Nur noch vier Punkte hinter Bad Tölz

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Besondere Bedeutung kam dabei dem Heimspiel gegen die Passau Black Hawks zu, hatten die Niederbayern doch den Abstand zu den Leoparden am vorherigen Wochenende auf zehn Zähler verkürzen können. Dementsprechend motiviert ging der EVF an die Sache und ließ dem Gegner mit hohem Tempo nicht viel Zeit, um eigene Angriffe vorzutragen. Die Belohnung war eine deutliche 3:0-Führung nach dem ersten Spielabschnitt. Doch auch im zweiten Drittel gab die heimische Vertretung den Ton an, und nutzte eine der vielen Chancen zum vierten Treffer. Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe auch die Gäste zu ihrem ersten Tor kamen. Innerhalb von 42 Sekunden trafen dann beide Mannschaften noch je einmal, was einen Zwischenstand von 5:2 bedeutete. Im letzten Abschnitt spielten die Schwarz-Gelben verständlicherweise deutlich defensiver. In der 47. Spielminute gelang Passau aber mit einem höchst umstrittenen Treffer das 5:3. Nur 11 Sekunden später kamen sie auch noch in den Genuss einer doppelten Überzahl, aber in den vollen zwei Minuten wusste Andre Irrgang seinen Kasten sauber zu halten. Vier Zeigerumdrehungen vor Ende tauchte jedoch ein Gästestürmer in Unterzahl frei vor ihm auf und markierte den Anschlusstreffer. Als auch noch eine Strafzeit gegen den EVF ausgesprochen wurde, nahm Passau seinen Torhüter vom Feld, aber auch diese doppelte Unterzahl wussten die Leoparden mit viel Einsatz schadlos zu überstehen, und somit den Abstand auf die Black Hawks wieder auf 13 Punkte zu erhöhen. Die Treffer für Füssen erzielten Mathias Müller, Andrej Naumann, Jeric Agosta, Raphael Rohwedder und Benjamin Kronawitter.

Im Auswärtsspiel in Selb wartete die Mannschaft von Georg Holzmann dann mit einer starken kämpferischen Leistung auf. Gestützt auf einen fehlerlos haltenden Andre Irrgang und mit nur vier Strafzeiten bei diesem schweren Auswärtsspiel wurde den Gastgebern nicht viel Spielraum gewährt, so dass sich auch deren neuer kanadischer Stürmer Konsorada nicht groß in Szene setzen konnte. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts ging der EVF in Führung, die bereits nach 48 Sekunden im zweiten Drittel ausgebaut werden konnte. Zwar gelang den Gastgebern vier Minuten später das 1:2, es sollte jedoch der einzige Treffer bleiben. Auch wenn das Überzahlspiel des EVF an diesem Abend nicht sonderlich klappte, eine 5:3-Überzahl nutzten die Leoparden zum dritten Treffer, und am Ende gelang auch noch das 1:4, nachdem die Selber den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspieler gebracht hatten. Ein toller Auswärtserfolg für den EVF, bei dem die Spieler Bernier, Müller, Holzmann, Kronawitter und Baier fehlten. Als Torschützen konnten sich Andrej Naumann, Sascha Holz, Eric Nadeau und Jeric Agosta feiern lassen.

Damit hat der EV Füssen seit dem 10. Dezember in jedem Spiel gepunktet, und liegt weiterhin auf dem vierten Tabellenplatz. Mit 25.71 % weist das Team die beste Überzahlquote aus, mit 82,93 % hat man zudem die drittbeste Unterzahl. Mit 393 Strafminuten ist man weiterhin das fairste Team der Liga. In den Scorerlisten ist Mark Bernier punktbester Verteidiger der Liga, während Sascha Holz die Torjägerliste anführt.

Am Freitag geht es bereits zum nächsten Auswärtsspiel nach Deggendorf. Um 20 Uhr tritt der EVF beim derzeitigen Tabellensiebten an. Durch seinen letzten 3:2-Erfolg gegen Peiting hat Fire punktemässig zum Sechsten EHC Klostersee aufgeschlossen. Nicht nur durch diesen Sieg dürfte die Mannschaft von Schorsch Holzmann gewarnt sein. Nach dem 1:4 in Füssen Mitte Dezember verloren die Niederbayern nur noch die beiden Derbys gegen Passau, während die anderen sieben Oberligagegner, also neben Peiting auch Bad Tölz und Riessersee, allesamt besiegt wurden. Neben dem immer besser in Fahrt kommenden Torhüter Agricola ist vor allem der junge Topscorer der Deggendorfer, Stefan Ortolf, dafür verantwortlich, dass das lange Zeit auf dem letzten Tabellenplatz stehende Team von Coach Norbert Weber mittlerweile ein sicherer Kandidat für die Play-off-Teilnahme ist, denn der Vorsprung auf den neunten Platz beträgt bereits satte 10 Punkte. Neben Ortolf gilt es für den EVF vor allem, die erfahrenen Spieler der Flames wie Rand, Sullivan, Selea, Fendt oder Guggemos in Schach zu halten.

Am Sonntag den 23. Januar steigt dann in der BLZ Arena um 18 Uhr das große Altmeisterduell mit den Tölzer Löwen. Zu diesem Spiel bietet der EVF vergünstigte Eintrittspreise an und hofft auf eine große Kulisse, immerhin ist das Spiel gegen den Tabellenführer zum Ende der Hauptrunde hin sicherlich ein Highlight. Die Isarwinkler stehen auch für die Experten bislang ziemlich überraschend an der Tabellenspitze, wird das Team doch hauptsächlich aus jungen Spielern der Region gebildet. Doch Trainer Funk ist es gelungen, die vielen Talente zu einer Einheit zu formen, die vor allem durch enorme Einsatzbereitschaft und hohes Spieltempo glänzt. Damit hatten bislang alle Vereine der Liga so ihre Probleme, und der ECT hat nach unseren Leoparden die zweitmeisten Tore der Liga erzielt. Sicherlich auch ein Verdienst des nachverpflichteten Deutschkanadiers Yanik Dubè, der mittlerweile auch Topscorer des Teams ist. Neben ihm haben noch die Stürmer Sedlmayr, Strobl, Fischhaber und Ehliz eine sehr gute Punktausbeute vorzuweisen. Die eigentliche Stärke der Tölzer ist sicherlich ihre Ausgeglichenheit. So konnten zum Beispiel bereits 15 Spieler mehr wie 10 Punkte für sich verbuchen. Eine schwierige Aufgabe für den EVF, jedoch sicherlich nicht unlösbar. Das erste Spiel verlor man auswärts mit 1:5, das zweite daheim knapp mit 3:4. Im Dezember konnte jedoch in Tölz endlich ein 8:6-Sieg gefeiert werden. Es wird also sehr spannend zugehen, und mit der entsprechenden Anfeuerung könnte vielleicht auch in diesem Spiel dem Tabellenführer ein Bein gestellt werden.

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