Revier Löwen: Erneuter Einbruch führt zum 2:6 gegen Peiting

Überraschungserfolg in Leipzig - Liesegang im TestÜberraschungserfolg in Leipzig - Liesegang im Test
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„Wieder eine Mannschaft, die wir in der Relegationsrunde

wohl nicht sehen werden!“ Das mögen die 212 Zuschauer des Spiels Revier Löwen

gegen den EC Peiting gedacht haben, denn mit dem 6:2-Auswärtserfolg

(1:1,1:4,0:1) haben sich die Elche beste Aussichten auf die Meisterrunde

geschaffen, während sich höchstens der Kassierer bei den Revier Löwen auf das

nun sichere Derby gegen Ratingen freuen kann.

Die Gastgeber scheiterten (erneut ohne Topscorer Liesegang,

sowie den Abwehrspielern Gerike und Heise) zunächst an der eigenen

Abschlussschwäche trotz einer frühen 1:0-Führung bei doppelter Überzahl.

Spätestens nach dem Peitinger Doppelschlag in der 26. Minute, als zunächst Mc

Kinnon bei einem Break in Unterzahl und danach Sturmpartner Doyle den

2:1-Rückstand in die Gästeführung verwandelten, war das Spiel -wie so oft –

entschieden!

Gästecoach Hans Schmausser entschuldigte den verhaltenen

Beginn seines Teams mit der Belastung: „Wir haben beim Heimsieg am Freitag

gegen Crimmitschau viel Substanz gelassen. Die lange Busfahrt ins Ruhrgebiet

hat auch mit dafür gesorgt, dass wir zu Beginn nicht so ins Spiel kamen. Im

zweiten Drittel haben wir dann endlich unser Spiel gefunden und nachher das

Ergebnis sicher verwaltet.“ Auf die Nachfrage, ob damit die Meisterrunde nach

der Ratinger 1:5-Niederlage in Heilbronn ein großes Stück nähergerückt sei, gab

er sich ganz nüchtern: „Ich freue mich über die drei gewonnenen Punkte, aber

ich schaue nicht auf die Konkurrenten um den zehnten Platz, sondern wir müssen

unser Spiel spielen. Nur das ist für mich wichtig.“

Bisher ungewohnt hart ging Löwendompteur Sergej Jaschin mit

seinen Spielern ins Gericht: „Eigentlich hätte hier nur eine Sturmreihe auflaufen

dürfen, denn nur die hatte das Niveau, das beim Gegner drei Reihen haben! Wir

haben das Problem, dass es unserem Kader an Tiefe fehlt. Wenn ein wichtiger

Spieler schon ausfällt, dann habe ich keine Alternativen mehr. So wird es für

uns sicher sehr schwer. Wir spielen anfangs ganz gut, aber immer wieder

verlieren wir die Linie, wenn wir Tore kassieren – und dann ist das Spiel

verloren. Da muss es im Kopf bei den Spielern klicken. Dennoch muss ich mir

jetzt Gedanken machen, wie wir die Relegationsrunde angehen. Notfalls muss man

eben mit nur zwei Reihen spielen, wenn die Alternativen fehlen!“

Sicherlich eine Perspektive, die den Anhängern und

Verantwortlichen nicht gefallen dürfte!

Ein Lichtblick für die geschundene Löwen-Seele tut sich

dennoch auf: Stürmer Nils Liesegang hofft, dass er bereits beim letzten

Hauptrunden-Heimspiel am Sonntag um 19 Uhr (nicht wie im Spielplan vorgesehen

18 Uhr!) gegen den EV Landsberg den Kader verstärken kann. Ein Rückkehrer, der

dringend gebraucht wird!

Rolf Reisinger