Rote Teufel unterliegen in Herne

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Dabei führten die Hessen bis in den letzten Abschnitt hinein, wurden dann aber aufgrund von einigen umstrittenen Strafzeiten ins Hintertreffen gebracht. Die Gäste traten zudem ohne die verletzten Alexander Baum (Jochbeinbruch), Oliver Bernhardt (Pferdekuss) und Jannik Striepeke (Schulter) sowie den beruflich verhinderten Dennis Cardona an, so dass Fred Carroll seine Sturm- und Abwehrformationen umbauen musste. Dies zeigte im ersten Abschnitt Wirkung, zumal die Herner - anders als beim deutlichen 8:1 der Hessen aus der Vorwoche - nicht noch einmal frühzeitig unter die Räder kommen wollten und stattdessen von der ersten Minute an ihrerseits Druck machten. Dies mündete im 1:0 für die Crusaders nach 76 Sekunden, als Hanke einen Rebound an Markus Keller vorbei im Netz unterbringen konnte. Die Roten Teufel übernahmen im Anschluss zwar die Initiative, doch die ganz große Durchschlagskraft sowie das berühmte Quäntchen Glück fehlte ihnen einfach. Die größte Chance zum Ausgleich hatten Lanny Gare im Powerplay (17.) sowie Patrick Gruber in der 19.Minute, beide scheiterten allerdings am glänzend aufgelegten HEV-Goalie Lüttges, so dass es mit diesem knappen Rückstand in die erste Pause ging, was das erste verlorene Drittel für die Hessen seit fünf ganzen Spielen bedeutete.

Die Gäste kamen mit mehr Elan und Biss aus der Kabine zurück auf das Eis: Ersatz-Kapitän Jan Barta (für Alex Baum) zog nach 36 Sekunden ab, doch sein Schuss verfehlte nur knapp das Herner Gehäuse. Eine Strafzeit gegen Hernes Hanke nutzte Tobias Schwab in der 26.Sekunde schließlich zum verdienten Ausgleich, dem Igor Filobok nur 24 Sekunden später gar die Führung für die Hessen zum 2:1 folgen ließ. Nach diesem Nauheimer Doppelschlag nahm HEV-Coach Jacobs eine Auszeit, um seine Spieler wieder in die Spur zu bekommen. Hierzu verhalf ihnen in der Folgezeit allerdings auch der Unparteiische, der nicht nur Lanny Gare zwei Mal in Folge hinausstellte, sondern in der 34.Minute zudem André Mangold nach einem hohen Stock mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen schickte. Somit mussten die Kurstädter fast zwei Minuten mit zwei Mann weniger und anschließend drei Minuten in einfacher Unterzahl agieren. Doch die Gäste meisterten dies vor gut 90 mitgereisten EC-Fans souverän und konnten sich stets auf einen sicheren Goalie Markus Keller verlassen, so dass es mit einer 2:1-Führung in die zweite Pause ging.

Die Gastgeber wollten es mit Beginn des letzten Drittels noch einmal wissen und trafen durch Grein in der 42.Minute nur den Pfosten. Und es hagelte weiter Strafzeiten gegen die Hessen, die auf Pöpel und Gruber aufgrund von kleinen Strafen jeweils für zwei Minuten verzichten mussten. Aber auch diese Situationen überstanden die Wetterauer mit viel Einsatz schadlos. Die dritte Strafe im letzten Abschnitt gegen Christian Franz war allerdings eine zuviel, nachdem Nils Liesegang für Herne auf 2:2 ausgleichen konnte. Doch die Hessen zeigten sich keinesfalls geschockt, sondern spielten weiter nach vorne. Lohn war das 3:2 für den EC, als Jan Barta in der 54. Minute einen tollen Spielzug über Tobias Schwab zur erneuten Nauheimer Führung verwerten konnte. Herne antwortete aber nochmal: als Igor Filobok auf der Strafbank saß, kopierte Liesegang seinen Treffer zum 2:2 und traf zum 3:3-Ausgleich in der 56. Minute ebenfalls in Überzahl. Dieses Ergebnis hatte über die 60-Minuten-Marke Bestand, so dass es in die Verlängerung ging.

In dieser hatten die Hausherren eine Riesenchance durch Liesegang, doch Keller hielt seinem Team das Unentschieden zwei Minuten vor Ende der Partie. Somit ging es in das Penaltyschießen, das die Hessen begannen. Lanny Gare als erster Schütze scheiterte, auch der zweifache Torschütze während der regulären Spielzeit, Nils Liesegang, traf nicht. Curtis Billsten narrte Markus Keller im zweiten Penalty und traf, während Tobias Schwab im dritten Durchgang für die Hessen an Lüttges scheiterte. Somit revanchieren sich die Herner Crusaders für das 1:8 vor Wochenfrist, allerdings muss man diese Niederlage aufgrund der zahlreichen Ausfälle und Strafzeiten am Ende relativieren. Mit dem einen Punkt kann Fred Carroll unter dem Strich mit Sicherheit leben, auch wenn dieser ihm nicht sonderlich schmecken wird. Am Sonntag empfangen er und seine Spieler zuhause den Königsborner JEC (Beginn 18:15 Uhr), gegen den dann wieder drei Zähler eingefahren werden sollen.

Tore: 1:0 (0:16) Hanke, 1:1 (25:38) Schwab (Gare, Piwowraczyk/5-4), 1:2 (26:01) Filobok (Piwowarczyk), 2:2 (46:48) Liesegang (Louven/5-4), 2:3 (53:27) Barta (Schwab), 3:3 (55:30) Liesegang (5-4), 4:3 (65:00) Billsten (entscheidender Penalty). Strafen: Herne 8, Bad Nauheim 16 + Spieldauer (Mangold). Zuschauer: 750.

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Selber Wölfe Selb
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Eisbären Regensburg Regensburg
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