Perfektes Wochenende für Dortmund

Der EHC Dortmund ließ dem EV Duisburg keine Chance.Der EHC Dortmund ließ dem EV Duisburg keine Chance.
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Schon in der ersten Drittelpause waren die Zuschauer, sowohl auf Dortmunder als auch auf Duisburger Seite sehr überrascht über den klaren 4:0-Vorsprung der Westfalen Elche, nach dem Abpfiff wurde dann von den EHC-Fans das 9:0 ausgiebig gefeiert. Nach der Wochenend-Maximalausbeute von sechs Punkten bei 20:1 Toren und dem Ausbau der Tabellenführung war auch Elche Coach Frank Gentges mehr als zufrieden und spendierte seiner Mannschaft bis Mittwoch trainingsfrei. Sein Duisburger Kollege Andreas Lupzig sprach auf der Pressekonferenz nach Spielende sichtlich deprimiert von einem in allen Belangen, einschließlich der Torhüterposition, überlegenen Gegner.

Dabei hatten die Füchse den etwas besseren Auftakt mit druckvollem und engagiertem Spiel nach vorn. Das hielt aber nur bis zur 3. Spielminute, dann hatten die Westfalen Elche innerhalb von 23 Sekunden durch David Hördler und Kevin Thau eine ebenso schnelle wie überraschende 2:0-Führung erzielt. Dieser Blitzstart zeigte doppelte Wirkung: Die Gäste waren geschockt, das junge EHC-Team bezog aus dem optimalen Auftakt zusätzliches Selbstvertrauen und setzte den Gegner mit bekannt schnellem und direktem Spiel unter Druck. Das sollte sich auszahlen, denn in der 10. Minute konnte David Hördler nach guter Kombination das 3:0 erzielen. Vier Minuten später wollten die EHC-Fans erneut jubeln, aber der mögliche Treffer fand keine Anerkennung. Das 4:0 fiel dann in der 16. Minute und zum dritten Mal war es David Hördler, der einnetzte und nach der Partie zu Recht Spieler des Abends bei den Elchen wurde. Danach verließ Etienne Renkewitz das Duisburger Gehäuse und wurde durch Christoph Oster ersetzt. EHC-Keeper Boris Ackers zeigte den Torhüter-Unterschied an diesem Abend und rettete mit guter Parade in der 17. Minute die Null auf der Anzeigetafel. Dass der klare Zwischenstand zu diesem Zeitpunkt verdient war, konnte man in der 18. Minute sehen, denn bei einem schnellen Break verzog Michael Henk die Scheibe nur knapp.

Im mittleren Abschnitt versuchten sich die Füchse gegen die Niederlage zu stemmen und versuchten die Elche unter Druck zu setzen, aber in der 26. Minute erzielte Jan-Jaap Natte mit leichter Hilfe von EVD-Keeper Christoph Oster das 6:0. Weitere Dortmunder Chancen folgten, aber auch Boris Ackers musste in der 35. und 36. Minute sein ganzes Können aufbieten um seinen möglichen ersten Shutout im EHC-Dress zu ermöglichen. Das schaffte er dann auch, denn im Schlussabschnitt hatten die enttäuschenden Gäste dem schnellen Spiel der Westfalen Elche nur noch wenig entgegen zu setzen. Manuel Neumann in der 43. Minute sowie zweimal Alexander Preibisch (49. und 52. Minute) schraubten das Ergebnis auf 8:0 hoch, den Schlusspunkt setzte Nils Sondermann in der 54. Minute. Genug hatte der EHC damit noch nicht sondern versuchte das Torkonto noch weiter zu erhöhen. Die Gäste dagegen spielten nun immer ruppiger. Bereits in der 47. Minute gab es eine kleine Rauferei zwischen Kevin Thau und Michael Hrstka. Hier beließ es Hauptschiedsrichter Markus Krawinkel noch bei kleinen Strafen. Als in der 53. Minute dann Füchse Stürmer Christian Werth bei EHC-Goalie Boris Ackers nachstocherte, obwohl der den Puck bereits sicher in der Fanghand hatte, ging Elche-Verteidiger Thomas Ziolkowski zum Schutz seines Keepers dazwischen. Der anschließende Faustkampf brachte das vorzeitige Duschen für beide Kontrahenten.

Fazit: „Spieler und Fans können das Wochenende zu Recht feiern. Besser kann man es nicht machen. Aber wir müssen und werden auf dem Boden bleiben, die klare Tabellenführung ist eine schöne Momentaufnahme. Solche Kraftakte sind mit dem kleinen Kader nicht beliebig oft zu wiederholen. Die jungen Spieler bekommen im Augenblick viel Eiszeit und Gelegenheit, ihr Können zu beweisen. Trotzdem arbeiten wir an Verstärkungen für das Team. Das geschieht aber mit Sorgfalt und Augenmaß. Mögliche Neuzugänge müssen sportlich und finanziell ins Konzept passen. Deshalb habe ich mit Jan-Jaap Natte vereinbart, dass er weiter im Team bleibt. Zumindest so lange, bis der Kader erweitert wird“ erläuterte EHC-Chefcoach Frank Gentges nach dem Spiel. Damit wird der sympathische niederländische Nationalspieler wahrscheinlich auch am nächsten Wochenende im EHC-Dress auflaufen. Dann steht für die Westfalen Elche nur ein Spiel auf dem Programm. Nach dem spielfreien Freitag kommt am Sonntag Lippe-Hockey Hamm an die Strobelallee. Die Young Stars gewannen am Wochenende zuerst in Essen, bezwangen dann Herne in der Overtime und stehen nun hinter dem EHC auf Platz zwei der Tabelle.

Tore: 1:0 (2:46) David Hördler (Martin Schweiger, Manuel Neumann), 2:0 (3:09) Kevin Thau (Christoph Ziolkowski, David Hördler), 3:0 (9:04) David Hördler (Stephan Kreuzmann, Thomas Ziolkowski), 4:0 (15:53) David Hördler (Stephan Kreuzmann, Sven Breiter), 5:0 (25:07) Jan-Jaap Natte (Nils Sondermann, David Hördler), 6:0 (42:10) Manuel Neumann (David Hördler, Sven Breiter/5-4), 7:0 (48:10) Alexander Preibisch (Thomas Ziolkowski, Christoph Ziolkowski/5-4), 8:0 (51:24) Alexander Preibisch (Boris Ackers, Manuel Neumann), 9:0 (53:23) Nils Sondermann (Alexander Preibisch, Jan-Jaap Natte/5-4). Strafen: Dortmund 4 + 5 + Spieldauer (Thomas Ziolkowski), Duisburg 22 + 5+ Spieldauer (Christian Werth). Zuschauer: 613.

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