Weiden, Regensburg und Indians im Oberliga-ViertelfinaleZwei der drei Spiele gingen in die Verlängerung

Jubel am Pferdeturm: Die Hannover Indians stehen nach dem Erfolg gegen den Deggendorfer SC im Play-off-Viertelfinale.  (Foto: Manfred Schneider)Jubel am Pferdeturm: Die Hannover Indians stehen nach dem Erfolg gegen den Deggendorfer SC im Play-off-Viertelfinale. (Foto: Manfred Schneider)
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Die Blue Devils Weiden setzten sich in regulärer Spielzeit gegen die Black Dragons Erfurt durch, aber alleine schon die Tatsache, dass es in eine fünfte Partie ging, wird und muss von den Black Dragons als Erfolg gewertet werden.

Die Regensburger Eisbären, als Favorit in die Serie mit den Icefighters Leipzig gegangen, kassierten zwei Heimniederlagen, ehe es im fünften Spiel endlich funktionierte. Die Icefighters können sich, wie die Erfurter, anrechnen lassen, dass sie ihren Gegner über die Maße geärgert haben.

In einer ganz anderen Dimension begegneten sich die Hannover Indians und der Deggendorfer SC. Beide beharkten sich volle 386 Spielminuten, so dass aus den fünf angesetzten Spielen sogar sechseinhalb wurden. Außerdem wurde in Spiel zwei mit 128 Spielminuten ein neuer deutscher Drittligarekord aufgestellt. Dass die letzte Partie erst in der 73. Spielminute mit dem ersten Tor des Tages entschieden wurde, entsprach der vorher erwarteten Spannung.

Hannover Indians – Deggendorfer SC 1:0 (0:0, 0:0, 0:0, 1:0) n.V.

Serienstand: 3:2

3024 Fans kamen zum 3000. Spiel eines hannoverschen Eishockeyteams vom Pferdeturm und sie sahen eine finale Begegnung eine Serie, die dramatischer nicht hätte verlaufen können. Die Indians kontrollierten über die volle Spielzeit die Partie, konnten sich jedoch gegen defensiv großartige agierende Deggendorfer, die taktisch von Trainer Jiri Ehrenberger bestens eingestellt waren, nie vollends lösen und am Ende brauchten sie die Verlängerung und eine Einzelleistung eines ihrer besten Akteure, um schließlich siegreich aus der Serie zu gehen. Auf der anderen Seite zeigten die Deggendorfer, dass sie nicht nur provozieren, sondern auch gutes Eishockey spielen können. Allen voran Keeper Timo Pielmaier, der zwar nur auf 98,4 Prozent Fangquote kam, der aber zum fünften Male in dieser Serie die berühmte Wand darstellte, die man einfach nicht überwinden kann. Aber auch seine Vorderleute zeigte eine hervorragende Leistung. Allerdings wirkten sie offensiv nicht durchschlagkräftig genug, um die Indians-Defensive wirklich in Unordnung zu bringen. Das hatten die Indians vor allem ihrem Keeper David Böttcher-Miserotti zu verdanken, der sich scheinbar an Pielmeier aufbaute und mit einer ebenbürtigen Leistung sich das besondere Lob von ECH-Trainer Lenny Soccio abholte: „David zeigte schon während der Saison starke Leistungen, aber in den Play-offs ist er kaum zu schlagen. An ihm baute sich die Mannschaft auf.“ Das Siegestor im 3000. Spiel schoss schließlich Parker Bowles, der Torjäger der Indians, den diese möglichst halten sollten, wenn sie in der kommenden Saison sich ähnliche Ziele vornehmen sollten. Für die Statistiker: Ein letztes 1:0 nach Verlängerung gab es für die Indians im März 2012 gegen den ESC Dresden in der damaligen 2. Bundesliga.

Tore: 1:0 (72:37) Parker Bowles

Blue Devils Weiden – Black Dragons Erfurt 6:1 (1:0, 2:1, 3:0)

Serienstand: 3:2

Das war hauchdünn. Zum Glück zeigten sich die Weidener, wie schon in den ersten beiden Spielen, und 18 Spiele zuvor, als außerordentlich heimstark. Allerdings mussten sie in den ersten zwei Dritteln, ehe der Sieg gegen dann kräftemäßig einbrechende Erfurter feststand, ziemlich kämpfen. Allerdings war auch der Sieg bei einem Schussverhältnis von 53:19 hochverdient. Beste Spieler bei Weiden waren Edgars Homjakovs mit drei Toren, sowie Dominik Müller und Marius Schmidt, denen drei Scorerpunkte gelangen. Bei den tapferen Erfurtern zeigte das gesamte Team eine tolle kämpferische Leistung und Torhüter Konstantin Kessler brillierte mit 47 von 53 gehaltenen Schüssen und einer Fangquote von 88,7 Prozent.

Tore: 1:0 (04:32) Tomas Rubes (Heinisch, Müller), 1:1 (20:13) Arnoldas Bosas (Wunderlich, Schmid), 2:1 (22:05) Edgars Homjakovs (Schmid), 3:1 (33:27) Dominik Müller (Bassen, Palka), 4:1 (44:19) Edgars Homjakovs (Schmidt, Schusser), 5:1 (47:08) Edgars Homjakovs (Heatley, Schmidt), 6:1 (56:06) Dominik Müller(Rubes, Schusser)

Eisbären Regensburg – Icefighters Leipzig 3:2 (1:0, 0:2, 2:0, 0:0, 1:0) n.V.

Serienstand: 3:2

Nach einem nahezu unglaublichen Play-off-Spiel setzten sich die Regensburger, die als Favorit in die Serie gegangen waren, mit Mühe gegen die Leipziger Icefighters durch. Allerdings mussten sie eine Regel durchbrechen um erfolgreich zu sein und das hieß, ein Heimsieg musste her. Und wieder machten es die Leipziger den Hausherren schwer. Nachdem Tomas Plihal die Eisbären bereits nach vier Minuten in Führung brachte, waren sie zwar optisch ansprechender, konnten aber die dichte Defensive um Leipzigs Keeper Patrick Glatzel nicht überwinden. Das zweite Drittel hatte kaum begonnen, da hieß es schon 1:1. Robin Slanina hatte sich alleine durchgesetzt und viele der Regensburger Fans, insgesamt waren 1.762 im Stadion, werden in dieser Phase gebangt haben,  zumal die Icefighters nachlegten. Joonas Riekkinen erhöhte in der 28. Minute auf 1:2 und in dieser Phase konnten die Regensburger  nur mit Mühe einen höheren Rückstand verhindern. Eine schöner Spielzug von Bühler und Weber brachte schließlich in der 49. Minute das 2:2 und dabei blieb es bis zum Spielende. Auch in der folgenden Verlängerung passierte nichts aufregendes, dafür in den ersten drei Minuten der zweiten Verlängerung. Der Leipziger Connor Hannon leistete sich in der 83. Spielminute eine Strafe wegen hohen Stocks und das nutzte, zum Jubel der Eisbären-Gemeinde, Andrew Schembri zum 3:2 aus. 

Tore: 1:0 (03:12) Tomas Plihal (Divis, Gulda), 1:1 (22:02) Robin Slanina, 1:2 (28:18) Joonas Riekkinen (Farrell), 2:2 (49:47) Richard Divis (Bühler, Weber), 3:2 (83:26) Andrew Schembri (Gulda 5-4) 


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