Schwacher Referee, starker MacSweyn – Löwen siegen in Klostersee

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit 5:3 (3:1, 1:2, 1:0)

gewannen die Tölzer Löwen auch ihr zweites Gastspiel beim EHC Klostersee. Nach

einer beruhigenden 3:1 Führung nach dem ersten Spieldrittel, einhergehend mit

der erwarteten Dominanz auf dem Eis, kämpften sich die Hausherren zur Mitte der

Partie durch zwei Überzahltore zurück in die Partie. Youngster Adrian Albanese

machte dann mit zwei Treffern den Sieg der Isarwinkler perfekt. Einziger

Wehrmutstropfen: Kurt MacSweyn, überragenden Akteur auf Tölzer Seite, erhielt

in der Schlussphase vom völlig indisponierten Unparteiischen eine

Spieldauerdisziplinarstrafe wegen angeblichem Stockstich.

Auf ihre Bestbesetzung mussten

beide Teams an diesem Abend verzichten. Während bei Bad Tölz neben dem

Langzeitverletzten Michael Rohner (kehrt nächste Woche zurück) Namensvetter

Baindl und Thomas Fritzmeier pausieren mussten, hatte John Smanski mit Eric

Ortlip und Vaclav Ruprecht immerhin zwei Kontingentspieler zu ersetzen. Der neu

verpflichtete Jared Mudrik steht erst am Sonntag zur Verfügung.

Die Hausherren erwischten

einen Auftakt nach Maß. Geraqde einmal 12 Sekunden wärmte Kurt MacSweyn die

Strafbank, als Cory Sicorschi einen Blueliner von Brendan McCartin unhaltbar

zur frühen Führung abfälschte. Dieser Vorsprung hielt knappe zehn Minuten, in

denen beide Teams ohne Torchancen auskommen mussten. Dann traf Kurt Mac Sweyn

sträflich frei vor Florian Hochhäuser, mustergültig bedient von Sturmpartner

Alan Reader. Beinahe spielerisch sah indes das 2:1 der Löwen aus. Dabei war es

ein herrlich vorgetragener Angriff bei numerischem Vorteil. Stefan Endraß

musste das präzise Zuspiel von Yanick Dubé nur noch über die Linie drücken.

Dass Bad Tölz zusammen mit dem SC Riessersee die Powerplaystatistik anführt,

dürfte den Ebersberger Vorstädtern durchaus bekannt gewesen sein. Der zweite

Überzahltreffer war dennoch nicht zu verhindern. Travis James Mulock feierte

durch einen satten Schuss aus dem Handgelenk seine Torpremiere für die Isarwinkler.

Der zweite Abschnitt begann

mit einem Torhüterwechsel beim EHC, weil Flo Hochhäuser sich leicht verletzte,

und einer Reihe von Strafzeiten für die Gäste . Als gleich zwei Tölzer in die

Kühlbox mussten, verlieh EHCK-Kapitän Flori Saller der Partie durch einen

beherzten Schlagschuss wieder mehr Spannung. Bei einer neuerlichen 5-3

Situation stellten die Gastgeber sogar den Ausgleich her. Quinlan traf im

Nachschuss. Bad Tölz konnte sich erst zum Ende des Drittels wieder besser in

Szene setzen. Schier fassunglos sahen die Mitspieler zu, wie TJ Mulock aus

kurzer Distanz das leere Gehäuse verfehlte. Besser machte es da Adrian

Albanese, der die Scheibe – herrlich erkämpft von Kurt Mac Sweyn – nur noch

über die Linie drücken musste.

Im Schlussdrittel ließ Referee

Heuser das Spiel zunächst laufen, worauf sich sofort ein offener Schlagabtausch

entwickelte. Die beiden ersten Strafen gab es erst nach zehn Minuten – wieder

und gleichzeitig für die Isarwinkler. Aus dieser brenzligen Situation kam die

Mannschaft von Axel Kammerer aber ungeschoren davon. Fünf Minuten vor Ende des

Spiels machte Adrian Albanese mit seinem zweiten Trefferalles klar für die

Buam. Warum Heuser, respektive seine Linesmen auf Stockstich von MacSweyn

erkannten, blieb bei aller gebotenen Objektivität deren Geheimnis.

Trainerstimmen:

Axel Kammerer:  Wir wussten, dass es in Grafing unangenehm zu

spielen ist, wollten daher nur gewinnen. Von daher bin ich zufrieden. Das Spiel

litt unter einer ganz schwachen Schiedsrichterleistung auf beiden Seiten. Die

ständigen Strafen brachten meine Mannschaft völlig aus dem Rhythmus. Kurt

MacSweyn ist ein total fairer Sportsmann, das war nie und nimmer ein

Stockstich.

John Samanski:  Bad Tölz war bei den Special Teams einfach

raffinierter. Wir hatten einige Chancen um auszugleichen, aber es fehlte der

finishing punch. Die Tölzer haben einfach mehr Qualität und verdient gewonnen.

Das Fehlen zweier Ausländer möchte ich nicht als Ausrede heranziehen, aber im

Powerplay hat uns insbesondere Vaclav Rupprecht schon gefehlt.

Grund zur Freude hatte

Samanski nichtsdestotrotz. Sein laufender Kontrakt wurde heute vorzeitig um ein

Jahr verlängert. (or)

Tore:  1:0 (01:02)

Sicorschi (McCartin, 5-4), 1:1 (10:52) MacSweyn (Reader, Schönberger), 1:2 (14:34)

St. Endraß (Mulock, Dubé, 5-4), 1:3 (17:40) Mulock (Borzecki, MacSweyn, 5-4),

2:3 (24:18) Saller (Zajonc, Kinateder, 5-3), 3:3 (28:55) Quinlan (Wieser, Saller,

5-3), 3:4 (37:40) Albanese (Dubé, MacSweyn, 5-4), 3:5 (55:12) A.Albanese

(M.Endraß, Fischhaber)

Schiedsrichter: Klaus Heuser (EDT Cologne Brownies)

Strafminuten: 

Klostersee  18  -  Bad

Tölz  24 + 5/Spieldauer (MacSweyn) + je 10

(Bergmann, Curth)

Zuschauer: 622

Spieler des Spiels: Kurt MacSweyn

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