Passau Black Hawks verlieren im Mitteldrittel Platz vier

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
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Mit dem Überraschungscoup in Kaufbeuren vor vier Wochen begann der Höhenflug der Black Hawks Passau. Jetzt sind sie unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Zu Hause setzte es gegen die Joker eine 4:8 (1:2, 0:4, 3:2) in der Oberliga.

Im ersten Drittel konnte man das Spiel noch offen gestalten, eine desolate Vorstellung im Mitteldrittel sorgte aber für die frühe Entscheidung zugunsten der Joker. Bereits nach 33 Sekunden spielten die Passauer erstmals in Überzahl. Doch anstatt mit einer frühen Führung an Sicherheit zu gewinnen, fing der hervorragend aufgelegte Derek Switzer auf Seiten der Joker einen Querpass im Mitteldrittel ab und bediente damit Daniel Oppolzer, der Daniel Huber im Tor der Passauer keine Chance lies und zur frühen Führung für Kaufbeuren einnetzte. In der Folge sahen die gut 700 Zuschauer im Passauer Ice Gate Eishockey auf gutem Niveau. In der zwölften Spielminute dann große Aufregung auf Seiten der Hawks-Fans, als Kevin Saurette Verteidiger Kevin Steiger übel in die Bande checkte, der verletzt auf dem Eis liegen blieb. Die erwartete Spieldauerdisziplinarstrafe blieb zwar aus, dennoch nutzen die Dreiflüssestädter das anschließende Powerplay zum, zu diesem Zeitpunkt verdienten, Ausgleich durch Alexander Feistl. Das Drittel gestaltete sich weiter offen bis Passaus Goalie Huber eine mehr als unnötige Strafe wegen Behinderung kassierte. Die Überzahlchance ließen sich die Joker nicht entgehen und erhöhten durch Robert Paule auf 2:1. Gegen Ende des ersten Abschnitt hätte Kaufbeuren durch Jordan Webb das Ergebnis noch verbessern können, doch der Kanadier traf nur die Latte.

Im zweiten Drittel bot sich dann ein komplett anderes Bild. Die Joker, von Marcus Bleicher gut eingestellt, kamen mit Biss und Siegeswillen aus der Kabine zurück, wohingegen die Black Hawks Kampfgeist und Engagement offensichtlich dort zurückgelassen hatten. Zwar hatte Passau auch in dieser Phase durchaus Chancen, wie in der 24ten Minute durch Marc Desloges, doch scheiterten die Stürmer der Hawks ein ums andere mal an Goalie Leonard Conti. Ab Mitte des Drittels ging es dann furchtbar schnell. Zuerst überwand Derek Switzer Daniel Huber im Passauer Gehäuse, der dabei keine gute Figur abgab, dann traf Daniel Rau von der blauen Linie. Daniel Schury erhöhte im Powerplay zum Zwischenstand von 5:1, nachdem Passau unnötige Strafen hinnehmen musste. Die Joker nutzen dann die Unsicherheiten in der Passauer Verteidigung, die durch die Verletzung von Kevin Steiger nur noch mit zwei Reihen agieren konnten, konsequent aus und schraubten das Ergebnis noch vor Ende des Drittels durch einen Treffer von Jordan Webb auf 6:1.

Im Schlussabschnitt schonte Marcus Bleicher zum Einen Goalie Leonard Conti und brachte Fritz Hessel, zum Anderen war jetzt die Gelegenheit die renommierten Kräfte für das Allgäuderby zu schonen und den jungen Spielern Eiszeit zu geben. Trainer Klaus Feistl muss beim zweiten Pausentee auch deutliche Worte gefunden haben, denn im letzten Drittel fingen die Black Hawks wieder an trotz des deutlichen Rückstands um jeden Zentimeter Eis zu kämpfen und Fritz Hessel mit Schüssen einzudecken. Dies führte dann zum Anschlusstreffer durch Niki Meier, der einfach mal von der blauen Linie abzog. Postwendend markierte dann aber Derek Switzer seinen zweiten Treffer. Innerhalb von zweieinhalb Minuten schaffte Passau dann durch Tore von Kruck und Muller den vermeintlichen Anschluss und begann Oberwasser zu bekommen. Kaufbeurens Trainer Bleicher reagierte sofort mit einer Auszeit, um seine Mannschaft nochmals wachzurütteln. „Ich habe im Eishockey schon viel erlebt. Drei Tore in sechs Minuten sind da immer drin, und Passau war immer gefährlich.“, so Bleicher nach dem Spiel. Dies fruchtete auch bei den Jokern und Kevin Saurette markierte kurz darauf den 4:8-Endstand. Klaus Feistl hingegen war bei der Pressekonferenz nicht zugegen. Dieser stand zu diesem Zeitpunkt mit seiner Mannschaft auf dem Eis und absolvierte eine zwanzigminütige Overtime ohne Gegner. Nach dem Spiel meinte er: „Das war kein Straftraining. Die Mannschaft musste noch Laufen um Sauerstoff ins Hirn zu bekommen, damit ein Denkprozess einsetzen kann.“

Ein Lichtblick im Schlussdrittel war Tobi Lienig, der den enttäuschenden Daniel Huber ersetzte und damit erstmals Oberligaluft schnuppern durfte. „Tobi hat seine Sache im Rahmen seiner Möglichkeiten super gemacht. Er hat den einen oder anderen toll rausgefischt. Ich glaube wir können stolz sein auf den ersten der aus dem eigenen Nachwuchs in der Oberliga auf dem Eis steht“, meinte Teammanager Marcus Petri auf der Pressekonferenz.

Tore: 0:1 (2.) Oppolzer (Switzer), 1:1 (14.) Feistl (Schwarzkugler, Kruck), 1:2 (18.) Paule (Oppolzer, Switzer), 1:3 (30.) Switzer (Saurette, Oppolzer), 1:4 (35.) D. Rau 8(Mcfeeters, Webb), 1:5 (39.) Schury (Webb), 1:6 (40.) Webb (Rau Th, McFeeters), 2:6 (47.) Meier (Möhle, Vogl), 2:7 (47.) Switzer (Saurette, Wintergerst), 3:7 (50.) Kruck (Feistl), 4:7 (53.) Muller (Dvorak, Feistl), 4:8 (57.) Saurette( Switzer, Aßner). Strafen: Passau 16, Kaufbeuren 22 + 10 (Saurette). Zuschauer: 723.

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Selber Wölfe Selb
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