Unnötiger Punktverlust in BerlinPenaltysieg gegen die Preussen

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Trotz der am Ende zu Buche stehenden fünf Punkte am zurückliegenden Wochenende waren Spieler und Trainer der Black Dragons Erfurt damit nicht vollends zufrieden. Beim Sonntagspiel in Berlin, das die Drachen mit 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0) nach Penaltyschießen gegen die Preussen gewannen, verzweifelten die Gäste aus Thüringen nahezu an der eigenen Chancenverwertung. Am Ende der 65 Minuten standen unglaubliche 53 Torschüsse für die Black Dragons zu Buche, gerade deren zwei fanden den Weg ins Tor der Gastgeber. Gleich fünfmal verhinderte das Torgestänge des Berliner Tores einen Erfolg der Erfurter Stürmer. Dabei erwies sich Oliver Otte als besonderer „Pechvogel“, denn gleich dreimal landeten seine Schüsse am Torpfosten.

Die Gäste aus Erfurt übernahmen gleich mit Spielbeginn die Kontrolle über das Spiel und hatten durch Kyle Bodie auch nach wenigen Sekunden die erste gute Chance, aber ein gebrochener Schläger verhinderte einen platzierten Schuss und so hatte der Berliner Goalie wenig Mühe den Schuss abzuwehren. Auch im weiteren Verlauf der ersten zehn Minuten des Spieles blieben die Erfurter am Drücker, hatten aber weiterhin Pech im Abschluss. Gerade Josef Huber und Jan Zurek versuchten das Erfurter Angriffsspiel immer wieder anzukurbeln. Im gegnerischen Drittel dann wurden die Torchancen dann aber meist zu überhastet abgeschlossen, oder die Gastgeber (welche zunächst nur mit Abwehrarbeit beschäftigt waren) bekamen irgendwie noch einen Schläger oder ein Bein in die Schussbahn und konnten die Gefahr somit bannen. Nach etwa der Hälfte des ersten Drittels trauten sich auch die Preussen immer mehr zu, kamen aber kaum zu zwingenden Torchancen. Die beste Chance im ersten Abschnitt hatten so auch die Gäste zu verzeichnen, die am Ende des ersten Drittels 17 Torschüsse abgegeben hatten. Kurz vor Drittelende jagte Huber die kleine Hartgummischeibe an die Lattenunterkante des Berliner Tores und von dort sprang die Scheibe wieder aus der Gefahrenzone. So stand am Ende des ersten Drittels ein torloses Remis auf der Anzeigetafel.

Der Mittelabschnitt begann, wie der erste Abschnitt aufgehört hatte, nämlich mit einem Metalltreffer der Gäste, diesmal war Oliver Otte der Absender. Es sollte bis zur 28. Minute dauern, bis endlich ein Schuss der Erfurter den Weg ins Tor finden sollte. Kämmerer hatte zunächst die Scheibe diagonal zu Huber gespielt, dieser bediente Otte und der konnte trotz Bedrängnis zweier Abwehrspieler den Puck zwischen den Schonern des Berliner Goalies im Netz des Tores unterbringen. Wer nun aber dachte, dieser Treffer sollte sich als „Dosenöffner“ erweisen, hatte die Rechnung ohne den Berliner Goalie Thomas Mende gemacht. Dieser brachte auch weiterhin die Erfurter schier zur Verzweiflung. Die größte Erfurter Chance im Mittelabschnitt hatte dann Jan Zurek, der in Unterzahl allein auf den Berliner Goalie zustürmte und die Scheibe über die Torlatte hob. So kam es dann wie es kommen musste, die Berliner nutzen eine Überzahl zum alles andere als verdienten Ausgleichstreffer durch Pierre Gläser. Mit diesem 1:1 und einem weiteren Pfostentreffer ging es in die zweite Pause.

Im letzten Drittel konnten die Gäste aus Thüringen recht schnell erneut in Führung gehen. Dabei profitierten sie von einer Unaufmerksamkeit in der Berliner Defensive, diese hatten Robin Sochan komplett übersehen und Sochan bedankte sich auf seine Weise für die Freiräume und erzielte das 2:1 aus Erfurter Sicht. Aber wie das nun mal auch im Eishockey so ist, wer die Treffer nicht macht um das Spiel zu entscheiden, der wird bestraft. Die Preussen taten dies in Form des erneuten Ausgleichstreffers durch Grunwald in der 50. Minute. In den letzten zwei Spielminuten drückten jetzt sogar die Gastgeber vehement auf den Siegtreffer und nun konnte oder besser musste auch Maximilian Gimbel gleich mehrfach zeigen was er kann. Zunächst hielt er einen Konter von Vymazal und nur wenig später klatschte auch ein Berliner Schuss an das Torgestänge. Da hatten die Erfurter sogar noch richtig Glück, dass man hier nicht sogar noch das Spiel komplett aus der Hand gab.

So ging die Partie nun also in die Overtime, hier konnte kein Team einen weiteren Treffer erzielen. Und so blieb nur noch das Penaltyschießen übrig, um einen Sieger zu ermitteln. Während Oliver Otte und Jan Zurek mit ihren Versuchen scheiterten, konnten sowohl Josef Huber als auch Kapitän Christian Grosch verwandeln. Auf Berliner Seite gelang nur Grunwald ein Treffer, während Vymazal, Jentzsch und Schimming an Gimbel scheiterten. So konnten die Erfurter wenigstens zwei Punkte mit auf die Heimreise nehmen.

Tore: 0:1 (27:39) Oliver Otte (Josef Huber, Oliver Kämmerer), 1:1 (33:52) Pierre Gläser (Nico Jentzsch, Michal Vymazal/5-4), 1:2 (44:17) Robin Sochan (Christian Grosch, Jan Zurek), 2:2 (50:43) Phillipp Grunwald (Tim Harloff, Marc-Andre Niedermeyer), 2:3 (65:00) Christian Grosch (entscheidender Penalty). Strafen: Berlin 14, Erfurt 16. Zuschauer: 134.


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