Zweistelliger EVD-Sieg nach TrainerrauswurfDuisburg trennt sich von Lance Nethery

Das Tor der Wedemark Scorpions stand beim EV Duisburg unter Dauerbeschuss. (Foto: Roland Christ - www.rc-du.de)Das Tor der Wedemark Scorpions stand beim EV Duisburg unter Dauerbeschuss. (Foto: Roland Christ - www.rc-du.de)
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„Es gab keine Grundlage mehr für eine Zusammenarbeit“, sagte Füchse-Chef Sebastian Uckermann zur Trennung. Auf den akuten Anlass wollte er nicht eingehen, sagte nur so viel: „Lance rief mich bereits morgens an. Was ich da hörte, konnte ich gar nicht glauben. Als das Gespräch am Nachmittag genauso verlief, war klar, dass es nicht mehr zusammen weitergehen kann.“ Auch Nethery selbst sagte nichts zum Auslöser: „Er ist der Chef, er kann entscheiden, was er will. Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich einen gültigen Vertrag habe.“ Nach einer schnellen Einigung klingt das zunächst mal nicht.

Der tiefere Grund liegt freilich im Sportlichen. „Wir sind ja nicht blind. Sportlich läuft es nicht rund. Wir haben die Auswärtsspiele in der Meisterrunde gegen die Teams, die vor uns stehen, allesamt verloren. Die Bilanz als Trainer und als Sportdirektor ist nicht gut. Aber wir haben uns immer vor Lance gestellt. Bis heute“, sagte Uckermann. Verantwortlich war an diesem Abend Co-Trainer Reemt Pyka. Er legte sich ins Zeug, coachte während des Spiels lautstark und ausgiebig. So feierte der EVD einen klaren Erfolg, obwohl mit Raphael Joly der Topscorer, mit Norman Martens der Nummer-eins-Verteidiger sowie Neuzugang Jakub Wiecki fehlten.

Die Duisburger Spieler machten ihre Sache gut. Auffallend agierte der bärenstarke Viktor Beck, der dreimal zulangte und beim 4:1 einen schönen Treffer mit der Rückhand in den Winkel markierte. Cody Bradley wird mit seiner Spielintelligenz und Übersicht immer mehr zu einer echten Bereicherung der Duisburger. Und auch Coco Krämer war gut drauf. André Huebscher bestritt eines seiner besten Spiele in dieser Saison. Wedemark machte 20 Minuten lang mutig mit, vergab sogar einen Penalty durch Björn Bombis – auf der Strecke der gesamten 60 Minuten hatten die Scorpions den Duisburgern allerdings nichts entgegenzusetzen.

Wer nun der neue Cheftrainer der Füchse wird, muss sich in den nächsten Tagen zeigen.

Tore: 1:0 (6:34) Krämer (Neumann), 2:0 (14:06) Bradley (Huebscher, Mike Schmitz/5-4), 3:0 (30:35) Beck (Neumann, Koziol), 3:1 (33:51) Lehmann (Adams, Bombis), 4:1 (36:05) Beck (Bradley), 5:1 (39:28) Grözinger (Huebscher, Walch), 6:1 (45:26) Mike Schmitz (Bradley, Grözinger), 7:1 (47:00) Huebscher (Barta), 8:1 (50:28) Krämer (Barta, Walkowiak), 9:1 (56:08) Spitzner (Ochmann, Neugebauer), 10:1 (56:16) Beck (Bradley). Strafen: Duisburg 2, Wedemark 12 + 10 (Korff). Zuschauer: 1175.


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