Revier Löwen: Minikader fehlte beim 1:5 gegen Eisbären die Kraft

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Bereits vor dem Spiel gegen Tabellenführer Eisbären Berlin Juniors standen die Chancen auf Punktgewinne für die Revier Löwen schlecht. Grund war jedoch nicht der bereits feststehende sportliche Abstieg, sondern die Verletztenliste. Gerade noch elf Feldspieler und Goalie Thomas Jetter standen gegen Berlins vier Angriffsreihen schon rein kräftemäßig auf verlorenem Posten, schlugen sich bis zur 32. Minute (Zwischenstand 1:2) aber achtbar. Neben den weiter erkrankten Thomas Frach und Alexander Baum, dem gesperrten Lukas Heise sowie den schulisch verhinderten Potthoff und Sondermann mussten Stammgoalie David-Lee Paton, Routinier Sergej Hatkevitch und Top-Rookie Nils Liesegang passen. So ist auch erklärbar, warum bei den neu gebildeten Angriffsreihen die Überzahlmöglichkeiten nicht genutzt werden konnten. Der einzige Löwentreffer fiel sogar in der ersten Unterzahl des Spiels durch einen Kolesnikov-Kracher!

In der Pressekonferenz brachte Juniors-Coach Jeff Tomlinson die Sache so auf den Punkt: „Gegen Oberhausen ist es für uns immer schwer zu spielen, und wir holen hier auch nicht so oft die Punkte. Trotzdem wusste ich, dass irgendwann der kleine Kader konditionell einbrechen musste. Außerdem war mit entscheidend, dass die Löwen die lange doppelte Überzahl nicht zum Ausgleich nutzen konnten.“ Da nunmehr nach der Ratinger Heimniederlage gegen Stuttgart auch der Klassenerhalt für den Nachwuchs des DEL-Teams unter Dach und Fach war, gab es noch einige Nettigkeiten Richtung Gastgeber zum Abschluss: „ Oberhausen hatte auch das Pech, dass Youri Ziffzer bei uns im Tor einen sehr starken Auftritt hatte. Ich wünsche Oberhausen viel Glück für die nächste Zeit, so dass wir nächste Saison wieder gegeneinander spielen können.“

Löwentrainer Jaschin pflichtete seinem Kollegen in der Analyse des Spiels bei und ergänzte zum Kräfteverschleiß noch „das wir in den letzten zwei Wochen fünf sehr schwere Spiele zu bestreiten hatten. Ich mache meinen Jungs keinen Vorwurf, habe sie in der Kabine für ihre Einsatzbereitschaft gelobt.“

Noch zwei Spiele, dann ist die Saison für die Raubkatzen beendet. Am Freitag um 20 Uhr stellen sich die Ratinger Aliens zum Derby in der Löwenhöhle vor. Ein reizvolles Duell allemal, da auch die Aliens das Saisonziel "Nichtabstieg" sensationell bei einer Heimpleite gegen die Stuttgart Wizards verpassten! Am Sonntag erwartet dann Tabellennachbar Stuttgart die Löwen zum letzten Pflichtspiel.

Rolf Reisinger