Richardsons Tor entschied das Spiel

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Mit dem knappsten aller Ergebnisse und für ein Eishockeyspiel untypisch konnten die Roten Teufel Bad Nauheim drei wichtige Punkte in der Oberliga einfahren: Mit 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) gewannen die Hessen ihr Auswärtsspiel gegen Deggendorf Fire und halten somit Anschluss an die oberen Tabellenregionen.

Nach der 1:4-Heimpleite gegen Landsberg stellte EC-Coach Fred Carroll seine ersten beiden Sturmformationen um: Sven Breiter wechselte zu Lanny Gare und Kevin Richardson, während Jan Barta mit Tobias Schwab und Kyle Piwowarczyk stürmte. Den dritten Block bildeten wie gehabt Eric Haiduk, Alexander Althenn und Mario Willkom, der ebenso wie Dennis Cardona den Weg nach Deggendorf mit antreten konnte. Wie so oft in den letzten Spielen mussten die Roten Teufel bereits in der ersten Minute eine frühe Strafzeit hinnehmen, als Alexander Baum wegen Haltens von Schiedsrichter Plitz (Ottobrunn) in die Kühlbox geschickt wurde. In diesem Powerplay war es der Ex-Hannoveraner Michael Fendt, der für die Gastgeber die beste Chance vorzuweisen hatte, doch Boris Ackers im Tor der Hessen war auf dem Posten. Besser machten es in Überzahl die Kurstädter: als Deggendorfs Maier in der fünften Minute eine kleine Strafe verbüßte, war es Kevin Richardson mit dem zweiten Torschuss der Gäste, der die Führung für die Hessen markierte. Hierbei sah Torhüter Treutle, der mit einer Förderlizenz der Nürnberg Ice Tigers ausgestattet ist, nicht unbedingt glücklich aus. In der Folgezeit gestaltete sich das Spiel so, wie man es erwartet hatte: Deggendorf drängte nach vier Heimsiegen in Folge auf den Ausgleich, allerdings stand die EC-Abwehr um Kapitän Alexander Baum sicher, während der Angriff einige Konter fahren konnte. Zudem fischte Boris Ackers alles weg, was auf seinen Kasten kam, so dass es mit der knappen Führung für die Gäste in die erste Pause ging. Ohnehin war es für die Roten Teufel in diesem Auswärtsspiel zunächst oberste Priorität, kein Gegentor zu kassieren, da spielte es auch keine Rolle, wie man dies zustande brachte.

Im zweiten Abschnitt lauerten beide Seiten auf Fehler des Gegners. Viele hochkarätige Torchancen ergaben sich hierbei kaum, das wenige, was auf die Tore kam, hatten die beiden Torhüter sicher. Erst gegen Ende des Drittels kamen die Gäste ein wenig stärker auf, als Jan Barta in der 37. Minute Treutle nach einem Schwab-Pass prüfte, so dass der DSC-Goale mit einem tollen Reflex abwehren musste. Die letzten zwei Minuten des Mittelabschnitts bestritten die Gäste im einzigen Powerplay dieser zweiten 20 Minuten und machten hierbei einiges an Druck. Doch die Scheibe wollte einfach nicht den Weg ins Netz finden, so dass es auch nach 40 Spielminuten 1:0 für die Kurstädter stand.

“Ebenfalls in Überzahl konnten die Gäste in den letzten Abschnitt starten, und es hätte sogar noch eine 5:3-Powerplay-Situation geben müssen, hätte sich der Hauptreferee nach einem hohen Stock an Mario Willkom nicht von seinem Linienrichter überstimmen lassen und die von ihm zunächst angezeigte Strafe daraufhin nicht zurückgenommen. Anders reagierte der Schiedsrichter nachdem Deggendorf wieder komplett war, denn obwohl der Referee nach einer angeblichen Spielverzögerung von Chris Eade unsicher war und seinen Linesman zu sich bat, ließ er sich diesmal trotzdem nicht umstimmen und sprach die Strafe aus“, ärgerten sich die Nauheimer in ihrer Pressemitteilung. Immerhin sollte es kein Gegentor nach sich ziehen, wenn auch Deggendorf diese Situation nutzte, um mehr Spielanteile zu erhalten. Es entwickelte sich ob des engen Resultats ein Match der stärkeren Nerven, Deggendorf musste in der Folgezeit natürlich auch mehr nach vorne tun. Zudem kassierten die Hessen in der 54.Minute eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Mangold, was Fendt in der anschließenden Überzahl eine Riesenchance für den DSC ermöglichte, doch Ackers war mit einem Save zur Stelle. Dies war letztendlich die entscheidende Situation, denn die Gastgeber kamen danach nicht mehr vor das Tor, da die Roten Teufel clever verteidigten und die knappe Führung schließlich über die Zeit brachten und somit den ersten Shoutout für Boris Ackers der laufenden Saison einfuhren.

Tor: 0:1 (4:56) Richardson (Cardona/5-4). Strafen: Deggendorf 6, Bad Nauheim 6. Zuschauer: 650.

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