Ratingen zu stark

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Mit 1:4 unterlagen die Starbulls Rosenheim vor 1425 Zuschauern am Freitagabend den Ice Aliens aus Ratingen.

Die Starbulls haben 60 Minuten gekämpft und alles gegeben, am Ende nahmen die Ratinger aber doch die drei Punkte mit. Dabei spielten die Ice Aliens jedoch gar nicht so außerirdisch, bei ihnen kamen die Pässe stets genau auf den Schläger der Mannschaftskollegen und nicht nur im Powerplay genügten oftmals zwei schnelle Zuspiele, um die Rosenheimer Verteidigung in arge Probleme zu bringen.

In der Anfangsphase der Partie kassierte Markus Kempf eine Strafzeit. Die erste große Möglichkeit hatten die Gäste in der fünften Minute durch Alexander Engel, der von der blauen Linie abzog, aber an Olli Häusler im SBR-Kasten scheiterte. In der siebten Minute gab es die erste Hinausstellung gegen Ratingen und Andi Schneider hatte nach feinem Zuspiel von Jeremy Stasiuk die erste gute Chance für die Starbulls. In diesem zerfahrenen ersten Drittel gab es nur wenige zwingende Torschüsse, den nächsten gab nämlich Ryan Smith in der 14. Minute in Überzahl ab. In der 17. Minute kam es wie es kommen musste: Paul Weismann drückte die Strafbank, als Travis James Mulock einen Angriff über Andrè Grein und Janne Kujala abschloss. Eine numerische Überlegenheit der Hausherren in den letzten zwei Minuten vor der Pause brachte keinen Erfolg.

Die erste Hälfte des Mittelabschnitts blieb ebenfalls sehr höhepunktarm, ehe die Ice Aliens in Minute 31 durch Kujala, der einen Querpass von „Oldie“ Klaus Micheller verwertete, den zweiten Treffer markierten. In der 34. Minute marschierte Patrick Hager nach einem Foul im gegnerischen Drittel in die „Kühlbox“ und kurz nach Ablauf dieser Strafe erhöhte Kujala aus halblinker Position auf 3:0. In der Folge wurde es für die Gastgeber richtig brenzlig. Nach einer fragwürdigen Strafzeit gegen Weismann, musste eine Minute später auch noch Nico Senger raus, doch die Düsseldorfer Vorstädter konnten einige gute Chancen nicht verwerten.

Die auffälligsten Männer im Schlussdrittel waren Hauptschiedsrichter Brill und seine Linienrichter. So musste der körperlich robuste Weismann wegen eines Remplers auf die Strafbank, eine deutliche Behinderung (Haken) an Thomas Weiszdorn, der unterwegs Richtung Ratinger Gehäuse war, wurde gar nicht geahndet, einige Abseits- und Icing-Entscheidungen blieben ebenfalls fragwürdig. In der 48. Minute kassierten die Ice Aliens Smith und Baum innerhalb von 15 Sekunden jeweils zwei Strafminuten. Und dieses doppelte Überzahl beendete Patrick Neundorfer nach nur elf Sekunden zum 1:3. Für die Starbulls keimte wieder Hoffnung auf und Patrick Senger hatte in der 53. Minute die Gelegenheit zum Anschlusstreffer, vergab allerdings. SBR-Trainer Markus Berwanger nahm 182 Sekunden vor der Schlusssirene eine Auszeit und ersetzte seinen Goalie durch einen sechsten Feldspieler. Doch das Powerplay brachte keinen Erfolg, stattdessen schob Mulock 16 Sekunden vor dem Ende die Scheibe ins verwaiste Rosenheimer Tor zum 1:4 ein.

Trainerstimmen:

Thomas Popiesch (Ratingen): Es war ein verdienter Sieg, wir waren von Anfang an top vorbereitet. Bei Strafen haben wir uns zurückgehalten und haben im entscheidenden Moment die Tore geschossen.

Markus Berwanger (SBR): Es war ein verdienter Sieg für Ratingen, sie waren einfach immer einen Schritt schneller. In meiner Mannschaft hat jeder gekämpft und ich kann keinem der Jungs böse sein. Das ist unser momentaner Leistungsstand und daran wird sich so schnell nichts ändern. Ich will jetzt nicht nachtreten oder nachhaken, aber mein erster Punkt im Training ist die Fitness der Mannschaft. Hier will ich einen guten Zug und Schnelligkeit ins Training bringen.

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