Rote Teufel gleichen Serie aus

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Hut ab vor der Moral der Roten Teufel. Mit 6:2 (2:1, 1:0, 3:1) gewinnt der EC Bad Nauheim das vierte Play-off-Spiel in Rosenheim und gleicht somit auf 2:2 in der Best-of-Seven-Serie aus. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem überragenden Torhüter Markus Keller holen sich die Hessen das am Sonntag nach der 2:3-Niederlage verlorene Heimrecht zurück und können somit im Heimspiel am Freitag (Beginn 19.30 Uhr) seinerseits wieder vorlegen. Wie bereits in den bisherigen drei Partien ging das Match gleich mit Vollgas von beiden Seiten aus los. In der ersten Minute traf Rosenheims Marsall den Innenpfosten, in Überzahl scheiterte Dennis Cardona in der 5.Minute ebenfalls am Metall des gegnerischen Gehäuses. Die Gäste zeigten sich in diesem Powerplay sehr präsent und hatten weitere gute Einschussmöglichkeiten. Es war schließlich Lanny Gare, der einen Querpass von Weibler mit einem Onetimer zum 0:1 in der sechsten Minute verwertete. Die Freude währte aber gerade mal 70 Sekunden: Dylan Stanley ließ bei angezeigter Strafe gegen die Wetterauer zwei Gegenspieler aussteigen und traf mit seinem bekannten Handgelenks-Stocktrick zum 1:1-Ausgleich. Das Spielgeschehen beruhigte sich nach diesem dramatischen Beginn ein wenig, wurde jedoch gleich durch drei Strafen in Folge gegen die Kurstädter Mitte des Drittels wieder lebhafter. Rosenheim konnte gar zwei Mal mit zwei Mann mehr agieren, die Hessen verteidigten aber mit viel Einsatz und Elan. Man überstand diese brenzligen Situationen auch Dank eines erneut stark spielenden Markus Keller, der Chancen von Möchel (14.) und Reader (15.) glanzvoll vereitelte. Als die Roten Teufel endlich wieder komplett waren, traf es mit Ackermann einen Rosenheimer Spieler, der für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Wie bereits beim 0:1 zeigten sich die Gäste stark im Powerplay und markierten durch Piwowarczyk auch im zweiten Überzahlspiel den Treffer zur erneuten Führung. Sekunden vor der ersten Pause ging Rosenheims Paderhuber ebenfalls für zwei Minuten in die Kühlbox, so dass die Roten Teufel den zweiten Abschnitt mit einem weiteren Überzahlspiel beginnen konnten.

Und auch dieses dritte Powerplay konnten die Hessen mit einem Treffer abschließen, als Dennis Cardona, der viel Eiszeit von Fred Carroll erhielt, einen Wechselfehler der Bayern sowie eine feine Vorlage von Lanny Gare zum 1:3 nutzte. Nun kamen die Starbulls natürlich mit wütenden Angriffen, doch es war immer wieder Markus Keller im Tor der Hessen, der die Bayern schier zur Verzweiflung brachte. Selbst ein drittes Mal 5 gegen 3 konnten die Hausherren Mitte des Spiels nicht nutzen, so dass die Gäste sich munter einrichteten im mit knapp 2400 Fans besetzten Kathrein-Stadion. Mit der Führung im Rücken hieß es vornehmlich, den Vorsprung hinten halten und auf Konter warten. Einen solchen hätte man kurz vor der zweiten Pause fast vorentscheidend setzen können, doch Lanny Gare traf nur die Latte.

Auch im letzten Abschnitt standen die Hessen hinten sicher, während man sich zu jeder Zeit auf Torhüter Markus Keller verlassen konnte. Die Uhr lief gegen die Hausherren, und als Lanny Gare in der 52. Minute einen Fehler von Meirandres zum 1:4 nutzen konnte, schien die Partie gelaufen. Doch nicht mal zwei Minuten später traf Marsall zum 2:4 für die Starbulls, was noch einmal alle Kräfte bei den Gastgebern freisetzte. Es entwickelte sich eine packende Schlussphase, in der die Starbulls natürlich drückten. Mitten in diese Drangphase hinein nutzte Tobias Schwab einen kapitalen Fehlpass von Höck im Alleingang gegen Claus Dalpiaz zum entscheidenden fünften Tor für die Roten Teufel. SBR-Coach Franz Steer nahm kurze Zeit später seinen Goalie vom Eis, Lanny Gare nutzte dies mit seinem dritten Tor des Abends zum 6:2-Endstand für die Hessen, die sich mit toller Moral und einem echten Teamplay zurück in die Serie spielten. Nun heißt es also im dritten Heimspiel am Freitag, diese Leistung erneut abzurufen und erneut in der Serie vorzulegen. Zu diesem Spiel sollte das Colonel-Knight-Stadion aus allen Nähten krachen, die Mannschaft hat es sich spätestens nach diesem Sieg heute in Rosenheim verdient. Somit steht seit heute auch fest, dass es am kommenden Sonntag auf jeden Fall noch einmal aus Auswärtsspiel in Rosenheim gibt. Die Fanclubs werden Fanbusse anbieten, die Partie wird aber auch per Live-Video auf der Homepage übertragen.

Stimmen zum Spiel:

Fred Carroll: „Die Jungs waren sauer nach dem verlorenen Heimrecht. Wir haben vieles auf Video analysiert, die Überzahltore waren natürlich wichtig. Wir haben die Köpfe nicht hängen lassen, heute hing es von der Tagesform ab. Sonntag war es 50:50, jetzt haben wir best of three. Markus Keller hat super gespielt, Lanny Gare markierte genau zum richtigen Zeitpunkt die Tore.“

Franz Steer: „Es war bereits in Nauheim sehr eng. Da hatten sie es versäumt, in Überzahl Tore machen, heute war es andersherum. Unser Powerplay war einfach nur schlecht. Nauheim hat sehr clever gespielt, es waren Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben.“

Tore: 0:1 (5:26) Gare (Weibler, Piwowarzyk/5-4), 1:1 (6:36) Stanley (Newhook, Meirandres/6-5), 1:2 (18:18) Piwowarczyk (5-4), 1:3 (21:28) Cardona (5-4), 1:4 (51:38) Gare, 2:4 (53:18) Marsall (Newhook, Schopf), 2:5 (55:45) Schwab, 2:6 (56:38) Gare (ENG). Strafen: Rosenheim 8, Bad Nauheim 14. Zuschauer: 2384.


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