Schwere Verletzung von Barta - Spieldauer gegen Lavallee

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Was für ein erneut unglaublich spannendes Match, das die Roten Teufel Bad Nauheim am Freitag bei der knappen 4:5 (1:2, 2:0, 1:2, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen beim Topfavoriten Hannover Indians ablieferten. Auch Unmengen an Strafen sowie eine schwere Verletzung von Jan Barta konnten die Wetterauer nicht stoppen, so dass man wie bereits im Hinspiel vor knapp vier Wochen am Ende gegen die Norddeutschen punkten konnte. „Eigentlich sollten die Teams die Hauptdarsteller sein, aber heute spielte sich der Unparteiische in den Vordergrund“, schimpfte Fred Carroll nach dem Schlusspfiff. „Das hatte mit Eishockey nichts zu tun, was er hier heute Abend pfiff, und das ist schade, denn wir haben eigentlich gutes Eishockey gezeigt. Ich entschuldige mich bei den Bad Nauheimer Fans für meine Spieldauerstrafe“, so der Kanadier.

Die Partie begann zunächst über weite Strecken mehr als ausgeglichen. Die Gäste hatten ebenso wie die Indians einige Tormöglichkeiten, so scheiterten Lavallee und Schwab mit einem Onetimer am Goalie der Niedersachsen, was durchaus die Führung für die Hessen hätte sein können. In der achten Minute musste Jan Barta mit Verdacht auf Handgelenksbruch nach einem nicht geahndeten Stockschlag ins Krankenhaus eingeliefert werden, so dass Mario Willkom seinen Platz in der dritten Reihe einnahm. Als Eric Haiduk für zwei Minuten in der Kühlbox weilte, war es Hannovers Kanadier Cameron, der das 1:0 für die Hausherren besorgte. Knapp zweieinhalb Minuten später ließ Hannovers Torhüter Theurer einen Schuss von Baldys lediglich abprallen, was Patrik Gogulla zum 1:1-Ausgleich nutzen konnte. In der Folgezeit erhöhte Hannover kontinuierlich den Druck, doch sowohl Martin Niemz mit tollen Paraden sowie ein wegen Torraumabseits nicht gegebenes Tor beließen es zunächst beim 2:1-Pausenstand.

Ab dem zweiten Drittel wurde es vor knapp 3500 Zuschauern am Pferdeturm ein intensives Spiel, nachdem zunächst Sven Gerbig in der 28. Minute den 2:2-Ausgleich mit einer starken Einzelleistung erzielen konnte. Sekunden später gerieten Brad Bagu und Kevin Lavallee an der Bande einander, es folgte eine faustdicke Auseinandersetzung, nach der beide mit Spieldauertrafen vorzeitig zum Duschen geschickt wurden. Nur kurze Zeit später leistete sich Hannovers Doyle gegen Christian Franz einen Stockstich, so dass auch der Indians-Angreifer das Match vorzeitig beenden musste. Es folgten zudem einige Zwei-Minuten-Strafen und rechtzeitig vor der zweiten Pause konnte Tobias Schwab bei Vier gegen Vier die von den gut 100 mitgereisten EC-Fans vielumjubelte 3:2-Führung für die Gäste markieren.

In Überzahl - Cardona saß auf der Strafbank - markierte Philips im Schlussabschnitt das 3:3 für die Niedersachsen. Ungemach gegen den Schiedsrichter kam in der 50. Minute auf, als gleich vier Strafen auf einmal gegen die Kurstädter ausgesprochen wurden. Hierunter befand sich auch eine Spieldauer gegen EC-Coach Fred Carroll, der sich in Richtung Referee nach den Strafen gegen Baum (2+10), Niemz und Gerbig entsprechend lautstark beschwerte. Somit musste das Team ohne Coach den Rest des Spiels auskommen, Staltmayr nutzte die Überzahl zum 4:3 für die Indians in der 53. Minute. Aber die Roten Teufel kämpften trotz der vielen Rückschläge, die man in diesem Match hinnehmen musste, und zeigten Moral. Ihrerseits im Powerplay markierte Althenn in der 56. Minute das verdiente 4:4 für die Kurstädter, die auch in den Schlussminuten Druck machten. Darüber hinaus erhielt Cameron in den letzten Spielminuten die insgesamt dritte Spieldauerstrafe gegen die Indians, aber die Strafminuten sollten auf beiden Seiten bis zum Ende der regulären Spielzeit nicht abbrechen. Die Uhr lief jedoch bis zur 60-Minuten-Marke ohne weiteres Tor herunter, so dass wie schon gegen Leipzig und Rostock am letzten Wochenende fünf Minuten Verlängerung gespielt wurden.

Im Penaltyschießen verwandelte Welke den entscheidenden Versuch für Hannover. Am Sonntag erwartet Bad Nauheim zu Hause den EC Peiting als ersten Gast der Südgruppe. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr.

Tore: 1:0 (12:43) Cameron (Welke, Dewan/5-4), 1:1 (15:20) Gogulla (Baldys, Althenn), 2:1 (18:39) Doyle (Chamberlain, Philips), 2:2 (27:26) Gerbig (Hare, Haiduk), 2:3 (37:35) Schwab (Ludwig), 3:3 (45:44) Philips (Doyle, Baumgartner/5-4), 4:3 (52:04) Staltmayr (Welke, Koziol/5-4), 4:4 (55:07) Althenn (Gerbig, Haiduk/5-4), 5:4 (65:00) Welke (entscheidender Penalty). Strafen: Hanniver 20 + 10 (Philips) + 5 + Spieldauer (Bagu) + 5 + Spieldauer (Doyle) + Spieldauer (Cameron), Bad Nauheim 32 + 10 (Baum) + 10 (Gare) + 5 + Spieldauer (Lavallee) + Spieldauer (Trainer Carroll). Zuschauer: 3409.

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