Trotz Niederlage erobern Hannover Scorpions Platz eins3:4 nach Verlängerung gegen Tilburg

Die Füchse Duisburg boten eine starke Leistung gegen Leipzig und gewannen mit 5:4. (Foto: Roland Christ)Die Füchse Duisburg boten eine starke Leistung gegen Leipzig und gewannen mit 5:4. (Foto: Roland Christ)
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Tilburg wiederum, aktueller Meister, zeigte Moral, gewann nach einem 0:3 in Mellendorf noch mit 4:3 und ist wieder mit im Spiel. Leipzig, am Saisonanfang noch einer der Highplayer, holte sich die vierte Schlappe in Folge und wird aufpassen müssen, dass sich am Sonntag gegen die Scorpions nicht die nächste Niederlage anschließen wird. Auf fünf und sechs folgen Halle und Rostock, wobei besonders die Piranhas mit dem 2:1 in Essen nach Penaltyschießen aufhorchen ließen. Die Crocodiles bissen beim 4:1 gegen Herne innerhalb von nur fünf Minuten zu, eroberten Platz sieben und dahinter folgen die Indians, die sich den dritten Heimsieg hintereinander holten und sich langsam aber sicher aus der Krise spielen. Essen kassierte beim 1:2 gegen Rostock eine überraschende Niederlage, steht nur wegen des besseren Torverhältnisses vor Duisburg und auch die Krefelder brauchen nach fünf Niederlagen am Stück mal wieder ein Erfolgserlebnis. Ganz hinten, punktgleich mit Krefeld Erfurt. Das am Sonntag das Spiel zwischen den Black Dragons und den Moskitos das Kellerderby werden wird, hatte man vor der Saison auch nicht auf dem Schirm.

Krefelder EV U23 – Saale Bulls Halle 3:6 (1:3, 2:2, 0:1)

Eine letztendlich klare Sache wurde das Spiel der Hallenser in Krefeld. Der heimische Nachwuchs zeigte sich zwar, wie immer, engagiert, hatte aber gegen das abgezockte, clevere Spiel des Gegners keine echte Gewinnchance. Bereits der Anfang zeigte, wozu die Gäste fähig sind, nachdem Michal Bezouska mit zwei Toren in der zweiten und fünften Spielminute für das 2:0 sorgte. Roope Nikilä erhöhte in der 14. Minute auf 3:0, ehe Krefelds Matteo Stöhr in der 15. Minute verkürzte. Auch zu Beginn des zweiten Drittels waren die Gäste gleich hellwach und sie erhöhten eiskalt durch Victor Knaub (23.) und Sergej Stas (25.) auf 5:1. Das war das Zeichen für die Krefelder, den Torhüter zu wechseln und für Stammkeeper Sebastian Staudt kam sein Back-up Ennio Albrecht. Dieses Zeichen von der Bank schien den Krefeldern Mut zu machen, denn Matteo Stöhr verkürzte schon in der 26. Minute auf 2:5 und in der 38. Minute ließ Michael Jamieson gar das 3:5 folgen. Im letzten Drittel verwaltete Halle das Spiel und erhöhte sogar noch in der 57. Minute durch Victor Knaub auf 6:3.

Moskitos Essen – Rostock Piranhas 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:1) n.P.

Noch eine Überraschung. Die Piranhas zeigte über die gesamten 65 Minuten inklusive Verlängerung eine konzentrierte Abwehrleistung, die schließlich sogar mit drei Punkten belohnt wurde. Erst nach 37 Minuten fiel in dieser Partie das 1:0, erzielt vom Essener Julian Airich. Für die im Sturm nicht so starken Gäste war in der 51. Minute ein Überzahlspiel von Nöten, um das 1:1 zu markieren, erzielt von Constantin Koopmann. Nachdem in der Verlängerung nichts entscheidendes passierte, musste das Penaltyschießen für eine Entscheidung sorgen und hier traf Tom Pauker für die Gäste zum entscheidenden 2:1.

Hannover Scorpions – Tilburg Trappers 3:4 (3:0, 0:1, 0:2, 0:1) n.V.

Totgeglaubte leben länger. Diese alte Maxime wurde in Mellendorf zwar nicht uraufgeführt, zeigte aber, dass sie immer noch gültig ist. In den ersten 40 Minuten dominierten die Scorpions, die mit cleverem Spiel die Tilburger nicht nur in Schach hielten sondern gleich mit 3:0 in  Führung gingen. Die Tore erzielten Andre Reiß (14.), Giovanni Robinson (18.) und Björn  Bombis (19.).  Ein erstes Aufflackern von Tilburg war in der 35. Minute zu spüren, als Mitch Bruijsten das 1:3 gelang. Im dritten Drittel übernahmen die konditionsstarken Niederländer das Kommando, schnürten die Gastgeber immer mehr ein und konnten noch den Ausgleich herstellen. Die Tore erzielten Max Hermens (52.) und Kevin Bruijsten (57.). Am Ende waren die Niederländer dem etwas unverdienten 4:3 sehr nahe, aber Scorpions-Keeper Salvarani hielt mit unglaublichen Reflexen das Unentschieden fest. In Verlängerung gelang den Trappers schließlich das 4:3, als nach fast drei Minuten Diego Hofland um das gegnerische Tor herumkurvte, etwas schneller als Salvarani war und schließlich das Siegestor der Tilburger besorgte.

Hannover Indians – Black Dragons Erfurt 5:2 (3:1, 1:1, 1:0)

Endlich ein klarer Erfolg der Indians. Grundlage war der Start, wobei die Tore erst ab der zehnten Minute fielen. Wichtig vor allem für die bis jetzt sturmschwachen Indians, dass endlich das Powerplay funktionierte. Thore Weyrauch (12.) machte den Anfang, dann erhöhte Roman Pfennings (13.) auf 2:0 und schließlich traf Arnoldas Bosas (14.), wiederum im Powerplay, gar zum 3:0. Wie es sich in dieser Phase gehörte, fiel auch das erste Erfurter Tor in Überzahl. Der Torschütze war Maurice Keil. Als in der 32. Minute gar Sean-Alexander Fischer für Erfurt in der 32. Minute verkürzte, da schien der heimische Erfolg in Frage gestellt aber die Indians brauchten nur siebzig Sekunden, dann führten sie wieder mit zwei Toren. Torschütze Bosas. Das dritte Drittel wurde erbittert geführt, ging aber mit dem Zwischenstand 4:2 in die Endphase, dann hatte Igor Bacek ein Einsehen, verwertete eine tolle Vorlage vom heute sehr stark auftretenden Arnoldas Bosas zum 5:2-Endstand.

Crocodiles Hamburg – Herner EV 4:1 (0:0, 3:1, 1:0)

Die Überraschung des Tages. Der verlustpunktfreie Tabellenführer aus Herne setzte sich ausgerechnet bei den Hamburger Crocodiles auf das blanke Parkett, kassierte seine erste Niederlage und musste gleichzeitig den Platz an der Sonne an die Hannover Scorpions abgeben. Nach torlosem ersten Drittel explodierten die Hamburger in den ersten fünf Minuten des zweiten Abschnitts. Pattrick Saggau (21.) bereits nach 56 Sekunden, Thomas Zuravlev (23.) und Andre Gerartz (26.) schossen zur Euphorie ihrer Anhänger drei Tore und versetzten die Herner in Schockstarre. Besonders traurig. Back-up Lukas Schaffrath musste in der 26. Minute dann prompt seinen Arbeitsplatz für Stammtorhüter Björn Linda verlassen. Die Herner, die heute ihr Zielwasser wohl zuhause vergessen hatten, konnten lediglich ein doppeltes Überzahlspiel zum 1:3 durch Nils Liesegang (37.) nutzen. Im letzten Drittel wurde es aber der 56. Minute richtig spannend, als der HEV bereits seinen Torhüter vom Eis nahm, aber auch diese Maßnahme half nichts. Im Gegenteil, Thomas Zuravlev traf in der Schlussminute mit einem Empty-Netter zum 4:1Endstand.

Füchse Duisburg – Icefighters Leipzig 5:4 (3:1, 2:1, 0:2)

Am Ende standen den Duisburgern die Schweißperlen auf der Stirn, aber sie hatten es geschafft. Vor knapp 750 Zuschauern bezwangen die zuletzt arg gebeutelten Füchse die Icefighters mit 5:4 und holten sich drei Punkte auf ihr noch schmales Punktekonto. Dabei sah es in den ersten 30 Minuten prächtig aus. Zwar traf Ryan Warttig zum Leidwesen der Füchse bereits nach 57 Sekunden zur Leipziger Führung, aber danach kamen die Duisburger mit Wut zurück und schossen diesmal auch die Tore, die nötig sind um wieder zu Selbstbewusstsein zu kommen. Noch im ersten Drittel drehten Florian Spelleken (4.), sogar in Unterzahl, Bastian Schirmacher (9.) und Pavel Pisarik (19.) das Ergebnis auf 3:1. Im zweiten Drittel erhöhten Alexander Spister (23.) und erneut Pavel Pisarik (35.) auf 5:1 und der Sieg schien in trockenen Tüchern. Schien, denn nur eine Minute nach dem fünften Gegentor traf Hannes Albrecht zum 2:5. Im letzten Drittel versuchten die Leipziger alles, liefen zwölf Minuten vergeblich gegen die Duisburger Wand an, dann trafen innerhalb von nur 120 Sekunden Florian Eichelkraut (54.) und Ian Farrell (56.) zum Anschluss. Allerdings kam dieser Schlussspurt zu spät, am Ende hatten sich die Duisburger den Sieg aber auch verdient.

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