Wohnbau Moskitos drehen Spiel in WedemarkEssen trifft im letzten Drittel fünfmal

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Engagiert begannen beide Mannschaften, allerdings mit einer Verspätung von etwa 15 Minuten. Den ersten Stich im Duell der Stacheltiere setzten nach gut vier Minuten die heimischen Skorpione, Charlie Adams nutzte eine Chance. Doch quasi im Gegenzug die direkte Antwort der Wohnbau Moskitos, Niklas Hildebrand stand halbrechts völlig frei und haute die kleine Scheibe ins lange Eck. Und nur 19 Sekunden später konnten die etwa 70 mitgereisten Moskitos Fans zum zweiten Mal jubeln, denn auch Christoph Ziolkowski hatte reichlich Platz vor dem Tor der Scorpions und konnte sich die Ecke aussuchen. Wedemark nun wieder konzentrierter und mit ein paar guten Chancen, Marcel Pfänder musste nach einem Check erst mal passen. Vor allem im Powerplay waren die Scorpions mit ihrer Paradereihe dann auch immer brandgefährlich und Sebastian Staudt musste einige Male retten. Bis zur 17. Minute, Oliver Granz hatte gerade auf der Strafbank Platz genommen, da traf André Reiß mit einem Schlagschuss durch die Schoner von Sebastian Staudt.

Der zweite Abschnitt war nicht das Drittel der Moskitos, nichts ging zusammen. Kaum Pässe fanden den Mitspieler, Überzahlspiele verpufften oft ohne zwingend zu sein. Und die Scorpions nutzten das. Zunächst begann das Drittel zwar mit einer Topchance für die Moskitos, doch im Gegenzug hämmerte Dennis Schütt die Scheibe aus recht spitzem Winkel ins lange Eck. Die Moskitos probierten es, doch irgendwie wollte es nicht klappen, passend dazu dann auch, dass ein Treffer wegen Torraumabseits nicht gegeben wurde. Und es kam noch schlimmer, einen Penalty verwandelte Wedemarks Topscorer Michael Budd zur 4:2-Führung, mit der es dann auch in die letzten 20 Minuten ging.

Und das letzte Drittel sollte ein eindrucksvolles Comeback der Wohnbau Moskitos werden. Zunächst tankte sich Robin Slanina in seiner unnachahmlichen Weise durch und überwand Dennis Korff im Kasten der Scorpions zum Anschlusstreffer. Dann gelang es Andrej Bires in einer Druckphase der Moskitos, irgendwie die Scheibe im Tor unterzubringen. Dennis Thielsch mit zwei starken Auftritten und jedes Mal krönte er seine gute Leistung damit, den Puck ins Tor zu hämmern, die Moskitos lagen plötzlich 6:4 vorne. Wedemark akzeptierte die drohende Niederlage noch nicht, setzt Staudt unter Druck und der Keeper der Essener zeigte einige ganz starke Paraden. Dann gingen André Reiß die Nerven durch, für einen Stockschlag erhielt er fünf Minuten plus Spieldauerstrafe. Im anschließenden Getümmel bekamen sich auch noch Thomas Pape und Maik Klingsporn in die Wolle. Pape kassierte zudem eine Matchstrafe wegen „Beschimpfung von Offiziellen“. Eishockey wurde aber auch in den letzten Minuten noch gespielt, die Moskitos in den letzten Minuten in doppelter Überzahl, durch einen Schlagschuss von Kapitän Philipp Gejerhos noch mit dem 7:4-Endstand.

Damit biegen die Moskitos vor dem letzten Spieltag am morgigen Sonntag (18.30 Uhr, Eishalle Essen-West) punktgleich mit Duisburg und Tilburg auf die Zielgerade der Meisterrunde. Gegen Gegner Tilburg gibt es dann morgen Abend ein echtes Endspiel um eine gute Ausgangsposition für die Play-offs.

Tore: 1:0 (4:14) Adams (Morczinietz, Spelleken), 1:1 (4:58) Hildebrand (Bires, Patocka), 1:2 (5:17) Ziolkowski (Thielsch, Slanina), 2:2 (16:44) Reiß (Adams, Schütt, PP1), 3:2 (21:13) Schütt (Budd, Morczinietz), 4:2 (37:39) Budd (Penalty), 4:3 (42:08) Slanina (Ziolkowski, Thielsch), 4:4 (49:47) Bires (Gejerhos, Velecky), 4:5 (53:34) Thielsch (Slanina, Hartmann), 4:6 (58:11) Thielsch (Ziolkowsi, Hartmann), 4:7 (59:07) Gejerhos (Bires, Eickmann, PP2). Strafen: Wedemark 18 + 10 (Pape) + 5 + Spieldauer (Reiß) + Matchstrafe (Pape), Essen 14 + 10 (Klingsporn). Zuschauer: 602.


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