SC Riessersee weiter auf Erfolgskurs

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Der SC Riessersee bleibt in beeindruckender Art und Weise

auf der Erfolgsspur. In den keineswegs einfachen Partien gegen Weiden und in

Füssen behielten die Garmischer beide Male die Oberhand und sicherten sich

weitere fünf Punkte auf dem Weg zur Play-Off-Teilnahme.

Nach der eher dürftigen Leistung gegen Miesbach versprach

Trainer Brockmann einen „anderen SC Riessersee gegen Weiden“. Dieses

Versprechen hielten die Blauen auf ganzer Linie. Nach 20 Minuten führte man

bereits 3:0. Zweimal Galbraith und einmal Mayr erzielten die Tore, die die

1.632 Zuschauer verzückten. Dass die Gäste jedoch auch in der Lage sind,

schönes Eishockey zu spielen, demonstrierten sie zu Beginn des zweiten

Abschnitts. Virta und Waldowsky schafften binnen fünf Minuten den verdienten

Anschluss. Als sich eine Wende im Spiel abzeichnete, ließ Kink die

Gästedefensive alt aussehen und erhöhte auf 4:2. Weidens Scharfschütze Turo

Virta war davon gar nicht angetan und donnerte die Scheibe in Überzahl ins Netz.

Dies gefiel wiederum dem deutschen Toptorjäger der Liga, Butzi Mayr, nicht. Er

hatte nach einem Schlenzer Glück, dass dieser unhaltbar für den starken

Gästegoalie Ower ins Tor abgefälscht wurde.

Weniger spektakulär ging es im letzten Drittel zu. Die Defensive

des SC Riessersee stand sicher, obwohl die Blue Devils den Druck merklich

erhöhten. Nach knapp acht Minuten gelang SCR-Kapitän Paderhuber schließlich die

Entscheidung. Sein Schuss schlug links unten ein. Drei Minuten später entschied

Schiedsrichter Niejodek sehr wohlwollend auf Penalty und Routinier Marcus

Bleicher ließ sich die Chance nicht nehmen, sein Torekonto zu verbessern. Den

Schlusspunkt setzte Weidens Koziol. „Wir haben die Begegnung im ersten Drittel

verloren. Da war es eine eindeutige Sache für den SC Riessersee“, analysierte

Gäste-Trainer Neubauer die Partie. Trotz der Niederlage gebührt den Blue Devils

großes Lob für eine überzeugende Leistung – der SC Riessersee war aber noch

eine Klasse besser.

Auch in Füssen sahen die Zuschauer eine hochinteressante

Partie. 5:4 (2:0,1:2,1:2,1:0) siegten die Werdenfelser in der Verlängerung.

Früh sah es gar nach einem dreifachen Punktgewinn aus. Self und Sikora nutzten

die Disziplinlosigkeiten der Füssener eiskalt aus. Dass die Leoparden aber mehr

können, zeigten die ersten Minuten des zweiten Drittels. Andresen, der die

Mannschaft nach diesem Spiel verlassen hat, und Scharpf erzielten den

verdienten Ausgleich. Der SC Riessersee wäre aber nicht souveräner

Tabellenführer, wenn er darauf keine passende Antwort hätte. Josef Frank

mutiert immer mehr zum Überzahlgoalgetter und sorgte für die erneute Führung.

Die hielt immerhin bis zur 49.Minute. Dann konnte Füssens Gardner einen groben

Stellungsfehler in der SCR-Defensive zum mittlerweile überfälligen Ausgleich

verwerten. Schlag auf Schlag ging es nur zwei Minuten später. Erst entwischte

Jade Galbraith seinen Bewachern und erzielte das 4:3 in Unterzahl. Anschließend

schloss Varianov eine wunderschöne Kombination der Füssener Überzahlformation

zum 4:4 ab. Das Spiel stand auf der Kippe und nur die beiden Goalies, die viel

Arbeit verrichten mussten, ließen keine vorzeitige Entscheidung zu. Nach genau

62 Minuten und 22 Sekunden zeigten Mats Lindmark, Jade Galbraith und der starke

Petr Sikora ihre Klasse. Scharpf vertändelte die Scheibe, Lindmark passte zu

Galbraith, der legte direkt ab auf Sikora und der Tscheche machte den Sieg

perfekt. „Wir sind auf jeden Fall zufrieden mit dem Ergebnis. Füssen hat eine

super Mannschaft und hat auch gut mithalten können“, lobte Brockmann die

Leistung der Königswinkler völlig zurecht. Auch sein Gegenüber Baader zeigte

sich angetan von seiner Mannschaft: „Ich bin hochzufrieden mit der Leistung

meiner Mannschaft. Es war eine sehr intensive Partie, wir haben nie

aufgegeben“.

Am kommenden Wochenende müssen sich die Garmischer auf nur

ein Spiel konzentrieren. Nach dem Wegfall von Ratingen bleibt das

Olympia-Eisstadion am Sonntag leer; am Freitag geht es nach Berlin zum Farmteam

der Eisbären. Dann kann auch SCR-Neuzugang Benjamin Hecker, der dieses

Wochenende noch blass blieb, sein Können zeigen.  (AL)

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