OL Süd: Verrückter Modus, aber gute Qualität

Barni, das Maskottchen des EHC Klostersee, konnte in der vergangenen Saison den überraschenden Einzugs ins Oberliga-Finale feiern. Für die Süd-Staffel geht es am Wochenende wieder los. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)Barni, das Maskottchen des EHC Klostersee, konnte in der vergangenen Saison den überraschenden Einzugs ins Oberliga-Finale feiern. Für die Süd-Staffel geht es am Wochenende wieder los. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)
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Der Bayerische Eissport-Verband ist der größte Landesverband, den der Deutschen Eishockey-Bund zu bieten hat. Rein theoretisch ist die Oberliga Süd sogar für die Teams aus Bayern und Baden-Württemberg vorgesehen – und dennoch gehen nur neun Mannschaften an den Start, die allesamt aus dem Bereich des BEV kommen. Schon verrückt: Die Süd-Staffel ist die einzige der vier Oberliga-Gruppen, die vom DEB geführt wird – und nicht von einem federführend verantwortlichen Landesverband. Und dennoch ist sie die einzige Staffel mit Clubs auf nur einem LEV. Herzlich Willkommen im deutschen Eishockey.

Der SC Riessersee ist auf-, der EV Landsberg abgestiegen und zudem noch pleite. Das gleiche gilt für Zweitliga-Absteiger Wölfe Freiburg, der in Form des Stammvereins EHC Freiburg gleich in die Regionalliga Südwest durchgereicht worden ist. Aus der Bayernliga konnten und wollten nur die Erding Gladiators hoch, sodass nur neun Mannschaften übrig geblieben sind.

Die Oberliga Süd ist allerdings auch die erste der vier Gruppen, die in die neue Saison startet. Und sportlich gehört diese Staffel wieder zum stärksten, was die dritthöchste Spielklasse zu bieten hat, wenngleich die Oberliga West deutlich aufgeholt hat und die ohnehin nur geringe Lücke zwischen beiden Gruppen zu schließen bereit ist.

Der große Vorteil des Südens in der vergangenen Saison war die größere Ausgeglichenheit der Liga, sodass die meisten Spiele eine Herausforderung waren. Im Westen war das nur der Fall, wenn die Top Vier untereinander die Klingen kreuzten. Der Westen wird dieses Jahr gemeinhin ausgeglichener auftreten, aber das gilt auch weiterhin für den Süden.

Als Favorit werden allerdings im Regelfall die Tölzer Löwen genannt. Sie waren mit dem späteren Deutschen Oberliga-Meister und Zweitliga-Aufsteiger SC Riessersee das beste Team der Vorsaison – und die Qualität der Nachwuchskräfte des ECT hat beileibe nicht nachgelassen. Der EV Füssen und der EC Peiting sollten ebenfalls in Richtung spitze schauen dürfen. Für Deggendorf Fire und den EV Regensburg sieht es ebenfalls nicht schlecht aus. Und wie sieht es mit Play-off-Überraschungsteam Klostersee aus? Und werden Passau und Selb weiter nach vorne kommen? Sportlich ist also für Spannung gesorgt. In den meisten Fällen muss allerdings abgewartet werden, wie die Bilanz der Zu- und Abgänge tatsächlich aus dem Eis zu Buche schlägt. Der Neuling aus der Bayernliga, die Erding Gladiators, war in Liga vier sehr stark, der Sprung zur Oberliga Süd ist aber groß.

Die neun Mannschaften des Südens werden eine Doppelrunde, also je zwei Heim- und Auswärtsspiele gegen jeden Gegner, absolvieren. Zu diesen 32 Partien pro Verein kommen acht weitere Spiele, da die neun Mannschaften in drei Gruppen (allerdings nur für den Spielplan; die Tabelle wird in einer Gesamtrunde geführt) aufgeteilt sind. Das bedeutet, dass jeder Club gegen zwei andere Teams jeweils zwei weitere Heim- und Auswärtsspiele bestreitet. Deggendorf, Erding und Passau, dann Regensburg, Selb und Klostersee sowie Bad Tölz, Peiting und Füssen heißen die Teams, die gleich acht (!) Partien gegeneinander absolvieren werden.

Für die neue Saison gibt es die Zusage, dass die Bayernliga zwei Aufsteiger stellen wird. Zudem soll auch aus der Regionalliga Südwest ein Team dazu kommen, um wieder zu einem „normalen“ Modus zurückkehren zu können.

Der Rest bleibt beim Alten. Die ersten Acht bestreiten die südinterne, erste Play-off-Runde. Die vier Sieger treffen in den Aufstiegs-Play-offs auf die vier Vertreter, die die Oberligen West, Nord und Ost in einer gemeinsamen Endrunde ermitteln werden. Für den Neunten der Oberliga Süd ist die Saison nach der 40-Spiele-Hauptrunde beendet.

Das Schöne ist und bleibt – die Eishockey-Saison geht endlich wieder los. Und wie kompliziert der Modus auch ist: Spaß machen die Spiele dieser neun Mannschaften allemal.

Das erste Wochenende bringt diese Partien:

Freitag, 23. September:
19.30 Uhr: Tölzer Löwen – EHC Klostersee
20.00 Uhr: Erding Gladiators – Deggendorf Fire
20.00 Uhr: VER Selb – EC Peiting
20.00 Uhr: EV Regensburg – Black Hawks Passau

Sonntag, 25. September:
17.30 Uhr: EHC Klostersee – Erding Gladiators
18.00 Uhr: EC Peiting – Tölzer Löwen
18.30 Uhr: EV Füssen – EV Regensburg
18.30 Uhr: Deggendorf Fire – VER Selb

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