SC Riessersee fegt Neuwied 7:2 vom Eis

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
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Erneut stand eine richtungweisende Partie für die Jungs von der Alpspitze an. Der SC Mittelrhein-Neuwied rangiert auf Platz sieben und hätte mit einem Sieg den SCR schon fast uneinholbar auf Distanz halten können. Doch Weihnachtsgeschenke gab es gestern nur für den Geschäftsführer und die Zuschauer der Garmischer. Mit einem klaren 7:2-Erfolg (4:1,2:0,1:1) setzten sich die Cracks von Andreas Brockmann durch und verkürzten den Abstand auf die Neuwieder Bären auf nur noch drei Punkte bei einem Spiel weniger.

Nach neun Minuten eröffnete Derek Mayer mit einem Schlagschuss in doppelter Überzahl den Torreigen. Nicht einmal eine halbe Minute brauchte Blaine Bablitz, um aus dem Gewühl heraus das 2:0 zu erzielen – erneut in Überzahl. Wie man es besser macht, bewies der SCR in der Folgezeit. Eineinhalb Minuten lang hatten nun die Gäste die Möglichkeit mit zwei Mann mehr den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch Mark McArthur und eine gut stehende Defensive ließen nichts anbrennen. Als die Weiß-Blauen gerade wieder komplett waren, schnappte sich Dave Noel-Bernier die Scheibe, stürmte ins Drittel und schlenzte die Scheibe nach einem feinen Doppelpass mit Bablitz unhaltbar an Marc Gronau im Tor der Gäste vorbei.

Schiedsrichter Sander dachte nicht daran, in einer eigentlich fair geführten Partie Fingerspitzengefühl zu beweisen und setzte sein Strafzeitenfestival fort. Als Florian Leitner die Strafbank brummte, lief Tyson Mulock auf und davon und machte aus spitzem Winkel das 4:0, nachdem ein Schlagschuss von Neuzugang Michael Höck am Tor vorbeiging. Der bemitleidenswerte Gästegoalie hatte genug von den Weihnachtsgeschenken seiner Vorderleute und machte Platz für Benjamin Finkenrath. Auszeichnen konnte er sich im ersten Abschnitt nicht mehr. Das Geschehen spielte sich hauptsächlich im Drittel des SCR ab, weil kaum einmal fünf Feldspieler bei den Hausherren auf dem Eis standen. Mehr als der Treffer zum 1:4 durch Vitali Stähle sprang dabei jedoch nicht heraus.

Die Gäste kamen zwar besser ins zweite Drittel, mussten jedoch bald einsehen, dass der SC Riessersee an diesem Abend die deutlich bessere Form hatte. Nach vergebenen Chancen durch Noel-Bernier, Mulock und Saal machte es Oldie Troy Stephens besser. In Unterzahl eroberte sich der überragende Mulock die Scheibe, umspielte einen Verteidiger und behielt die Übersicht. Seinen Querpass brauchte Stephens nur noch ins leere Tor zu schieben. Die Entscheidung war bereits gefallen, doch die Torlaune der Garmischer wurde nicht kleiner. Florian Vollmer durfte sich nur drei Minuten später über seinen zweiten Saisontreffer freuen – dieses Mal in Überzahl.

Der Schlussabschnitt war nur noch Formsache. Moritz Schmidt nutzte eine Lücke in der Defensive zum 2:6. Josef Frank nutzte eine doppelte Überzahl, um seinen Schlagschuss genau im Winkel zu platzieren. Der Sieg hätte noch deutlicher ausfallen können, hätten Noel-Bernier und Stephens die Großchancen in Unterzahl nicht leichtfertig vergeben. Sieben Minuten vor Spielende durfte Kapitän Derek Mayer zum Duschen gehen. Bei seinem Check verletzte sich Stephan Petry am Kopf. Sein Fehlen dürfte jedoch nicht allzu schlimm sein, denn im nächsten Spiel geht es gegen die bisher heimsieglosen Stuttgart Wizards. Beweisen die Werdenfelser auch dort Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, können sie den Fans gleich das nächste Weihnachtsgeschenk in Form eines Sieges machen.

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