Vermeidbare Niederlage in RostockErfurt verliert knapp

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Ohne Punkte im Gepäck mussten die Black Dragons Erfurt die weite Heimreise aus Rostock antreten. Dabei war man selten so nah an einem Erfolg in der Ostseestadt wie am späten Sonntagabend. Gerade in den ersten Minuten des ersten Drittels waren die Gäste aus Thüringen die klar bessere Mannschaft auf dem Eis, versäumten es aber ihre Überlegenheit in Zählbares auf der Anzeigetafel umzumünzen. So unterlag der EHC mit 5:6 (2:2, 1:1, 2:3).

Das erste Drittel nahm ohne lange Abtastphase schnell Fahrt auf und beide Teams hatten erste Chancen um in Führung zu gehen, aber sowohl die Rostocker wie auch die Erfurter scheiterten zunächst an den Goalies. Nach knapp vier Minuten war der Bann dann aber doch gebrochen und die Gäste konnten für zählbares auf der Anzeigetafel sorgen. Reto Schüpping hatte sich über die rechte Seite ins Rostocker Drittel getankt, sein tolles Zuspiel konnte der sträflich allein gelassene Felix Schümann im Rostocker Tor unterbringen. Beflügelt durch die frühe Führung übernahmen die Gäste nun immer mehr die Kontrolle über das Spiel, aber in der Chancenverwertung fehlte nun das nötige Glück oder man scheiterte an Haloschan im Tor der Gastgeber. Erst durch einen Fehler der Gäste im eigenen Überzahlspiel brachte man die Gastgeber zurück ins Spiel. An der blauen Linie des Rostocker Drittels hatten die Erfurter den Puck verloren und Bezouska ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum etwas überraschenden Ausgleich. Aber es sollte noch schlimmer für die Erfurter kommen, denn in Überzahl konnten die Gastgeber etwa vier Minuten später gar in Führung gehen. Arthur Lemmer war der Torschütze. Die Antwort blieben die Erfurter aber nicht lange schuldig und glichen nur zwei Minuten später zum 2:2 aus. Christian Grosch hatte Vazan bedient und dieser schlenzte die Scheibe an Haloschan vorbei in die lange Ecke des Rostocker Tores. Mit diesem aus Rostocker Sicht durchaus schmeichelhaften 2:2 ging es in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt sahen die knapp 900 Zuschauer eine ansprechende Oberligapartie mit zwei Teams, die mit offenem Visier agierten, dabei aber vergessen hatten, dass auch im Eishockey die Tore zählen. Chancen hatten beide Mannschaften mehr als genug, wobei die Gastgeber die zwingenden Chancen für sich verbuchen konnten aber gleich mehrfach am glänzend reagierenden Martin Otte scheiterten. Besonders Bezouska und Sulcik hatten einige gute Gelegenheiten auf dem Schläger. Auf der Gegenseite hatte Mathias Vostarek die größte Chance, scheiterte aber am glänzend reagierenden Haloschan. Erst als sich das Drittel dem Ende neigte sollten die nächsten Treffer fallen. Zunächst gingen die Gastgeber wieder in Führung, Bezouska hatte den Puck zunächst verloren, konnte ihn aber an der Bande wieder zurückerobern. Anschließend zog er vor das Erfurter Tor und konnte mit einem Schuss unter die Latte die erneute Führung erzielen. Aber wieder blieben die Erfurter die Antwort nicht lange schuldig. Kurz nach der Führung gerieten die Gastgeber in Unterzahl und diese Chance ließen sich die Erfurter diesmal nicht nehmen. Kapitän Christian Grosch überraschte den Rostocker Goalie Haloschan mit einem sogenannten Altdeutschen und erzielte so das 3:3.

Das letzte Drittel war gerade 80 Sekunden alt, als auch die Gastgeber eine Überzahl nutzen konnten. Die Gäste konnten sich nicht entscheidend genug befreien und so kam die Scheibe zur blauen Linie wo Arthur Lemmer lauerte und Otte mit einem trockenen Schuss überraschen konnte. Im weiteren Verlauf des letzten Spielabschnittes verlegten sich die Gastgeber immer mehr auf eine Kontertaktik und überließen den Gästen zu großen Teil das Spiel. Diese Taktik ging aber schnell nach hinten los und die Erfurter konnten mit einem Doppelschlag innerhalb von knapp 60 Sekunden den Rückstand in eine Führung drehen. Zunächst war Andreas Nickel im Nachschuss gegen Haloschan zur Stelle, nachdem Haloschan zunächst noch gegen Vazan hatte retten können. Kurze Zeit später bedienten sich die Erfurter der Rostocker Taktik und hatten damit Erfolg. Oliver Kämmerer spielte einen scharfen Pass genau in den Lauf von Felix Schümann und dieser war auf und davon und ließ dann auch Haloschan keine Abwehrmöglichkeit und traf zum 5:4 aus Erfurter Sicht. Aber die Erfurter konnten diese Führung nicht über die Zeit retten, haderten dabei aber ein ums andere Mal mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Janssen. Zunächst war es wieder einmal Sulcik, der den Ausgleich erzielen konnte. Nur kurze Zeit später fand sich Vazan in kurzer Folge gleich zweimal auf der Strafbank wieder. Die erste Unterzahl überstanden die Erfurter zwar schadlos, mussten aber kurz später den erneuten Rückstand durch Sulcik hinnehmen. Die Gäste versuchten in den letzten Minuten noch einmal alles, wurden aber erneut durch eine recht zweifelhafte Strafe gegen Vazan ausgebremst und fanden sich erneut in Unterzahl wieder. Dies spielte natürlich den Gastgebern in die Hände und man brachte den Sieg über die Zeit. Nach Spielschluss fing sich Max Dimitrovici noch eine Zehn-Minuten-Strafe ein, nachdem er dem Schiedsrichter deutlich gemacht hatte, was er von dessen Leistung hielt. Allerdings änderte dies nichts mehr an der unglücklichen und vermeidbaren Niederlage.

Am kommenden Wochenende geht es zunächst wieder in den Harz zu den Falken aus Braunlage. Am Sonntag empfangen die Erfurter die Icefighters aus Leipzig.

Tore: 0:1 (3:54) Felix Schümann (Reto Schüpping, Andreas Nickel), 1:1 (12:47) Michal Bezouska (Klemens Kohlstrunk, Petr Sulcik/4-5), 2:1 (16:30) Arthur Lemmer (Petr Sulcik, Michal Bezouska/5-4), 2:2 (18:17) Michal Vazan (Christian Grosch, Andreas Nickel), 3:2 (33:00) Michal Bezouska (Arthur Lemmer, Petr Sulcik), 3:3 (33:46) Christian Grosch (Roman Nemecek, Michal Vazan/5-4), 4:3 (41:20) Eric Haiduk (Jannik Striepeke, Klemens Kohlstrunk/5-4), 4:4 (48:37) Andreas Nickel (Michal Vazan, Christian Grosch), 4:5 (49:33) Felix Schümann (Oliver Kämmerer), 5:5 (53:50) Petr Sulcik (Arthur Lemmer, Tim Dreschmann), 6:5 (57:38) Petr Sulcik (Michal Bezouska, Jannik Striepeke). Strafen: Rostock 10 +10 (Stripecke), Erfurt 14 +10 (Dimitrovici). Zuschauer: 915.

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