Wichtiger Schritt auf der „Kampf-und-Schmerz“-TourHarzer Falken besiegen die Hannover Scorpions

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Dabei sahen die 685 Zuschauer zunächst ein sehr ausgeglichenes Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten, bei denen sich die beiden Schlussmänner Mario D'Antuono im Harzer Kasten und Christoph Mathis im Tor der Scorpions das ein oder andere Mal auszeichnen durften. Und so wogte das Spiel in den ersten zehn Minuten hin und her, doch beide Hintermannschaften standen kompakt und wussten sichere Torleute im Rücken zu haben. So war es dann auch fast schon bezeichnend, dass der Führungstreffer der Falken nur 47 Sekunden später wieder egalisiert wurde. In der elften Minute hatte Alexander Engel Christian Wittmann schön frei gespielt und der legte überragend auf Florian Böhm ab, der dem guten Mathis im Hannoveraner Tor keine Chance ließ. Doch nur 23 Sekunden später musste Thomas Schmid nach einem unglücklichen Bandencheck in die Kühlbox und das anschließende Powerplay nutzte Sachar Blank nach schönem Zuspiel von Chad Niddery umgehend zum Ausgleich. Tore die dem Spiel noch zusätzlich Tempo gaben und für weitere gefährliche Torszenen sorgten.

Letztlich stand nach 20 Minuten ein insgesamt gerechtes 1:1 auf der Tafel mit dem es auch nach 40 Minuten in die letzte Pause gehen sollte. Zwar kamen die Harzer Falken immer besser ins Spiel und nahmen dieses über weite Phasen des Mitteldrittels in die Hand. Doch selbst Großchancen von Dylan Quaile und Thomas Schmid, die jeweils ganz stark von dem nimmermüden Ryan McGrath angespielt wurden, wusste Christoph Mathis zu vereiteln.

Das änderte sich dann aber schlagartig im Schlussdrittel, als Alexander Engel gleich das erste Powerplay zur erneuten Führung nutzte. Und dieses Tor war genauso ein Tor, wie es wahrscheinlich endlich mal fallen musste. Auf Zuspiel von Thomas Schmid und Florian Böhm hielt Engel aus der Distanz einfach mal drauf und nicht wirklich hart geschossen wurde der Puck vor dem Tor noch unhaltbar für Mathis abgelenkt und trudelte gemächlich in die verwaiste rechte Torecke. Ein „Glücksei“, das sonst eigentlich die Falken immer ganz gerne mal fangen und das ihnen im Verlauf der Saison selber nie gelungen ist. Und zudem ein Tor, das seine Wirkung nicht verfehlte. Die Falken wollten hier nichts dem Schicksal überlassen und drückten weiter und in der 49. Minute sollte es dann Ryan McGrath sein, der den besten Überblick behielt und ein Gewühl vor dem Hannoveraner Tor mit Dauerbeschuss auf Mathis letztendlich zur 3:1-Führung nutzte. Nur Sekunden später hatte sich Florian Böhm gut durchgesetzt und lief im 1-gegen-1 auf den Hannoveraner Kasten zu, doch dieses Mal konnte erneut Christoph Mathis die Chance vereiteln. Keine Chance sollten er und seine gesamte Hintermannschaft allerdings dann in der 56. Minute beim 4:1 haben. Ryan McGrath hatte sich in eigener Unterzahl den Puck geschnappt, tanzte im Alleingang Mann und Maus aus und hatte dann auch noch die Ruhe auch den Schlussmann der Scorpions zu verladen und zum „Tor des Tages“ einzunetzen. Den Scorpions gelang nur noch das 2:4 durch Chad Niddery.

Ein Sieg, den man natürlich angesichts der aktuellen Situation und dem noch bestehenden Tabellenplatz nicht überbewerten und in Euphorie verfallen darf. Doch die Art und Weise, wie man diesen errungen hat und vor allem dieses Quentchen Glück, dass nach diversen unglücklichen Niederlagen nun endlich auch mal den Harzer Falken hold war, sind positive Faktoren, die man gerne mitnehmen darf, wenn es am Sonntag in Langenhagen zum Rückspiel kommt.


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