Polnischer Verteidiger für die Wölfe-Defensive

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Przemyslav Piekarz heißt der nächste Neuzugang für die Defensivabteilung der Harzer Wölfe. Der polnische Verteidiger kommt von Podhale Nowy Targ aus der polnischen Extraliga, dem aktuellen Meister in Polen.

Wie seine beiden kanadischen Abwehrkollegen Mark Vida und Martin Kloucek wurde Piekarz im Jahr 1984 geboren, genauer am 11. April. Mit 1,90 Meter Größe und 90 Kilogramm Gewicht bringt er alle Vorraussetzungen mit, sich in der Defensive zu etablieren. „Natürlich sind Vida, Kloucek und jetzt Piekarz keine bekannten Namen. Wir müssen aber allein auf Grund unseres engen Finanzbudget auf junge Spieler setzen, die sich in Deutschland entwickeln und für höhere Aufgaben beweisen wollen“, so Wölfe-Pressesprecher Robert Koch.

Coach Andreas Bentenrieder schlägt in die gleiche Kerbe: „Man darf nicht vergessen, dass das Eishockey in Braunlage vor einem Jahr praktisch vor dem Aus stand. Nun sind wir als Aufsteiger in der Oberliga dabei. Den Anspruch, wieder vorne mitzuspielen, können wir da naturgemäß nicht haben.“ Für den Coach zählt daher zunächst der Gedanke an das Team. „Was nutzen mir bekannte Namen, wenn die sich nicht voll reinhängen“, sagt der Wölfe-Trainer. Bentenrieder weiter: „Entscheidend ist, dass ein Team auf dem Eis steht und für einander bis zum Ende kämpft. Ich verspreche, das werden wir immer tun.“

Piekarz ist übrigens nicht der erste polnische Verteidiger, den es in den Harz zieht. Mit Freude denken die Harzer Eishockeyfans an Marek Gajewski zurück, der mehr als zehn Jahre in der Defensive verschiedener Braunlager Teams spielte. Nach dem Ende des EHC Harz 1999 führte er den BSC als Kapitän zurück in die Regionalliga und war unumstrittener Publikumsliebling.