REV gewinnt das erste Playoff-Spiel - Alan Reader dreifacher Torschütze

Höchstadt  "Alligators" ohne Chance in BremerhavenHöchstadt "Alligators" ohne Chance in Bremerhaven
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Neue Seite 1

Für den REV Bremerhaven

war der Auftakt in die „fünfte Bremerhavener Jahreszeit“ ein Start nach Maß.

In einem hochklassigen Eishockeyspiel gegen den EV Ravensburg konnten sich die

Schützlinge von Trainer Peter Draisaitl am Ende der Partie mit einem hoch

verdienten 6:3 (2:0/2:1/2:2) vor ausverkauften Haus verabschieden. Zum Spieler

des Tages avancierte in dieser Partie Alan Reader, der nach drei Toren die Krone

des Scorerkönigs in Empfang nehmen durfte. Pech für die Seestädter, dass

Dennis Meyer mit einer Bauchmuskelzerrung während des Spieles ausscheiden

musste. Aber auch die Gäste aus dem Schwabenland wurden vom Verletzungspech

verfolgt. Sowohl Dan Heilmann, als auch Peter Kraus mussten während der Partie

das Eis verlassen und müssen nun um ihren Einsatz am Sonntag genauso wie der

Bremerhavener Meyer bangen.

Furioser

Start der Pinguine


Schon das erste Drittel war ein "Play Off" Spiel, so wie

man es sich nur wünschen kann. Hervorragende Stimmung auf den Rängen, Kampf

und Action auf dem Eis. Die Zuschauer sahen ein von der ersten Minute an hart

umkämpftes und gutes Eishockeyspiel. Bereits in der 1. Minute war es Jarkko

Varvio, der Pech hatte, als er miot einem Schuss an Quapp, dem Torhüter der Gäste

scheiterte. Schon im Gegenzug prüfte der Ravensburger Kraus Markus Hätinen,

doch auch der war auf seinem Posten. Nur eine Minute später touchierte ein

Schuss von Oliver Freymark den Pfosten des Gästegehäuses und Caudron hatte in

einer der nächsten Szenen Riesenpech, als sein Versuch eines Bauerntricks

erfolglos blieb. Aber auch die Ravensburger blieben gefährlich und kamen immer

wieder erfolgversprechend vor das Bremerhavener Tor. Dicke Luft dann in der 5.

Minute, als Reader zunächst nur den Pfosten traf und der Nachschuss von Fafard

mit dem Schlittschuh auf der Torlinie geklärt werden musste. In der 6. Minute

war es dann aber endlich so weit. Nach einem Pass von Brent Fritz war erneut

Alan Reader zur Stelle und erzielte das hochverdiente 1:0 für den REV

Bremnerhaven. Nach einer Reihe von unnötigen und zum Teil sehr kleinlich

ausgesprochenen Strafen war es Rich Bronilla, der in der 13. Minute bei 5/4 Überzahl

das 2:0 erzielen konnte. Pech für die Seestädter, dass Schiedsrichter Zupp in

der 13. Minute einen Treffer von Alexander Janzen wegen Hohen Stocks die

Anerkennung verweigerte. Bis zum Ende des ersten Drittels blieben die Hausherren

die klar spielbestimmende Mannschaft und durften folglich dann auch mit der hart

erarbeiteten aber verdienten Führung zum ersten Pausentee fahren.

Alan

Reader wächst über sich hinaus


Im Mittelabschnitt machten die "Fischtowner" dort weiter,

wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. "Power Hockey" hieß die

Devise die Trainer Peter Draisaitl ausgegeben hatte und die Bremerhavener

setzten diesen Wunsch des Trainers auch auf dem Eis eindrucksvoll in die Tat um.

In der 25. Minute hatte Andreas Moborg erneut mächtig Pech, als sein

Distanzschuss nur knapp das Ziel verfehlte. Nur eine Minute später bekam Patryk

Pysz nicht mehr den notwendigen Druck auf dem Schläger, so dass Quapp die

Scheibe gerade noch halten konnte. Die Zuschauer hatten in der 26. Minute

bereits den Torschrei auf den Lippen, doch Bronilla, der frei zum Schuss

gekommen war, scheiterte er erneut an Quapp. Glück dann für den REV, als

Harlad Schäflers Schuss über Hätinens Fanghand ins Niemandsland hinter dem

Tor rutschte. In der 28. Minute war es erneut der heute hervorragend aufgelegte

Alan Reader, der auf Vorlage von Fritz und Wrobel das 3:0 markieren konnte. Nur

knapp scheiterte kurz darauf auch Alexander Janzen, als er von der Strafbank

kommend aus aussichtsreicher Position nicht einnetzen konnte. Nach einer

Strafzeit gegen Oliver Freymark zeigten die "Draisaitl Buben" dann

hervorragendes "Power Play killing" und die Gäste von der Schussen hätten

sich nicht beschweren dürfen, wenn der REV mit einem seiner gefährlichen

Konter einen weiteren Treffer nachgelegt hätte. Das besorgte Alan Reader in der

37. Minute mit seinem Tor Nummer drei, als er auf Zuspiel von Fritz und Streu

Quapp keine Chance ließ. Naumanns Gegentreffer in der 38. Minute schien zu

diesem Zeitpunkt nicht mehr als ein kleiner Betriebsunfall.

Schlussdrittel

mit angezogener Handbremse


Im Schlussabschnitt konnten sich die 2050

Zuschauer mehr oder minder des Eindrucks nicht verwehren, als dass die Seestädter

bereits für die Partie am kommenden Sonntag den Schongang eingelegt hätten.

Dennoch, den Auftakt zum Schlussabschnitt gab Dan Del Monte, der mit einem nicht

zu überhörenden Pfostenkracher auf sich aufmerksam gemacht hatte. In der 56.

Minute war es dann erneut der Kanadier, der nach uneigennütziger Vorarbeit von

Jarkko Varvio das 5:1 erzielt hatte. Als Caudron in der 50. Minute mit seinem

Treffer zum 6:1 „den Sack“ endgültig zuschnürte, war das Spiel bereits

gelaufen. Die Tore der Ravensburger zum 2:6 sowie zum finalen 3:6 (51. Min

Naumann, 59. Min. Blank) waren nicht mehr als blanke Ergebniskosmetik. Am Ende

gewann der Klub aus der Seestadt auch in dieser Höhe verdient und kann nun am

morgigen Sonnabend zunächst beruhigt die Reise ins Schwabenland antreten.

Draisaitl

will Serie in Ravensburg beenden


Auf der anschließenden Pressekonferenz lobte

Trainer Peter Draisiatl seine Mannschaft. Dennoch warnte er vor Überheblichkeit

und unterstrich noch einmal deutlich die Schwere der sonntäglichen Aufgabe.

„Wir werden aber auch in Ravensburg alles geben und ich hoffe, dass wir

bereits am Sonntag diese Serie beenden können,“ übte

sich der Bremerhavener Übungsleiter in Optimismus. Gegenüber Jiri Neubauer

beklagte das Ausscheiden seiner beiden Stammspieler Heilmann und Kraus, machte

aber kein Hehl daraus, dass der Sieg der Bremerhavener am Ende als verdient zu

bezeichnen war.

Tore:


1:0 (6.) Reader,

Fritzt, 2:0 (13.) Bronilla, Moborg,

Dan Del Monte; 3:0 (28.) Reader, Fritz, Meyer; 4:0 (37 .) Reader, Streu, Wrobel;

4:1 (38.) Naumann, Hehle, Slavatinsky; 5:1 (46.) Dan Del Monte, Varvio, Caudron;

6:1 (50.) Caudron, Varvio, Bronilla; 6:2 (51.) Naumann, Rusch, Kunce; 6:3

(59.) Blank, Naumann;