SC Riessersee: Der Werdenfels-Express ist nicht zu stoppen

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
Lesedauer: ca. 1 Minute

Nach den erfolgreichen Weihnachtswochen mit Kalibern wie

Heilbronn, Ravensburg und Hannover, versuchten sich nun die überraschend auf

Platz vier stehenden Blue Devils aus Weiden an der schweren Aufgabe, dem SC

Riessersee Punkte abzuluchsen. Lange Zeit boten die Oberpfälzer dem

Tabellenführer Paroli und machten ihm das Leben schwer. Doch die Werdenfelser

schlugen einmal mehr eiskalt zu und sicheren sich die drei Punkte. „Mein Team

hat das Spiel zunächst etwas zu leicht genommen, Gott sei Dank ist uns schnell

der Ausgleich gelungen“, beschrieb Andi Brockmann die Anfangsphase, als Frank

die Weidener Führung durch Zellner ausglich, „danach hat fast alles gepasst“.

Hecker, Maurer und Galbraith machten den 4:2-Sieg (1:1,1:1,2:0) perfekt. „Ich

habe gewusst, dass es in Weiden schwer werden würde, weil die Mannschaft zu

Hause immer großen Kampfgeist zeigt und nicht umsonst Tabellenvierter ist“,

fand der Garmischer Trainer lobende Worte für die nie aufsteckenden Blue

Devils.

Weniger Schwierigkeiten bereiteten am Sonntag die

gastierenden Füssener. Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge befinden sich die

Königswinkler wieder voll im Kampf um die Play-Off-Plätze. Geschenke verteilten

die Garmischer jedoch nicht und siegten am Ende verdient mit 6:1 (1:0,4:0,1:1).

Ein Drittel lang hielten die Gäste gut mit und erspielten sich auch die eine

oder andere Chance – die Effizienz schien jedoch unterwegs verloren gegangen zu

sein. Auch der SC Riessersee konnte zunächst keinen Treffer erzielen. Erst in

eigener Unterzahl startete Brad Self einen Konter. Seine mustergültige Vorlage

verwandelte sein kanadischer Kollege Jade Galbraith eiskalt. Nach einer

konzentrierten Leistung im ersten Abschnitt schaltete man im zweiten Drittel

einen Gang hoch. Josef Frank überwand den bemitleidenswerten André Irrgang per

Schlagschuss. Sekunden später erhöhte Brad Self auf 3:0. Um jedoch nichts

anbrennen zu lassen, setzte Galbraith mit zwei weiteren Toren den Schlusspunkt

in einem einseitigen Spielabschnitt. Auszeichnen konnte sich allerdings auch

Mark McArthur. Binnen einer Minute entschärfte er zwei Alleingänge der Gäste.

Der Schlussabschnitt wurde geprägte von Ergebnisverwaltung. Benjamin Hecker

erhöhte auf 6:0, ehe Füssens Topscorer Kevin Gardner nach einem Fehlpass von

McArthur  die Torflaute der Königswinkler

beendete. Lobende Worte vom Trainer erhielt diesmal Sebastian Eickmann: „Er hat

Mats Lindmark in der Defensive gut vertreten“. Der Schwede musste wegen einer

Schulterverletzung passen und wird im Krankenhaus noch mal genauer untersucht –

ein längerer Ausfall ist allerdings nicht zu erwarten.  (AL)