REV gewinnt nach „Overtime“ in Schweinfurt

Höchstadt  "Alligators" ohne Chance in BremerhavenHöchstadt "Alligators" ohne Chance in Bremerhaven
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Nach neunundzwanzig Minuten hatten die „Fischtown Pinguins“ im Schweinfurter „Icedome“ eine scheinbar beruhigende 6:2 Führung auf ihrem Konto stehen. Am Ende der Partie durfte man froh sein, das Spiel gegen die „Mighty Dogs“ noch mit 7:6 (3:1/3:3/0:2/1:0) gewonnen zu haben. In der Verlängerung erzielte „Youngster“ Alexander Janzen den Siegtreffer, der am Ende als glücklich zu bezeichnen war.

Für die Zuschauer in beiden Fanlagern gab es gleich zum Auftakt zwei tolle Aktionen zu bewundern. Direkt vom Anstoßbully fuhren die Gastgeber ihren ersten Angriff, der, nachdem die nach vorne abgefeuerte Scheibe über die Bande den Pfosten des Bremerhavener Tores touchierte, sich für die Pinguine fast als hässlicher Bumerang erwiesen hätte. Als nur Sekunden später eine Strafzeit gegen die „Mighty Dogs“ ausgesprochen wurde, war es Jeremy Stasiuk, der auf Vorlage von Meyer und Pysz die „Pinguine“ in Führung bringen konnte. Auch in Folge durften sich die Zuschauer über eine sehenswerte und kampfbetonte Partie freuen. Die Mainfranken aus der Stadt der Kugellager sorgten mit ihren überfallartigen Kontern immer wieder dafür, dass Markus Hätinen im Tor der Seestädter bei Leibe keine „ruhige Kugel“ schieben konnte. In der 6. Minute war es Rich Bronilla der den zweiten Treffer für die Seestädter hätte erzielen müssen, doch der aufmerksame Thomas Wilhelm war auf seinem Posten. Nach einer weiteren guten Gelegenheit für Stasiuk hatten die Gastgeber Glück, als ein del Monte Schuss im Stile einer Billardkugel über die Schlittschuhkufe von Lars Müller vom Pfosten des Schweinfurter Tores ins Spielfeld zurück beordert wurde. Mit zunehmender Spieldauer schien der REV Bremerhaven mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Dies dokumentierten die Draisaitl Buben auch durch Tore. In der 15. Minute war es Varvio, der nach Anspiel von del Monte das 2:0 erzielen konnte. Sehenswert auch das 3:0, welches Andreas Moborg mit einem klassischen „Shorthander“ nach 16. Minuten erzielen konnte. Als die „Pinguine“ mit ihren Gedanken schon in der Kabine saßen, war es Jamie Mc Kinley, der auf Vorlage von Nemirovsky mit dem 1:3 einen „wake up call“ durch die Reihen des REV sandte.



Dieser schien auch zu Beginn des 2. Drittels noch nicht an Wirkung verloren zu haben. Hellwach war Craig Streu in der 22. Minute, als er den von der Strafbank kommenden del Monte mit einem Dreißigmeterpass bediente. Der ließ sich nicht zweimal bitten und erhöhte kaltschnäuzig auf 4:1. Dieser Treffer schien bei den Schweinfurtern jedoch wenig Wirkung zu zeigen, denn anders war es nicht zu erklären, dass nur vier Minuten später Schadewaldt das 2:4 für die Franken erzielen konnte. Nun dominierten die Gastgeber die Partie. Sekunden nach Schadewaldts Treffer war es Nemirovsky der den Anschlusstreffer hätte erzielen müssen. Dann jedoch meldete sich der REV mit einem Doppelschlag eindrucksvoll zurück. Binnen zwei Minuten konnten Freymark und Varvio wieder für klare Verhältnisse sorgen. Doch Respekt vor den Schweinfurtern. Auch die 6:2 Führung der Seestädter schien die Schützlinge von Jari Pasanen nicht zu beeindrucken. Hochverdient daher auch das 3:6 für die Gastgeber, welches Lars Müller in 5/4 Überzahl erzielen durfte. Trotz der relativ klaren Führung blieb das Spiel für die Zuschauer weiter interessant. Schweinfurt kämpfte hervorragend und der REV zeigte auch weiterhin gutes Hockey, wobei sich die Mannen um Kapitän Craig Streu jedoch den Vorwurf gefallen lassen mussten, zu verspielt eine Vielzahl weiterer Chancen fahrlässig vergeben zu haben. So war es nur logisch, dass Juhasz eine Minute vor Ende des Mittelabschnitts mit dem 4:6 dafür sorgte, dass sich die Schweinfurter, die in der 33. Minute ihren Torhüter gewechselt hatten, nochmals berechtigte Hoffnungen auf den Schlussabschnitt machen durften.



Diesen begannen die Gäste aus Bremerhaven in numerischer Unterzahl, da Dennis Meyer mit dem Schlusspfiff des zweiten Drittels noch eine Strafe wegen „Hohen Stock“ akzeptieren musste. Waßmiller auf Seiten der „Mighty Dogs“ war es, der in der 41. Minute die Chance zum Anschlusstreffer vergab. Durchatmen auf der Bank der Seestädter, die in dieser Situation noch einmal mächtig Glück hatten. Schweinfurt fightete weiter um jeden Zentimeter Eis und kam immer wieder zu gefährlichen Torchancen. Solche hatte aber auch der REV der in der 44. Minute nach einem Break von Stephan Kraft jedoch nicht treffen konnte. Besser machte es der an diesem Abend hervorragend spielende Mikhail Nemirovski , der nach einer Strafe gegen Ahrens in Überzahl den verdienten Anschlusstreffer erzielen konnte. Der Schweinfurter „Icedome“ glich nun einem Tollhaus und der REV Bremerhaven, der zwischenzeitlich umgestellt hatte wankte gefährlich. Zwei Minuten vor Ende der Partie setzte Trainer Jari Pasanen alles auf eine Karte und nahm Torhüter Jan Guryca vom Eis. Pasanens Mut wurde belohnt als Sekunden später der Schweinfurter Waßmiller einen Schuss von Mc Kinley abfälschen konnte und den zu diesem Zeitpunkt hochverdienten Ausgleichstreffer erzielte.

In der nun folgenden Verlängerung waren zunächst ebenfalls die Schweinfurter die optisch überlegene Mannschaft, mussten dann aber mit ansehen, wie Alexander Janzen auf Zuspiel von Moborg und Streu in der zweiten Minute der Verlängerung den Siegtreffer für die „Fischtown Pinguins“ erzielen konnte.

Tore:

0:1 (1.) Stasiuk, Meyer, Pysz; REV 5/4 ÜZ; 0:2 (15.) Varvio, del Monte, Caudron; 0:3 (16.) Moborg, Varvio, del Monte REV 4/5 UZ, 1:3 (18.) McKinley, Nemirovsky; 1:4 (22.) del Monte, Moborg, Streu; 2:4 (26.) Schadewaldt; 2:5 (28.) Freymark, Schwab, Janzen; 2:6 (29.) Varvio, Sevo, Hätinen ; 3:6 (33.) Müller Lars, Nemirovsky, McKinley, REV 4/5 UZ; 4:6 (39.) Juhasz, McKinley, REV 4/5 UZ; 5:6 (46.) Nemirovski, Mc Kinley, Waßmiller; 6:6 (60.) Waßmiller, Mc Kinley, Nermirovsky; 7:6 (62.) Janzen, Moborg, Streu;


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