Turbulente Verfolgergruppe hinter den Tilburg TrappersOberliga Nord kompakt

Die Icefighters Leipzig erkämpften sich zwei Punkte in Duisburg. (Foto: Roland Christ)Die Icefighters Leipzig erkämpften sich zwei Punkte in Duisburg. (Foto: Roland Christ)
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Da Halle gewann und die Scorpions verloren, übernahmen die Bulls den ersten Platz in der Verfolgergruppe. Leipzig überraschte mit dem 2:1 nach Penaltyschießen in Duisburg, zog ebenfalls an den Scorpions vorbei. Die Füchse Duisburg hätten daraus Kapital schlagen können, unterlagen aber Leipzig. Vier Punkte hinter den Duisburger steht Lokalrivale Essen, die sich knapp in Halle (3:4) geschlagen geben mussten. Die Hannover Indians waren spielfrei, blieben einen Punkt hinter Essen und fünf hinter den Füchsen.

In der Qualifikation hat Herne mittlerweile 25 Punkte Vorsprung auf den Zweiten Crocodiles Hamburg und kann sich nun genüsslich auf die Play-offs vorbereiten. Da die Hamburger Crocodiles sowie die Rostocker Piranhas ihre Spiele gewannen, Erfurt aber spielfrei war, überholten die erstgenannten Vereine die Thüringer, die auf Platz vier zurückfielen. Die letzten Drei, die Berliner Preussen, Timmendorf und Braunlage verloren ihre Spiele, so dass sich auf diesen Positionen nichts verändern konnte.

Füchse Duisburg – Icefighters Leipzig 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) n.P.

In einem spannenden, stark umkämpften und trotzdem fairen Spiel blieben die Leipziger am Ende mit 2:1 nach Penaltyschießen vorn und holten etwas überraschend zwei Punkte aus Duisburg ab. Überraschend deswegen, weil die Leistungen der Sachsen in den letzten Wochen nicht immer überzeugend waren. Die 1080 Zuschauer mussten dabei mitansehen, wie die Füchse am Ende (fast) erfolglos versuchten, die Festung der Icefighters zu stürmen. Nach einem torlosen ersten Drittel gingen die Gäste in der 28. Minute durch ihren tschechischen Kontingentspieler Michal Velecky in Führung. Erst in der 49. Minute konnte Andre Huebscher nach Vorarbeit von Grözinger ausgleichen. Da die folgende Verlängerung torlos blieb, musste das Penaltyschießen entscheiden und hier traf letztendlich Michal Velecky mit seinem zweiten Tor des Tages zum Endstand 2:1 für die Icefighters.

Saale Bulls Halle –Wohnbau Moskitos Essen 4:3 (2:1, 1:0, 1:2)

Im Duell der Verfolger konnten die Hallenser einen wichtigen Sieg erringen, wobei es ihnen die Moskitos nicht leicht machten. Zwar bestimmten die Gastgeber in den ersten beiden Dritteln das Spiel aber das erste Tor machte der Gast. Kyle deCoste verwertete bereits den ersten Angriff zum 1:0 für Essen nach nur 39 Sekunden. Die geschockten Bulls mussten sich danach finden, konnten aber bereits in der achten Minute ausgleichen, als Tim Dreschmann eine Lücke fand und Essens Keeper Enrico Salvarani bezwang. Kurz vor der Pause brachte Steven Tarasuk die Bulls erstmals in Führung. Tim May erhöhte in der 24. Minute auf 3:1 und Jan-Niklas Pietsch in der 43. Minute gar auf 4:1. Die Essener gaben jedoch nicht auf, versuchten eine Resultatsverbesserung, die auch fast noch aufgegangen wäre. Julian Lautenschlager in der 55. Sowie noch einmal Kyle deCoste in der 59. Minute verkürzten auf 3:4. Zwar nahm Essens Coach Frank Gentges 57 Sekunden vor Schluss seinen Keeper vom Eis, das 4:4 konnte er nicht mehr mit dieser Maßnahme erzwingen.

Tilburg Trappers – Hannover Scorpions  4:2 (2:0, 1:1, 1:1)

Die 2375 Fans wurden Zeugen, wie ein Schnellstart des Tabellenführers diesem drei Punkte sicherte. Nach vier Minuten traf Verkiel zum 1:0, nach sieben Minuten Reno de Hondt zum 2:0. Als Jonne de Bonth in der 24. Minute auf 3:0 erhöhte, schien die Partie gelaufen, aber die nie aufgebenden Scorpions kamen in das Spiel zurück. Routinier Christoph Koziol verkürzte in der 38. Minute auf 1:3 und bereits in der 42.  Minute traf Topscorer Patrick Schmid zum 2:3. Jetzt schwammen die Niederländer des Öfteren und Trappers-Keeper Ruud Leeuwesteijn musste all sein Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern. Erst zwölf Sekunden vor Schluss fiel die Entscheidung, als Reno de Hondt ein Powerplay zum 4:2 Entstand ausnutzen konnte.

Qualifikation

Herner EV – Harzer Falken 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)

Das Spiel zwischen dem Tabellenführer der Qualifikationsrunde und dem Tabellenletzten verlief so einseitig, wie es zu erwarten war. Am Ende standen 55:31 Torschüsse für die Herner zu Buche und man fragte sich willkürlich, warum nur sechs Tore gefallen waren. Die Antwort: Beide Keeper, vor allem aber Falken-Leihgabe Leon Hungerecker, aber auch Hernes Christian Wendler zeigten starke Leistungen. Herausragender Spieler bei den Grün-Weiß-Roten war Marcus Marsall mit einem lupenreinen Hattrick im zweiten und dritten Drittel (29., 48., 56.). Die zwei weiteren HEV-Treffer besorgten Sebastian Eickmann (6.) und Lois Spitzner (16.), das Ehrentor der Falken erzielte deren interner Goalgetter Elias Bjuhr in der 27. Minute.

Crocodiles Hamburg – ECC Preussen Berlin  3:1 (1:0,0:1,2:0)

Es war ein schweres Stück Arbeit für den Favoriten aus Hamburg, denn die Berliner zeigten eine starke Defensivleistung, zerrten an den Nerven der Crocos. Zwar konnte Fabian Calovi schon in der neunten Minute die Gastgeber in Führung bringen, aber die optische Überlegenheit des ersten Drittels wurde in keinen weiteren Tore mehr umgesetzt. Im Mitteldrittel starteten die Gäste deutlich stärker und als bereits in der 24. Minute der deutsche U18-Nationalspieler Brian Bölke den Ausgleich markierte, da gerieten die Crocodiles stellenweise in ziemliche Bedrängnis. In den letzten 20 Minuten übernahmen dann die Hamburger wieder leicht das Kommando und durften in der 47. Minute jubeln, als der erst 17-jährige Leo Prüßner mit dem 2:1 bereits sein zweites Oberliga-Tor erzielte. Trotz der Führung blieb die Partie bis zum Ende spannend und erst eine Sekunde vor Schluss erlöste Thomas Zuravlev die heimischen Fans mit dem entscheidenden 3:1, einem Empty-Netter.

EHC Timmendorfer Strand – Rostock Piranhas  3:6 (1:1,2:2,0:3)

Die Rostocker scheinen ihre kleine Formkrise überwunden zu haben, denn auch in Timmendorf gab es einen klaren 6:3 Sieg, obwohl die Höhe des Erfolges nach zwei Dritteln noch nicht zu erkennen war. Der in dieser ersten Saison im Erwachsenenbereich prächtig einschlagende Kevin Kunz traf in der sechsten Minute zum 1:0 für die Timmendorfer. Ricco Ratajczyk glich in der achten Minute zum 1:1 aus. Das zweite Drittel begann zunächst mit einem schockierenden Doppelschlag der Rostocker. Innerhalb von 85 Sekunden, in der 22. und 23. Minute trafen Tomas Kurka und Michal Bezouska zum 3:1 für die Piranhas. Die Timmendorfer antworteten schnell mit dem 2:3 durch Timo Gless, der damit sein erstes Oberligator in dieser Spielzeit erzielte. Der Kanadier Cedric Montminy glich in der 36. Minute aus. Vermutlich hatte die Aufholjagd zu viel Kraft gekostet, denn im letzten Drittel verschärfte Rostock das Tempo und nach dem 4:3 von Alexander Spister in der 49. Minute konnte Timmendorf nicht mehr antworten. Zwei weitere Tore des überragenden Gästestürmers Ricco Ratajczyk in der 51. und 54. Minute besiegelten das Schicksal der Timmendorfer.


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