„Pre-Play-off-Wochenende“ der Roten Teufel

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Am Freitag gastieren die Roten Teufel zunächst im Ruhrpott (Spielbeginn 19.30 Uhr, Live-Übertragung im ECN-Fanradio), am Sonntag ab 19 Uhr kommt es im heimischen Colonel-Knight-Stadion zum mit Spannung erwarteten Rückspiel gegen die Füchse, die vier der bisherigen fünf Saisonvergleiche für sich entscheiden konnten. Doch in der Zwischenrunde sind die Uhren quasi auf null gestellt, nachdem beide Teams am vergangenen Wochenende ihr Soll mit zwei Siegen erfüllen konnten.

Rein rechnerisch könnte sowohl den Füchsen wie auch den Roten Teufeln jeweils ein Sieg reichen, sofern man in den letzten Spielen gegen Halle und Timmendorf nicht vollends untergeht und diese Teams entsprechende Resultate an diesem Wochenende gegeneinander erzielen. Alleine aus diesem Grund sind zwei intensive Partien zu erwarten, in denen jeder Punkt zählt. Wie man die Duisburger vor dessen eigenen Publikum schlagen kann, das haben die Hessen beim 4:1-Sieg am 19. Dezember letzten Jahres bereits gezeigt. Aus einer sicheren Abwehr heraus startete man schnelle Konter und nutzte die sich bietenden Torchancen eiskalt aus. Aber auch hier war das Match bis kurz vor Spielende denkbar knapp, erst in der 59. Minute machte Lanny Gare mit dem erlösenden 3:1 alles klar. Auch die anderen Saisonpartien zuhause waren stets eng, gleich drei Mal kassierten die Kurstädter eine 3:4-Niederlage - einmal gar erst in der Verlängerung. Einzig der letzte Gastauftritt in der Wedau ging mit 4:1 deutlich an die Füchse, was aus Sicht der Wetterauer natürlich ein Ausrutscher bleiben soll.

„Das Team ist heiß auf die Revanche für diese Niederlagen. Zudem haben wir schlussendlich noch nichts erreicht - trotz der beiden Auftaktsiege. Aber wir haben es gegen Duisburg selber in der Hand. Vor allem beim Heimspiel muss am Sonntag die Hütte brennen, das ist ein gefühltes Endspiel“, ist EC-Geschäftsführer Andreas Ortwein voller Vorfreude auf die Wochenend-Partien gegen den Ex-DEL-Club. In beiden Partien gilt es, die Schlüsselspieler des Gegners in den Griff zu bekommen. Der frühere NHL-Profi Alexander Selivanov (mehr als 450 Spiele und 120 Tore für Edmonton, Tampa und Columbus) ist da sicherlich an erster Stelle zu nennen, hat der 39-jährige Russe gleich vier Mal gegen die Roten Teufel treffen können. Aber auch Doppel-Torschütze beim 1:4, Anton Bader, sowie der frühere Kasselaner Brad Burym sind als Verteidiger stets torgefährlich – vor allem im Powerplay. Solche Situationen gilt es zu vermeiden, will man in der Wedau bestehen. Ob dies den Hessen gelingt, kann man wieder per Live-Radio des Fanreporters Marcel Bohl am heimischen PC verfolgen. Kurz vor Spielbeginn meldet er sich aus der Scania-Arena mit den letzten Informationen zur Partie.

Am Sonntag werden sich die Kurstädter anders präsentieren müssen, als bei den beiden Heimniederlagen gegen die Füchse. Zu offensiv agierten damals die Hessen, was den Ruhrstädtern vollends in die Karten spielte. Liegen diese auswärts erstmal in Front, wird es ganz schwer, den Spieß nochmal herumzudrehen. Geduld wird also gefragt sein, während man die entscheidenden Situationen dann für sich verbuchen muss. Offen ist die Frage, wie das Team den in dieser Woche kursierenden Magen-Darm-Virus verkraftet hat, der die Spieler inklusive Trainer außer Gefecht setzte. Am Dienstag waren aus diesem Grund nur vier Stammspieler im Training, die von Assistenz-Coach Markus Jehner betreut wurden.