Ryan Hare und Chris Eade verstärken Rote Teufel

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Die Roten Teufel Bad Nauheim haben die Ausländerpositionen Nummer drei und vier ebenfalls kanadisch vergeben und sind somit auf den Kontingentstellen für die Oberliga-Saison 2008/09 komplett: Chris Eade spielte vergangene Saison in der ECHL bei den Dayton Bombers und wird die Defensive der Hessen verstärken, während Stürmer Ryan Hare zuletzt im College Team der Ontario Mustangs in der CIS aktiv war. Beide Spieler kennen sich bestens, spielte auch Eade vor seinem Engagement in Dayton bei den Mustangs, die im vergangenen Winter ein Freundschaftsspiel gegen die 1b-Mannschaft der Kurstädter im Rahmen einer Deutschland-Reise bestritten. In dieser Partie konnte Ryan Hare die Beobachter überzeugen, „zudem gefällt mir die Arbeit, die die Mustangs abliefern", sagt EC-Coach Fred Carroll zu der Tatsache, dass es gleich zwei Spieler sind, die aus dem dortigen College-Team entstammen. „Ich kenne aus meiner Neuwieder Zeit mit Justin Davis einen Akteur von den Mustangs, und auch Jamie Chamberlain aus Hannover wurde bei ihnen ausgebildet. Beide sind Top-Spieler, was sie auch hier in Deutschland bewiesen, deswegen bin ich überzeugt, dass wir zwei starke Spieler an Land gezogen haben. Darüber hinaus war ich stets in Kontakt mit ihrem Trainer, der mir ausreichend Informationen liefern konnte", so Carroll weiter.

Chris Eade wurde im Jahr 2000 vom NHL-Club Florida Panthers in der 4.Runde gedraftet und gilt als schneller Schlittschuhläufer, der außerdem über einen guten Schuss verfügt. Letzte Saison markierte der 1,88 Meter große und 91 Kilogramm schwere Rechtsschütze in 70 ECHL-Spielen 6 Tore und 13 Assists, "wobei er 50 Prozent seiner Punkte in den sogenannten Special Teams, also in Über- und Unterzahl erzielte", erklärt Fred Carroll. Zuvor spielte Eade bei den Ontario Mustangs insgesamt vier Saisons, wo er mit einem Sport-Stipendium ein Studium absolvierte. Als Krönung für seine starken Leistungen wurde der am 20. April 26 Jahre alt gewordene Eade Anfang letzter Spielzeit zum besten Verteidiger des Universitäts-Hockeys in Ontario gewählt. In seiner Draft-Saison 2000/01 spielte Eade sogar einige Partien in der American Hockey League (AHL) bei den Louisville Panthers, entschied sich aber letztendlich für das Universitäts-Stipendium. "Diese Einstellung gefällt mir, denn das zeigt, dass er sich weiterentwickeln will", so Fred Carroll. "Chris hatte auch Angebote von anderen Clubs aus dem Ausland. Er wollte aber gerne nach Deutschland, auch wenn er hier zunächst vielleicht weniger verdient. Ihm geht es nicht so sehr um das Gehalt, er will einfach nur spielen und sich präsentieren. Er wird bei uns für das körperliche Element in der Defensive sorgen, wo es letzte Saison einfach fehlte", freut sich Fred Carroll über diese Verpflichtung.

Sein kanadischer Landsmann Ryan Hare wurde in seinem bisherigen Team mit dem Spitznamen „Retter" belegt, so ist der ebenfalls 26-Jährige vorne wie hinten zu finden. „Ryan war bei den Mustangs Kapitän und soll auch in unserer Mannschaft Führungsqualitäten zeigen, was vergangene Spielzeit ebenfalls ein Manko war", erklärt Fred Carroll, warum die Wahl auf Hare fiel. „Ryan machte zuletzt im Schnitt einen Punkt pro Spiel und verfügt ebenso wie Chris Eade über eine sehr gute Ausbildung. Außerdem hat er bereits internationale Erfahrung im kanadischen U-18-Team gesammelt", so Carroll. Der 1,80 Meter große und 82 Kilogramm schwere Mittelstürmer absolvierte die letzten vier Spielzeiten bei den Mustangs, davor spielte der Kanadier insgesamt fünf Saisons in der Juniorsnliga OHL in Sarnia sowie bei den London Knights, wobei er in 287 Spielen 63 Tore und 100 Vorlagen bei nur 129 Strafminuten erzielte. In London belegte Hare in der Saison 2002/03 mit 73 Punkten (27 Tore und 46 Assists) Platz zwei der Scorerwertung mit nur fünf Punkten Rückstand hinter dem aktuellen NHL-Spieler aus Anaheim und Stanleycup-Sieger, Corey Perry.

Das Augenmerk der Roten Teufel richtet sich nun auf vor allem auf deutsche Abwehrspieler, aber auch ein Torhüter wird noch gesucht. Inzwischen verdichten sich die Zeichen, dass es nicht zu einer Vertragsverlängerung mit Sebastian Lehmann kommen wird. „Da wurde mir zuletzt zuviel gepokert. Das gefällt mir ganz und gar nicht. Wenn er wenigstens zwei Jahre lang bewiesen hätte, dass er konstant punkten kann, dann könnte ich das ja verstehen. Aber nach nur einem guten Jahr ist dies in meinen Augen übertrieben. Aber auch für ihn werden wir einen adäquaten Ersatz finden", sagt Fred Carroll.

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