Rote Teufel: Spitze bleiben

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Am kommenden Wochenende wollen die Roten Teufel Bad Nauheim ihre Tabellenführung in der Oberliga Nord verteidigen, die man sich nach zwei 5:2-Auftaktsiegen (in Grafing und zu Hause gegen Hannover) eindrucksvoll erkämpft und erspielt hat. Am Freitag ab 19.30 Uhr gastieren zunächst die Piranhas aus Rostock im Colonel-Knight-Stadion, am Sonntag geht es dann auf die lange Fahrt nach Berlin, wo um 16 Uhr das Auswärtsspiel bei den Eisbären Juniors ansteht (das EC-Radio inklusive Webcam bei radiofreakz.de überträgt wieder live ).

Die Ostseestädter liegen nach den ersten beiden Spieltagen punktgleich mit sechs Zählern direkt hinter den Hessen auf Platz zwei, so dass die Fans in der Wetterau erneut ein echtes Spitzenspiel erwartet. Das Team vom Ex-Teufel Henry Thom konnte in Halle (3:2) und gegen Berlin (4:3) ebenfalls zwei Siege einfahren und gehört somit neben Bad Nauheim und Rosenheim zu den drei Clubs, die noch keinen Punktverlust hinnehmen mussten. Verpassten die Piranhas als Aufsteiger letzte Saison nur knapp die Playoffs (lange Zeit belegte man einen Platz unter den ersten Vier), so will man in dieser Spielzeit die Aufstiegsspiele auf jeden Fall erreichen. Eigens hierfür hat man fast ausnahmslos Akteure aus der zweiten oder Oberliga geholt, wobei mit dem neuen Trainer der kanadische Weg eingeschlagen wurde. So holte man mit Jon Hedberg von den Riogrande Killer Bees einen Verteidiger, der schon in Peiting Oberliga-Erfahrung sammelte und im Vorfeld der letzten Saison auch bei den Roten Teufeln im Gespräch war. Im Sturm verpflichtete man von den Ontario Mustangs im Doppelpack die beiden Kanadier Kevin Richardson und Kyle Piwowarczyk, die in der vergangenen Spielzeit gemeinsam mit Nauheims Neuzugang Ryan Hare bei den Mustangs spielten, so dass es zusammen mit dem Teufels-Verteidiger Chris Eade ein Wiedersehen alter Freunde geben wird. Aus Rosenheim kam zudem mit Vitalij Blank ein Abwehrspieler an die Ostsee, der in der zweiten Liga schon für Bremerhaven, Wilhelmshaven und Nordhorn die Schlittschuhe schnürte. Somit hat Henry Thom eine durchaus erfahrene wie auch spielstarke Truppe beisammen, die in der Lage sein dürfte, ganz oben in der Tabelle mitzuspielen.

Eine Neuauflage der letztjährigen Playdowns wird es dann am Sonntag im Berliner Wellblechpalast geben. Bad Nauheim war der letzte Gegner, gegen die die Hauptstädter einen Oberliga-Sieg einfahren konnten. Dies war beim 3:2-Auswärtssieg im fünften Play-down-Spiel am 28. März 2008, nachdem die Juniors in den ersten beiden Punktspielen dieser Saison noch sieglos blieben (2:3 gegen Herne und 3:4 in Rostock). Allerdings musste das Team der Trainer Stefan Ziesche und Derek Mayer komplett umgebaut werden, nachdem gleich zehn Spieler den Kader in Richtung höherklassige Clubs verließen. Dies ist halt ein Nachteil des Berliner Projektes, das von den Eisbären eigens dafür eingerichtet wurde, Nachwuchsspielern Praxis für höhere Aufgaben zu verschaffen. Somit muss man gleich elf Neuzugänge integrieren, wobei die Verantwortlichen nach einem Jahr Abstinenz wieder auf ausländische Spieler zurückgreifen. Mit Christian Swärd (21, Schweden) und Kim Dovlatyan (19, Russland) hat man zwei von vier erlaubten Kontingentsstellen im Kader besetzt. Läuferisch und körperlich sind die Juniors immer stets auf der Höhe, so dass auch diese Partie kein Zuckerschlecken für die Hessen werden dürfte. Im Normalfall sollte man aber etwas Zählbares aus der Hauptstadt mitbringen, sofern man die Leistungen des Auftakt-Wochenendes konservieren kann.

Man darf als EC-Fan also gespannt sein, wie sich das Team von Fred Carroll vor allem im Heimspiel gegen Rostock präsentieren wird, und ob man noch einmal eine solch tolle Leistung wie beim 5:2 gegen Hannover wird abrufen können. Sowohl wie in der Kurstadt als auch in der gesamten Region haben sich die Ergebnisse natürlich herumgesprochen, und viele Interessierte, die in den letzten Jahren nicht unbedingt Stammgast im Kurpark waren, wollen gegen Rostock einen erneuten Besuch wagen. Hier hat die Mannschaft also eine gute Gelegenheit, diesen Fans zu beweisen, warum es sich auch in Zukunft lohnt, ins Colonel-Knight-Stadion zu kommen. Durch solche Spiele wie gegen die Indians gewinnt man Fans auch auf Dauer zurück, was der erste und gleichzeitig wichtigste Schritt ist, um weiter nach vorne zu kommen. "Ich wünsche es den Jungs, dass noch mehr Fans sie unterstützen, denn sie haben es sich verdient. Sie arbeiten stets hart, ohne dabei den Spaß zu verlieren", sagt Fred Carroll, der morgen wieder auf Torhüter Daniel Wrobel zurückgreifen kann, so dass ein komplettes Bad Nauheimer Team zur Verfügung stehen wird.

Noch einmal hingewiesen sei in diesem Zusammenhang auch auf die große Verlosungsaktion, bei der es am Saisonende einen nagelneuen Skoda Fabia im Wert von 14.000 EUR zu gewinnen gibt. Der Gewinner bzw. die Gewinnerin wird per Los ermittelt, die Lose können bei jedem Heimspiel zum Preis von 2,00 EUR an der Abendkasse oder in der Geschäftsstelle erworben werden (pro Eintrittskarte gibt es maximal ein Los). Gleichzeitig wird aus den am Spieltag verkauften Losen ein Tagessieger ermittelt, der einen tollen Preis wie z.B. Trikots, Eintrittskarten o.ä. gewinnt. Alle verkauften Lose - also auch die, die keinen Tagespreis gewonnen haben - kommen am Ende der Saison in den großen Lostopf, und im Rahmen des letzten Heimspiels wird dann die große Verlosung des Skoda Fabias vorgenommen. Von daher werden alle Loskäufer gebeten, ihre Lose gut bis zum Ende der Saison aufzubewahren.

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