Zwei dicke Brocken warten auf die CrocodilesHamburger wollen Überraschung von Duisburg wiederholen

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Los geht das „Ruhrpott-Wochenende“ am Freitag um 20 Uhr mit einem Heimspiel gegen die Füchse Duisburg. Die Gäste werden mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch nach Hamburg reisen. Zum einen wollen sie sich für die 3:4-Overtimeniederlage aus dem Oktober revanchieren, zum anderen wollen die selbsterklärten Aufstiegskandidaten sich schnellstmöglich vom siebten Tabellenplatz verabschieden und in der Tabelle wieder nach oben klettern. Schuld an der derzeitigen Platzierung ist ein Sechs-Punkte-Abzug am grünen Tisch. Bei den Siegen gegen den EHC Timmendorfer Strand und den Rostock Piranhas war Kontingentspieler Chris St. Jaques nicht spielberechtigt. Diese Panne in der Organisation kostete den Füchsen den dritten Tabellenplatz, also die Region, die man von dieser Mannschaft auch erwarten kann. Immerhin wurde der letztjährige Kader, der die Oberliga Nord gewinnen konnte, noch einmal verstärkt. Vor allem offensiv sind die Duisburger eine Klasse für sich. Inklusive der erzielten Treffer aus den beiden gewerteten Spielen, hat man bereits 84 Tore auf dem Konto – Ligabestwert. Dabei profitieren die ambitionierten Gäste vor allem von der Breite im Kader. Bereits zehn Spieler haben mindestens zehn Scorerpunkte auf dem Konto. Teaminterner Spitzenreiter ist dabei Stürmer Raphael Joly. Schwächen sind in dieser Mannschaft kaum auszumachen, denn auch die Verteidigung ist sehr stabil. Wie bereits im Hinspiel müssen bei den Crocodiles alle Spieler ihr bestes Eishockey spielen, um diesen Brocken aus dem Weg zu räumen.

Nur zwei Tage später geht es zum Tabellenführer der Oberliga Nord. Der Herner EV konnte sich nach sieben Siegen in Folge auf den Platz an der Sonne spielen. Auch die Spitzenmannschaften aus Essen, Duisburg und Halle zogen gegen das Team der Stunde zuletzt den Kürzeren. Im Gegensatz zu den Füchsen Duisburg kann man dabei jedoch nicht auf einen außergewöhnlich starken Sturm bauen. Die bisher erzielten 59 Treffer sind eher Mittelmaß der Liga. Dennoch darf die Crocodiles-Verteidigung um Kapitän Christoph Schubert die Kanadier Brad Snetsinger und Aaron McLeod, sowie Ex-Freezer Sam Verelst nie aus den Augen lassen. Die drei haben bereits 72 Scorerpunkte gesammelt. Viel beeindruckender ist die Leistung der Herner Verteidigung. Nur 35 Mal musste der Puck aus deren Netz gefischt werden. Torhüter Michel Weidekamp gehört mit einem Gegentorschnitt von 1,81 Treffern pro Spiel und einer Fangquote von 93,7 Prozent zu den Topspielern der Liga. In beiden Kategorien ist ihm allerdings Crocodiles-Torwart Kai Kristian dicht auf den Fersen. in diesem Zusammenhang ist es nicht überraschend, dass der Tabellenführer auch in Unterzahl überzeugen kann. Rund 85 Prozent dieser Situationen übersteht man schadlos. Die Hamburger werden also mit ihrem stärksten Powerplay der Liga (Erfolgsquote 31,9 Prozent) ordentlich gefordert sein. Wie schwer das sein kann, hat man bereits im Hinspiel gesehen. Trotz aller Bemühungen musste man sich den Gästen mit 1:3 geschlagen geben. Das Spiel beginnt in der Gysenberghalle um 18.30 Uhr.

Sven Gösch, Sportchef der Crocodiles, sagte mit Blick auf die kommenden Gegner: „Duisburg ist ein Vollprofi-Team. Die sind natürlich Favorit und nach dem Punktabzug noch eine Spur motivierter. Da werden wir vor allem defensiv anders auftreten müssen als zuletzt. Zu Herne als aktuellem Tabellenführer muss man nicht viel sagen. Ihre Siegesserie ist noch länger als unsere. Wir werden uns aber in beiden Spielen nicht verstecken und hoffen, dass wir ein paar Punkte aus dem Wochenende mitnehmen können.“

In beiden Spielen wird Trainer Andris Bartkevics weiter ohne die verletzten Moritz Israel und Tim Marek planen müssen.


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