiteren Enttäuschungen verschont bleiben. (an)

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