Trainer Arno Lörsch frühzeitig bei den Harzer FalkenNach Niederlage in Leipzig

Arno Lörsch bleibt Trainer der Harzer Falken. (Foto: Harzer Falken)Arno Lörsch bleibt Trainer der Harzer Falken. (Foto: Harzer Falken)
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Was Kontinuität auf dem Trainerposten bedeutet, konnte man zum einen in der letzten Saison der Falken sehen, als man insgesamt drei Trainer verbrauchte und am Ende als sportlicher Absteiger da stand. Und im positiven Sinne wird dies bei dem Gegner vom Mittwochabend deutlich, bei dem sich Sven Gerike mittlerweile in seiner vierten Saison befindet und das Leipziger Eishockey Schritt für Schritt auf ein immer höheres Niveau hievt. Und dann auch mit Unwägbarkeiten klarkommt, wie im letzten Sommer, als er den Abgang von gleich fünf Leistungsträgern verkraften musste, aus der Not jedoch eine Tugend machte und ein Team mit einer gesunden Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan aufbaute, zwar keinen der Leistungsträger adäquat ersetzen, aber ein Team mit Charakter aufbauen konnte.

Und genau diesen Weg wird auch Arno Lörsch gehen müssen. Denn allein finanziell wird man zwar im Konzert der ganz Großen auf Jahre nicht mitspielen können, doch bereits jetzt kann er in die Planung für die kommende Saison einsteigen und einen weiteren Baustein legen, für eine sukzessive Leistungssteigerung seines Teams. Dabei wird Lörsch in den kommenden Wochen ganz genau hinschauen, um wen er den Kader für die nächste Saison bauen und auf wen er aus rein sportlichen Gründen eher verzichten kann. Denn wie es auch im Spiel in Leipzig zu sehen war, sind die Falken nicht so weit weg vom Leistungsstandard der Liga, wie es der Tabellenstand vermuten lässt. Über weite Strecken lieferte man sich einen offenen Schlagabtausch mit den Sachsen und hätte das Ergebnis deutlich positiver gestalten können. Doch haben die Falken derzeit ein wenig die defensive Stärke in eigener Unterzahl verloren, trifft dieser Umstand auf ein Leipziger Team, das sein Powerplay zuletzt sehr effektiv nutzen und den Harzer gleich drei Überzahltreffer einschenken konnte. Gegentore, die letztendlich auch den Ausschlag gaben, obwohl die Harzer auch in diesem Spiel nie aufsteckten und vor allem in Brandon Morley und Richard Zerbst zwei sehr auffällige Aktivposten hatten, die immer wieder für viel Gefahr vor dem Leipziger Tor sorgten. Nicht von ungefähr besorgte Zerbst den ersten Harzer Treffer auf Zuspiel von Morley selber, spielte beim zweiten Tor einen überragenden Aufbaupass auf Artjom Kostyrev und schürte mit einer feinen Vorlage auf Morley nochmal die Hoffnungen, als dieser zum 5:3 verwertete. Und wie die Harzer bis zum Schluss kämpften,  sollte in der letzten Spielminute symbolisch in Person von Lasse Bödefeld unterstrichen werden. Zwei Leipziger hatten sich mit einem Konter und ohne Gegenspieler auf den Weg gemacht Fabian Hönkhaus im Harzer Tor zu verladen. Doch diese Rechnung hatten sie ohne Bödefeld gemacht, der ein wahnsinniges Backchecking fuhr und sich in letzter Sekunde zwischen den entscheidenden Pass warf und diese Chance vereitelte.

Spieler mit Charakter, auf die wird also auch Arno Lörsch zurückgreifen können, wenn es nun in den nächsten 16 Tagen mit acht Spielen zu einem wahren Punktspiel-Marathon kommt – und wenn es darum geht, bereits für die neue Saison die Spieler zu finden, die bereit sind, auch zukünftig alles für das Harzer Eishockey zu geben.

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