Rote Laterne in Füssen gelassen

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Durch einen 3:2-Erfolg bei den EV Füssen Leopards verließen die Starbulls Rosenheim am Sonntagabend den letzten Platz der Oberliga Süd-West und übergaben die „Rote Laterne“ an die Allgäuer.

Mit dem ersten Auswärtssieg der noch jungen Saison meldeten sich die Grün-Weißen nach dem eher schwachen Auftritt vom Freitag zurück. Für die etwa 80 mitgereisten Rosenheimer Fans war es sicherlich Balsam auf die Seelen, nachdem viele Anhänger nach der Partie gegen Garmisch im Internet-Forum der offiziellen SBR-Homepage am Team bzw. an einigen Spielern zweifelten. Dies sollte jetzt allerdings vergessen sein, denn die Starbulls kämpften von der ersten bis zur letzten Sekunde und holten sich – auch wenn es im Schlussabschnitt im Rosenheimer Verteidigungsdrittel ein ums andere Mal lichterloh brannte – drei wichtige Punkte.

Ohne die verletzten Michael Rohner und Mitch Pohl, sowie dem schulisch verhinderten Michael Fröhlich gelang den Gästen aus Oberbayern ein Blitzstart. Praktisch mit der ersten Chance erzielte Patrick Senger nach 99 Sekunden mit seinem ersten Saisontreffer das 1:0. Der konsequent pfeifende Schiedsrichter Andreas Aumüller schickte ab Mitte des ersten Drittels einige Akteure auf die Strafbank und sorgte so für Platz auf dem Eis. Insgesamt gab es in dieser Phase vier Strafminuten gegen die Hausherren, deren zehn gegen Rosenheim. So standen in der 13. Minute für 48 Sekunden fünf Leopards drei Starbulls (Stefan Ripp und Maximilian Huff saßen draußen) gegenüber. Ripp war gerade sechs Sekunden wieder zurück, da ließ es Füssens Kontingentspieler Ruslan Bezshchasnyy hinter Olli Häusler klingeln.

Im Mittelabschnitt dauerte es vier Sekunden länger, als noch im ersten Drittel, ehe die Innstädter zuschlugen. Diesmal waren sie aber in Überzahl und Thomas Brandstädter hieß der Torschütze. Das Match wurde nun munterer und es ergaben sich Möglichkeiten auf beiden Seiten. Allein in der 24. Minute hatte Eric Nadeau und Bezshchasnyy für den EVF die Chance, für die Truppe von Ron Chyzowski scheiterte Brandstädter bei einem Konter. In der 28. Minute gab es dann den großen Auftritt von Bezshchasnyy, der die gesamte Rosenheimer Hintermannschaft wie Statisten aussehen ließ und am Ende Häusler düpierte. Das 2:2 hielt aber nach einer Co-Produktion des starken Kevin Kraxner und Jeremy Stasiuk nur 88 Sekunden. Kraxner lief Richtung Füssens Kasten, spielte einen Querpass zu Stasiuk, der legte zurück zu Kraxner, der vor dem Tor den Schläger hinhielt. Über einige Schläger der Allgäuer fand der Puck schließlich den Weg über die Linie.

Zu Beginn des letzten Drittels gerieten die Gastgeber in Unterzahl und hatten im Gegensatz zu den Starbulls zwei Torchancen, die von Goalie Häusler pariert wurden. Nachdem die Leopards wieder komplett waren, folgte deren Sturmlauf auf das Rosenheimer Gehäuse. Bis zur Schlusssirene kamen die Starbulls kaum mehr aus der eigenen Verteidigungszone heraus. Zu allem Überfluss kassierte Brandstädter in Minute 56 noch eine Strafzeit. Doch das Abwehrbollwerk um Häusler, der als Turm in der Schlacht bezeichnet werden konnte, hielt.

Trainerstimmen:

Franz Josef Bader (EV Füssen): Ich bin enttäuscht, meine Mannschaft hat gut gekämpft und meines Erachtens hätten wir mindestens einen Punkt verdient gehabt. Knackpunkt war sicherlich das kuriose 3:2 für Rosenheim.

Ron Chyzowski: Das letzte Drittel war eine Zitterpartie. Ich bin froh auf der glücklicheren Seite zu sein und bin stolz auf meine Mannschaft, die wohl die besten 60 Minuten der Saison geliefert hat. Sie hat hart gearbeitet und sehr gut gekämpft.