Positives Fazit nach Play-off-Aus

Ein kleiner SchrittEin kleiner Schritt
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Das Saisonfazit beim EHC Dortmund fällt positiv aus. Daran ändert auch die knappe 3:4 (0:0, 2:1, 1:2, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung des EHC Dortmund am Freitagabend nichts. Im Gegenteil, das Spiel in Peiting zeigte noch einmal eindrucksvoll die Tugenden der Westfalen Elche: Moral, kämpferischer Einsatz und der Wille, alles zu geben. Am Ende fehlte das Quäntchen Glück um ein weiteres Spiel zu erzwingen. Wie eng die Halbfinalserie gegen den EC Peiting war verdeutlicht ein Blick auf die Ergebnisse. Dreimal musste sich der EHC erst in der Overtime jeweils mit 3:4 geschlagen geben, nur eines der vier Begegnungen war nach 60 Minuten entschieden und ging an die Westfalen Elche. Nach der regulären Spielzeit musste der EHC in allen neun Play-off-Spielen gegen Passau und Peiting überhaupt keine Niederlage einstecken.

Trotz der im Vorfeld sehr aufgeheizten Atmosphäre verlief das vierte Play-off-Duell zwischen Peiting und Dortmund ausgesprochen fair und ruhig. Sicherlich war das auch ein Verdienst des Schiedsrichter-Trios Carsten Lenhart, Ralph Bidoul und Thomas Meister unter der Aufsicht der Schiedsrichter-Beobachterin Bianca Piechaczek. Die Westfalen Elche hatten den besseren Start und kamen bereits nach 40 Sekunden zum ersten Mal gefährlich vor das gegnerische Tor. Weitere gute Dortmunder Möglichkeiten folgten, die Gastgeber zeigten erst ab der achten Spielminute ihr Angriffspotential. Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts blieb die Partie offen, auch ohne die gesperrten Stephan Kreuzmann, Alexander Janzen und Jake Brenk sowie ohne Marc Hemmerich (vereinsintern gesperrt) hielten die Westfalen Elche gut dagegen und überstanden auch ihre ersten Unterzahlsituationen bestens. Im zweiten Drittel nahm der Peitinger Druck zu und Finkenrath musste einige Male beherzt retten. Deshalb kam die Führung für den EHC etwas überraschend. Eine Dortmunder Angriffssituation schien schon bereinigt, da fiel der Puck direkt auf den Schläger von Stephan Stiebinger, der wenige Meter vor dem Peitinger Gehäuse abzog und das 0:1 markierte. Lange währte die Freude nicht, denn sechs Minuten später konnten die Gastgeber im zweiten Nachschuss egalisieren. In der 39. Minute hatte der ECP eine weitere gute Möglichkeit, aber im Gegenzug setzte sich Vitali Stähle durch und schaffte die erneute EHC-Führung. Der Schlussabschnitt begann mit einer guten Möglichkeit für Stephan Stiebinger, dann waren die Gastgeber wieder am Zug. Das 2:2 in der 44. Minute war aus Dortmunder Sicht unglücklich, denn ein Bully wurde von Peiting direkt ins Tor verwandelt. Vier Minuten später konnte der EC Peiting dann zum ersten Mal in Führung gehen, entschieden war damit aber noch nichts. Die Westfalen Elche bäumten sich noch einmal auf und kamen in der 54. Minute durch Kevin Thau in Überzahl zum Ausgleich. Die letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit gehörten klar dem EHC, der bei drei klaren Chancen das Spiel hätte entscheiden können. Die Gastgeber kamen nicht mehr zum Zuge und retteten sich in die Verlängerung. Hier hatte der EHC zwei weitere gute Chancen, musste sich dann aber doch in Unterzahl in der 65. Minute geschlagen geben.

„Natürlich ist es bitter, sich dreimal erst in der Overtime geschlagen geben zu müssen. Das schmälert aber den sehr positiven Gesamteindruck der Saison nicht. Wir haben auch heute wieder trotz der Ausfälle eine tolle Leistung gezeigt und können stolz auf das Erreichte sein“, meinte EHC-Coach Frank Gentges nach Spielende. Mit dem dritten Sieg dieser Halbfinalserie zog der EC Peiting ins Finale ein und trifft dort auf den Sportbund Rosenheim, der sich gegen Herne ebenfalls in vier Spielen durchsetzte.

Tore: 0:1 (27:46) Stephan Stiebinger (Matthias Potthoff, Nils Sondermann), 1:1 (33:25) Lubor Dibelka (Michael Fröhlich, Milos Vavrusa), 1:2 (39:12) Vitali Stähle (T.J. Sakaluk, Mikhail Nemirowsky), 2:2 (43:47) Martin Schweiger (Gordon Borberg, Klaus Müller), 3:2 (47:56) Gordon Borberg (Manfred Eichberger, Martin Schweiger), 3:3 (53:39) Kevin Thau (Ryan Martens, Jörg Wartenberg/5-4), 4:3 (64:38) Milos Vavrusa (Lubor Dibelka, Michael Fröhlich/5-4). Strafen: Peiting 6, Dortmund 10. Zuschauer: 1471.


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