Rückschlag zur rechten Zeit

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Damit endet nicht nur die Testspielphase für die Mannschaft von Cory Holden, sondern es wartet auch noch jede Menge Arbeit in Richtung Punktspielstart am nächsten Wochenende.

Seltenes Bild bei einem Nachbarschaftsduell, aber mit traurigem Hintergrund. Nicht nur mit einer Gedenkminute wurde den Opfern des Flugzeugunglücks in Russland gedacht, sondern auch die ersten fünf Spielminuten lang waren beide Fanlager ruhig geblieben.

 Im Spiel selbst hatten die Selber Wölfe, die auf den angeschlagenen Mudryk verzichten mussten,  zunächst herausragende  Möglichkeiten. Der Führungstreffer lag lange Zeit auf dem Schläger, zumal man auch in den Genuss zweier Überzahlspiele kam. Schüssen von Ronny Schneider verfehlten knapp, Piwowarczyk und Heilman, danach Schadewaldt und Thielsch scheiterten am Keeper der Hausherren. Diese tauchten erstmals nach rund sieben Minuten im Angriff auf, da aber umso effektiver. Schmidhuber und Waldowksy krönten ihr perfektes Zusammenspiel mit dem 1:0. Die Antwort des VER folgte prompt. Geisberger marschierte ins gegnerische Drittel, bediente Hördler, der mit dem Ausgleich zur Stelle war. In Unterzahl kassierte Selb nach Bullyverlust in der eigenen Zone jedoch wenig später den nächsten Treffer. Wie hin dieser Situation, sah Torhüter Ritter auch 36 Sekunden später bei Kirchbergers 3:1 unglücklich aus. Der Doppelschlag war zu viel des Guten. Trainer Cory Holden redete seinen Spielern bei einer Auszeit noch einmal ins Gewissen und beruhigte die Lage. Eine dicke Chance ließ darauf Hendrikson aus, der Geisbergers Zuspiel nicht unterbringen konnte. Nach überstandenen zwei Minuten bei drei gegen fünf versuchten die Wölfe weiter heranzukommen, mussten aber auch immer wieder gefährliche Angriffe der Oberpfälzer über sich ergehen lassen, ehe die Drittelpause aufgrund einer Handverletzung des Schiedsrichters um 78 Sekunden vorgezogen wurde.

Weiden machte auch im zweiten Abschnitt gehörig Druck und ließ die Wölfe kaum durchkommen. Selb tat sich schwer in seinen Bemühungen, gegen einen aggressiven und früh störenden  Gegner durchzukommen. Individuelle Fehler und Konzentrationsschwächen schlichen dazu immer häufiger mit ins Spiel des VER. So auch wiederum bei Keeper Ritter, der in der 28. Minute Schmidhubers Schuss durchrutschen ließ. Entnervt räumte er seinen Posten für Kümpel. Dessen Vorderleute konnten sich aber auch weiterhin kaum durchbeißen oder scheiterten in ihren wenigen Möglichkeiten an Torhüter Hamberger. Besser machten es die Hausherren, die teilweise Katz und Maus mit den Hochfranken spielten, aus ihren vielen und guten Möglichkeiten jedoch nur noch zum 5:1 durch Musial kamen.

Selb ließ sich vom hohen Rückstand zumindest nicht unterkriegen und gab sich nicht auf. Im Schlussdrittel kamen die Wölfe so noch einmal heran. Erste scheiterte zwar Hördler, im Nachschuss war jedoch Schiener von der rechten Seite zur Stelle. Und schließlich gelang später in Überzahl durch Siegeris das zwischenzeitliche 3:5 aus Selber Sicht. Hoffnung keimte auf, mehr wollte an diesem Abend allerdings nicht mehr gelingen. Es blieb beim verdienten Sieg der Hausherren.

Tore: 1:0 (7:06) Schmidhuber (Waldowsky), 1:1 (7:37) Hördler (Geisberger), 2:1 (9:40) Musial (Waldowsky; 5-4), 3:1 (10:16) Kirchberger (Domke, Köberle), 4:1 (27:37) Schmidhuber (Musial, Waldowsky), 5:1 (35:07) Musial (Waldowsky, Hausner), 5:2 (41:46) Schiener (Hördler, Hendrikson), 5:3 (48:21) Siegeris (Piwowarczyk, Jeschke; 5-4). Strafen: Weiden 22 + 10 (Schreier), Selb 26 + 10 (Thielsch) + 10 (Schadewaldt).

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