Preussen steigen in die Oberliga auf

Vorteil PreussenVorteil Preussen
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Während 14.200 Zuschauer das erste DEL-Finale in Berlin verfolgten, jubelten auch die 1460 Fans in der Deutschlandhalle. Denn durch das 8:2 (5:0, 0:1, 3:1) im dritten und entscheidenden Finale der Regionalliga Ost gegen die Black Dragons Erfurt hat der ECC Preussen Juniors Berlin – im wahrscheinlich letzten Spiel in der Deutschlandhalle – den Aufstieg in die Oberliga geschafft.

Bereits Spiel eins vor sechs Tagen hatten die Charlottenburger klar mit 8:1 für sich entschieden, ehe die Thüringer die Serie am Sonntag durch einen 4:3-Sieg im Penaltyschießen noch einmal ausgeglichen hatten. Doch auch das zweite Heimspiel war eine klaren Angelegenheit für die Berliner, die bereits nach 17 Minuten und 29 Sekunden mit 5:0 führten, sodass die Partie entschieden war. Danach ließen es die beiden Teams ruhiger angehen – am Ende wurde in Charlottenburg gefeiert – was der Lokalrivale aus der DEL noch nachholen möchte.

Die Charlottenburger starteten wie die Feuerwehr. Bereits in der vierten Minute setzte sich der junge Phillip Reuter gegen die Abwehr der Thüringer durch und bediente mustergültig Stefan Leciejewski, der zum umjubelten 1:0 einnetzte. Erfurts Tscheche Zbynek Marek setzte sich dann mit einer schönen Kombination durch und prüfte Preussens Goalie Björn Leonhardt. Aber die Berliner bestimmten schnell das Spiel und Oldie Jan Schertz erzielte in der zehnten Minute seinen ersten Treffer und erhöhte auf 2:0. Die Dragons präsentierten sich ohne Biss. Das Team von ECC-Trainer Heiko Awizus dagegen konnte schalten und walten. Nur vier Minuten später erhöhte ECC-Kapitän Kay Hurbanek auf 3:0. Die Erfurter zeigten sich geschockt und nahmen erstmal eine Auszeit. Geholfen hat sie nicht, den nur 28 Sekunden später ließ Dragons-Goalie Kai Fischer einen Schlagschuss von Jan Schertz zum 4:0 durchrutschen. Spielertrainer Zbynek Marak reagierte und wechselte den jungen Martin Otte für den entnervten Fischer ein. Die Preussen setzten nach und kamen so schnell zu weiteren Torchancen. Den Schlusspunkt des Torreigen im ersten Drittel setzte Marvin Krüger mit seinem Treffer zur verdienten 5:0-Führung.

Im zweiten Drittel präsentierten sich die Thüringer deutlich verbessert und es kam endlich so etwas wie Spielkultur auf. Die Erfurter konnten endlich mitspielen und beide Goalies konnten sich mit ihren Paraden auszeichnen. In der 33. Minute jubelten dann endlich auch die Erfurter. Sebastian Hofmann überwand Björn Leonhardt mit einer Bogenlampe von der Mittellinie. Das zweite Drittel konnten beide Mannschaften offen gestalten und so war der 1:0-Drittelgewinn durch Erfurt gerecht. Im letzten Drittel plätscherte das Spiel so vor sich hin. Die Fans feierten ihre jeweilige Mannschaft. Zur besseren Unterhaltung wurde dann noch beim Faustkampf zwischen Berlins Lino Werner und Erfurts Robert Schmidt die Kontrahenten rhythmisch angefeuert. Die Preussen zeigten im Finale noch einmal eindrucksvoll, warum sie in der gesamten Saison die Liga bestimmt hatten. Nach Spielende kamen die ganzen Emotionen aus der langen Saison heraus. Eine Ehrenrunde langte da nicht für die Fans.

Sportlich sind die Preussen nun in die Oberliga Nord aufgestiegen – nur an einer oberligatauglichen Eishalle fehlt es, wenn der Senat die Deutschlandhalle schließt. Die nächsten Wochen bis zu einer Entscheidung werden spannend.

Tore: 1:0 (3:33) Leciejewski (Reuter, Rentzsch), 2:0 (9:37) Schertz (Hurbanek, Watzke/5-4), 3:0 (13:37) Hurbanek (Schertz), 4:0 (14:05) Schertz (Hurbanek, Tittus), 5:0 (17:29) Krüger (Jeschke, Reuter), 5:1 (32:37) Klein (Weyer), 6:1 (45:02) Reuter (Leciejewski/5-4), 7:1 (49:35) Leciejewski, 8:1 (52:10) Tittus (Reuter, Ciganovic/5-4), 8:2 (55:28) Marak (O.Otte, Hofmann/5-4). Strafen: Berlin 18, Erfurt 22 + 10 (Dimitrovici) + 10 (Klein). Zuschauer: 1460. (the/gh)

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