Platz sechs rückt in weite Ferne

Schon wieder zweistellig verlorenSchon wieder zweistellig verloren
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Als Sechs-Punkte-Spiel wurde die Partie am Freitagabend in Peiting deklariert. Als letzte Chance, dass man die Play-downs in der Oberliga vermeiden kann. Doch dem Team von Deggendorf Fire war dies offensichtlich nicht so ganz klar, denn der EC Peiting wäre sicherlich zu schlagen gewesen. Dennoch unterlag der DSC mit 2:6 (0:2, 2:1, 0:3).

Deggendorf begann auch so, wie man sich das vorgestellt hat. Gleich zu Beginn wurden einige Chancen erarbeitet, doch das Tor war wieder einmal wie vernagelt. Peitings Keeper Markus Keller war zudem ein starker Rückhalt für seine Farben. Bereits nach wenigen Sekunden hatte Fire die erste Gelegenheit in Überzahl. Die Scheibe lief gut und landete bei Sicinski, der Keller aber nicht überwinden konnte. Im weiteren Verlauf erarbeiteten sich dann beide Teams Chancen. So scheiterten zum Beispiel Greilinger, Thomassian und Endraß. In der elften Minute dann die erste große Chance für die Peitinger, die auch prompt zum 1:0 genutzt wurde. Milos Vavrusa wurde vor dem Tor zu wenig attackiert und hatte keine Mühe, Haider auszuspielen. Wenige Sekunden später erhielt Weinzierl eine Strafzeit, Überzahl also für die Oberbayern. Die ließen sich nicht zweimal bitten und erhöhten auf 2:0. Dabei fiel der Treffer etwas unglücklich: Dowhayko wollte die Scheibe vor dem Tor klären, schießt Werner Kößl auf den Schlittschuh und die Scheibe flog über den verdutzten Haider in das Tor, keine Chance für den Fire-Torhüter. Mit diesem Spielstand ging es schließlich auch in die Drittelpause. Coach Eisenhut muss klare Worte gefunden haben, denn sein Team kam wie ausgewechselt aus der Kabine, war sogar die deutlich bessere Mannschaft. Sogar im Überzahlspiel klappte es an diesem Abend. In der 24. Minute, als Deggendorf in die richtige Aufstellung kam, postierte sich Sicinski frei vor dem Tor. Von Schinköthe angespielt musste er nur noch den Schläger hinhalten, es stand nur noch 2:1. Nur drei Minuten später stand man erneut mit einem Mann mehr auf dem Eis. Landstorfer zog von der blauen Linie ab, Collingham hielt seinen Schläger hin und fälschte die Scheibe unhaltbar für Keller ab: Plötzlich stand es also 2:2. Deggendorf war weiter am Drücker, doch zu weiteren Toren sollte es nicht mehr reichen. Thomassian scheiterte noch zwei Mal an Keller, ebenso Greilinger, Sicinski und Kulzer. Kurz vor der Pause der Schock für die gut 50 mitgereisten Fans von Fire: Peiting konnte einen Angriff fahren, der Pass kam in die Mitte, Schinköthe verfehlt die Scheibe und der starke Krabbat hatte keine Mühe diesen Patzer zu nutzen.

Dies war zugleich die Wende im Spiel. Im letzten Drittel war die Mannschaft erneut wie ausgewechselt, dieses Mal aber zum Negativen. Statt weiter zu spielen wie im zweiten Abschnitt, versuchte man verkrampft, die Scheibe in das Tor zu tragen. Die vielen Fehler in den Abwehrreihen nutzen die Peitinger eiskalt aus, so erwischte Haider in der 48. Spielminute den Schuss von Krabbat unglücklich am Schläger und fälscht den Puck selbst unhaltbar in das Tor ab. Krabbat war es auch, der Landstorfer in der 52. Minute die Scheibe abnahm und seinen Hattrick perfekt machte. Die Moral war nun verständlicherweise am Boden, man hat sich seinem Schicksal ergeben. Eisenhut nahm zwei Minuten vor Schluss noch eine Auszeit und ging volles Risiko ein, indem er Haider aus dem Tor nahm, um vielleicht noch drei schnelle Tore zu erzielen. Doch der Schuss ging nach Hinten los, Kößl traf nach einem gewonnenen Bully zum 6:2-Endstand.

Nach dem Spiel waren die Verantwortlichen entsprechend angesäuert: „Ich bin sehr enttäuscht von meiner Mannschaft. Nach dem 3:2 haben sie aufgehört zu spielen. Nur 40 Minuten Eishockey spielen reicht einfach nicht aus in dieser Liga. Wenn die Spieler ihre Einstellung nicht ändern, kommen noch harte Zeiten auf uns zu. Wir werden uns sicherlich überlegen, ob wir Konsequenzen daraus ziehen müssen“, äußerte sich Coach Eisenhut nach dem Spiel sichtlich angefressen.

Tore: 1:0 (10:26) Vavrusa (Saal, Löwe), 2:0 (11:47) Kößl (Barg, D.Orr/5-4), 2:1 (23:34) Sicinski (Schinköthe, Bayer/5-4), 2:2 (26:13) Collingham (Landstorfer, Huber/5-4), 3:2 (39:31) Krabbat (Kößl, D.Orr), 4:2 (48:38) Krabbat (Barg, D.Orr), 5:2 (51:31) Krabbat (D.Orr, Barg), 6:2 (58:36) Kößl (Barg/ENG). Strafen: Peiting 8, Deggendorf 14. Zuschauer: 713.

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